UFC Undisputed 3
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PlayStation 3 Review
Bevor wir mit dem Wesentlichen beginnen, ein kurzer Test: Ergänzen Sie die folgende Zahlenreihe um ihr nächstes logisches Element: 2009, 2010, …
Die korrekte Antwort ist selbstverständlich “3”. Dieser überaus plausiblen Schlussfolgerung bediente sich auch das Entwicklungsstudio Yukes bei der Namensgebung für den nächsten Eintrag in ihre UFC Undisputed Reihe. Hierzulande sind die Japaner wahrscheinlich nur einem kleinen Publikum bekannt, da sie sich, neben UFC, fast exklusiv um die WWE-Reihe kümmern, deren potentielle Käufer sich eher jenseits des Atlantiks niedergelassen haben.
Ein weiterer Kritikpunkt sind die teilweise leider überaus langen Ladezeiten beim Wechseln zwischen verschiedenen Menüs, besonders im Karrieremodus oder beim Starten eines Events. Bei Letzterem fällt das jedoch weniger ins Gewicht, da sich die Entwickler hier viel Mühe gegeben haben, die Kämpfe umfangreich zu zelebrieren und man erhält die Möglichkeit, alles vom Walk-In bis zum Knock-Out zu verfolgen. Die Ladezeit nimmt jedoch nicht ab, wenn man sich entscheidet, auf alle Rahmenkämpfe zu verzichten und sie automatisch simulieren zu lassen. Da kommt doch gelegentlich die Frage auf, was an einem Achteck und drei Menschen so lange dauern kann.
Einen Pluspunkt sammelt Yukes jedoch wieder mit der Integration von kleinen Filmen, die an verschiedenen Schlüsselstellen freigeschaltet werden. Sie zeigen passende Kampfausschnitte von realen Events sowie Interviews mit UFC-Kämpfern und können später über den Shop im Hauptmenü erneut angesehen werden. Zusammenfassend gesagt, unterstreicht die Grafik erfolgreich den realistischen Ansatz des Spiels und ermöglicht es besonders in den Kämpfen voll in das Geschehen einzutauchen.
Geht es nach ein paar mehr blauen Augen und Knock-Outs schließlich in die PRIDE Division, wird das Kampfgeschehen von Bas Rutten und Stephan Quadros mit einer ähnlichen Souveränität besprochen wie in der UFC. Eine deutsche Sprachausgabe liegt glücklicherweise nicht vor, da sie die Qualität des Originals vermutlich nicht erreicht hätte. Alle Bildschirmtexte sind jedoch korrekt übersetzt, sodass der Einstieg für jeden direkt möglich ist.
Der Einführungsmodus unterscheidet vier Kategorien, die sukzessive aufeinander aufbauen. Die Trainingseinheiten reichen von “Ja, ich weiß wie der linke Analogstick funktioniert” bis “Wie entkomme ich einem 100 Kilo schweren Muay-Thai-Kämpfer, der das dringende Bedürfnis hat, mich mit einer der acht Ringecken intim bekannt zu machen”. Das größte Problem für Neueinsteiger wird, neben der komplexen Steuerung selbst, das richtige Timing für Konterschläge und erfolgreiches Ausweichen sein. An die Belegung der Knöpfe und die verschiedenen Ringsituationen gewöhnt man sich während der Kämpfe relativ schnell und man sollte im Hinterkopf behalten, dass es hier um Realismus geht und nicht um Button-Mashing und Um-die-Wette-Hadouken-zaubern.
Fühlt man sich mit der Steuerung einigermaßen vertraut, kann man entweder einen Kampf mit zwei Protagonisten aus dem 150 Mann starken Roster ausrufen oder sich dem Karrieremodus widmen. Dieser bietet die Möglichkeit, seinen eigenen Kämpfer zu erschaffen und ihn durch die drei Ligen (WFA, UFC und PRIDE) an die Spitze der MMA-Serie zu bringen. Der Character Creator ist umfassend und ermöglicht es vermutlich, alle männlichen, menschlichen Skyrim-Charaktere nachzubauen, wenn man die nötige Zeit und Muße dazu hat. Digitalisiert man sich andererseits selber in den Ring, kann man sich in der Realität einige Experimente sparen, sollte man schon immer neugierig gewesen sein, wie man mit geschwollenen Augen und einem Cut auf der Wange aussehen würde. Zum Abschluss sucht man sich die Auslage und die grundlegende Kampfsportart aus und schon betritt beispielsweise Max “Danger” Power die Bühne. Bei der Wahl des Spitznamen sollte man sich jedoch darüber im Klaren sein, dass dieser Name von den Kommentatoren für den Spielercharakter verwendet wird.
Man beginnt in der WFA mit seinen ersten Kämpfen und lernt die Dinge, die man im Tutorial ignoriert hat, noch einmal auf die harte Tour. Das HUD während des Kampfes sollte man aktiviert lassen, um die eigene Kondition beobachten zu können. Ist man hier zu übermütig, werden die Schläge schwächer und auch die Deckung ist nicht mehr so effektiv, was am Ende meistens mit verdrehten Augen oder einer blutigen Nase endet. Man lernt jedoch schnell und entwickelt einen eigenen Stil, um mit stärkeren Gegnern fertig zu werden und sie gezielt zu zermürben. Ab diesem Zeitpunkt fängt Undisputed an, richtig Spaß zu machen.
Zwischen den Kämpfen ist jedoch Micromanagement gefragt, dass den BWLern warm ums Herz wird. Aktionspunkte erlauben das Trainieren neuer Moves oder das Steigern von Kraft, Beweglichkeit und anderen Attributen. Letzteres ist leider mit Mini-Spielen verbunden, die gewaltig nerven können. Auch hier gilt wieder der Simulationsgedanke: Einseitiges Training wird bestraft. Des Weiteren wollen Kleidungsstücke mit Logos von Sponsoren geschmückt, Einmarschmusik komponiert und Schilder entworfen werden. Es gibt ein eigenes Malwerkzeug, um seine eigene Kreativität beispielsweise bei Tattoos entfalten zu können. All dies kann vom eigentlichen Spiel etwas ablenken und führt dazu, dass man zwischen den Kämpfen mehr Zeit im Menü verbringt als man eigentlich möchte, aber das gehört zur Gesamterfahrung dazu.
Erwähnenswert ist noch der Ultimate-Fight-Modus. Hier ist es möglich, einige der größten Kämpfe aus UFC und PRIDE noch einmal selbst zu spielen. Für jeden der beiden Kämpfer gibt es Ziele, die während des Kampfes erreicht werden müssen. Gelingt das, gibt es für den jeweiligen Kampf weiteres interessantes Filmmaterial. Der Singleplayer ist im Ganzen sehr ausgewogen und bietet viele Möglichkeiten sich in der Welt von Undisputed zurecht zu finden und seinen Spaß zu haben. Hier können viele Spielstunden verbracht werden und der Drang einen neuen Kämpfer mit anderer Auslage oder Kampfsportart zu erstellen, steigert sich mit jedem gewonnen Kampf.
Das kooperative Spiel kann durch ein selbst gegründetes “Fight Camp” organisiert werden. Hier können alle Mitglieder Ansehen für das eigene Camp sammeln oder sich einem anderen, schon existierenden Camp anschließen. Möchte man seinem Gegner etwas tiefer in die Augen schauen, bietet sich der Offline-Modus an. Dieser lässt sich beispielsweise über einen Schaukampf erreichen, wenn zwei Controller aktiv sind. Dann geht es nur noch darum, wer den kühleren Kopf bewahrt und wie nachtragend der Verlierer wirklich ist.
Es werden drei Situationen im Ring unterschieden: stehend, im Clinch und am Boden. Die letzten beiden differieren für den Spieler weiter, je nachdem, ob er sich in der dominanten oder verteidigenden Position befindet. Die Angriffs-, Konter- und Abwehrmöglichkeiten passen sich der jeweiligen Situation dynamisch an. Grundsätzlich gilt jedoch, dass die geometrischen Buttons einen Gliedmaßen steuern und dass der linke Analogstick für die Bewegung im Ring zuständig ist. Positionswechsel im Clinch oder am Boden werden durch den rechten Analogstick ermöglicht. Die Komplexität für die dafür nötige Bewegung lässt sich im Optionsmenü anpassen, was eine gute Nachricht für alle Neulinge ist. Der rechte Stick ist außerdem für Take-Downs und Submissions zuständig.
Um sich gegen unnötige Schmerzen und blaue Flecken zu schützen, kann mit R1 und R2 geblockt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die beiden nicht zusammen funktionieren und man nur entweder den Kopf (R1) oder den Körper (R2) decken kann. Somit macht sich auch hier wieder der Realismus bemerkbar. L1 und L2 stellen die nötige Schlagvariation bereit. Hält man L2 gedrückt, zielt der Kämpfer tiefer auf den Körper oder die Beine des Gegners, während L1 spezielle Technikschläge ermöglicht, die auf die grundlegende Kampfsportart des Kämpfers zurückgehen und zusätzliche Wirkung entfalten.
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UFC Undisputed 3 - Preisvergleich















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