Ein Bild bekommt Format (Teil 3)
Im 2. Teil dieser Reihe thematisierten wir noch heute gebräuchliche Verfahren um auf 35 mm Film breitwandige Bilder unterzubringen. Im dritten und vorläufig letzten Teil stehen Verfahren im Mittelpunkt, die in einem bestimmten Zeitraum (meist in den 60er Jahren) eingesetzt wurden, heute jedoch nicht mehr verwendet werden. Wir gehen auf diese Verfahren deshalb ein, da die Negative älterer Filme (aus den 50ern, 60ern, 70ern) zum Teil eben in diesen Formaten vorliegen und bei einem Transfer auf Blu-ray wieder bedeutsam werden.

Der 35 mm Filmstreifen war – das wissen wir bereits aus den vorherigen Teilen – eigentlich zunächst zur Aufzeichnung von Stummfilm mit wenig breiten Bildern in 4/3 konzipiert worden. Dabei fällt auf, dass sich die übereinander angeordneten Bilder die relativ schmale Breite des Filmstreifens von 35 mm zusammen mit der Perforation und später auch noch der Lichttonspur teilen mussten. Die schmale Breite des Filmstreifens wird also für die Breite des Bildes genutzt. Die Höhe des Bildes aber auf der Länge des Filmstreifens untergebracht.

Da die Bildhöhe aber bei allen Filmformaten geringer als die Bildbreite ist, nutzen wir eigentlich die großzügig erweiterbare Dimension des Filmstreifens (die Länge des Films) für die kürzere der beiden Bildseiten (Höhe) und die schmalere Dimension (Filmbreite) für die längere Bildseite (Breite). Eigentlich unlogisch. Würde man die Bilder nicht übereinander, sondern nebeneinander anordnen, könnten sie sich in der Breite sehr viel besser ausdehnen und die Länge des Filmes für die längere Seite des Bildes nutzen.
Diese Überlegung führte zu zwei völlig neuen Arten, Bilder auf 35 mm Film aufzuzeichnen.
Inhalt:
- VISTAVISION
- TECHNIRAMA
- TODD AO (70 MM / 5-perf)
- 70 MM 5-perf
- ULTRA PANAVISION 70
- Unzählige Kombinationen - einfache Lösungen?
- CINERAMA
- IMAX 15/70
- Fazit
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