No More Heroes: Heroes' Paradise
- Beschreibung
- Features
- Review
- Bewertungen (1)
- Kommentare (3)
PlayStation 3 Review
Videospiele aus dem östlichen Teil dieser Welt, erlangen in Europa meist eher einen geringen Bekanntheitsgrad. Sie sind zu sperrig, zu abstrus und zu abgedreht. So wohl auch No More Heroes: Heroes Paradise. Eher in der Versenkung veröffentlicht und schon gar nicht bei jedem Händler erhältlich, hat Konami hier circa drei Jahre nach der Katastrophalen Wii Version einen neuen Versuch gewagt, ein vom Mainstream entferntes Videospiel zu veröffentlichen.
Die attraktive Silvia Christel hat euch in den Club der Killer eingeführt und das Katz und Maus Spiel zwischen ihr und Travis lockern das Ganze ein wenig auf. Ihr haust in einem Motel Zimmer, was euer Ankerpunkt und ständige Anlaufstelle während des Spiels ist. Hier könnt ihr euer Spiel speichern, was zum Beispiel auf dem Klo passiert. Oder aber auch Kleidung wechseln, neue Aufträge abrufen oder sich um Travis Katze kümmern. Im Großen und Ganzen aber leider nichts Weltbewegendes, so wie auch die komplette Stadt. Ihr könnt sie zwar mehr oder weniger frei erkunden, doch passieren wird hier nicht viel. Wer hier ein Open World Spiel a lá GTA erwartet ist hier definitiv fehl am Platz. Die meiste Zeit verbringt ihr in der Stadt damit, Geld auszugeben und wieder welches zu verdienen sowie Gegenstände zu sammeln.
In Abfallcontainern und Rasenflächen, in die ihr mit dem Schwert stecht befinden sich ab und an diverser Goodies wie zum Beispiel neue Klamotten. Diese müsst ihr aber nicht kompliziert suchen, sondern sie werden euch als Punkte auf eurer Karte angezeigt. Die Herausforderung geht an manchen Stellen gegen Null. In Naomis Labor habt ihr die Möglichkeit, neue Beam-Katana zu erwerben und beim Trainer Thunder Ryu könnt ihr neue Fähigkeiten bzw. Moves erlernen, die euch die Kämpfe erleichtern und abwechslungsreicher gestalten. Sammeln und Aufrüsten generieren so zumindest etwas an Sinn und Logik hinter dem ganzen.
Eigentlich ist die Grafik ziemlich veraltet und macht nur aufgrund des außergewöhnlichen Settings was her. Der Ton ist sehr gut, gerade bei den Kämpfen kann dieser überzeugen. Jedoch gibt es auch nervige Sounds, die zwar zum Spiel passen, aber irgendwann etwas zu häufig vorkommen.
Das Spiel ansich macht, abgesehen von der oftmals bockigen Steuerung, ziemlich Spaß. Es gibt einige Minispiele, teils hartnäckige und auch wirklich herausfordernde Herausforderungen und jede Menge Kämpfe mit einem Laserschwert, die auch ganz gut gemacht sind. Die Bosskämpfe im Hauptspiel sind wunderbar inszeniert und auch die Bosskämpfe, die man über die Toilette (ja, über dieToilette :D ) nach dem Speichern anwählen kann, sind schön dargestellt. Neben dem Storymodus kann man noch in einen Modus, bei dem man noch einmal gegen die Bosse antreten kann, bei dem bewertet wird, wie schnell man den Boss besiegt, wieviel Schaden man nimmt usw.
Die Spieldauer ist absolut super, man spielt mindestens 20 Stunden an der Story, wenn man alle Nebenmissionen macht und die Sammelkarten etc. sammelt, ist man beim ersten Durchgang durchaus 30 Stunden beschäftigt. Da man eben sehr viel sammeln kann und man einiges erst beim zweiten Durchgang freischalten kann, ist der Wiederspielwert doch sehr hoch.
No More Heroes ist ein gelungenes Spiel, dass allerdings auch nicht jedermanns Sache ist. Wer gar nicht auf ein solches Setting steht, sollte lieber die Finger davon lassen, wer sich aber auch nur ein wenig mit diesem anfreunden kann, den erwartet ein gutes Open-World Spiel, dass ziemlich lange vor den Fernseher fesselt. Da es auch schon in manchen Shops relativ günstig zu erwerben ist, kann man ja mal einen Blick riskieren.
| Bewertungskriterien |
|
|
No More Heroes: Heroes' Paradise - Preisvergleich















