Kino- und Fernsehformate im Überblick
Das Bildformat eines Videos gibt allgemein an, in welchem Verhältnis Bildbreite und Bildhöhe zueinander stehen. Allgemein wird diese Beziehung durch zwei von einem Doppelpunkt getrennte Zahlen angegeben – zum Beispiel 4:3 oder 16:9.
Eines der meist genutzten Fernsehformate stellt aktuell noch das eben genannte 4:3 dar. Bei diesem ist die Bildbreite etwa 1,33-mal so groß wie die Bildhöhe. Es ist das gängige Größenverhältnis der Fernsehnormen PAL (768 x 576 Pixel) und NTSC (720 x 480 Pixel) und wird in Deutschland hauptsächlich von den privaten Fernsehanstalten genutzt.
Da aber das menschliche Auge eher ein breiteres Bild bevorzugt, verbreitet sich seit einigen Jahren das Format 16:9. Hier ist die Bildbreite immerhin etwa 1,78-mal größer als die Bildhöhe. Zu finden ist dieser Standard auf vielen Blu-ray Discs, allgemein bei größeren Filmproduktionen und in Deutschland im Programm der öffentlich-rechtlichen Sender. Es wird ebenfalls bei den HD-Auflösungen 720p, 1080i und 1080p verwendet.
Das Format von Kinofilmen liefert jedoch ein noch wesentlich breiteres Bild als 16:9. Mit der CinemaScope-Technologie oder auch Panavision sind Videos mit einem Seitenverhältnis von 21:9 realisierbar.
Inwieweit sich die jeweiligen Auflösungen auf einem Wiedergabegerät anzeigen lassen, hängt in der Regel von der vorhandenen Bildfläche ab. Eine originalgetreue (native) Wiedergabe funktioniert nur dann, wenn Bildschirm und Video das gleiche Bildformat aufweisen.
Für den Fall, dass dies nicht gegeben ist, verfügen die meisten Geräte über diverse Möglichkeiten der Bildanpassung. Beispielsweise ermöglicht die so genannte Letterbox in vielen Abspielgeräten eine Anpassung der Bildhöhe an das jeweilige TV-Gerät, d.h. die Breite des Bildschirmes wird als Bildbreite verwendet und die Bildhöhe im jeweiligen Verhältnis verringert. Das Ergebnis sind schwarze Balken ober- und unterhalb des Bildausschnittes.
Mit dieser Technologie lassen sich beispielsweise Filme im Format 16:9 oder gar 21:9 auch auf herkömmlichen Fernsehgeräten anzeigen.
Eine andere Möglichkeit der Anpassung stellt Pan&Scan dar. Hierbei wird das Bild nicht verkleinert, sondern so verzerrt, dass sich der Bildausschnitt optimal an die Größe des Wiedergabegerätes anpasst.
Beide Formatanpassungen stellen jedoch nur einen Kompromiss dar und kommen nicht an Qualität und Schärfe des Originals heran. (se)
Kommentare
zudem steht auf manchem DVD statt 16:9 (bzw. 21:9) dann aber 1:85:1 (16.65:9)(bzw 2.4:1 (21.6:9)). Anamorph Abtastung ist sicherlich auch e. sehr interessatne Thema.






