PlayStation 3 Review
Grafik
7
Sound
9
Singleplayer
8
Multiplayer
10
Steuerung
8
Gesamt
8,4
geschrieben am 22.09.2010
Verrückt, bunt, witzig - das sind die drei Worte, die alles über „Little Big Planet“ aussagen. Die Entwickler des Spiels - Media Molecule - lassen eine Phantasiewelt aufleben. Mit dem so genannten Sackboy, einer Stoffpuppe mit Knopfaugen, durchwandert man die verrücktesten Welten. Doch „Little Big Planet“ ist nicht nur ein bunt anzuschauendes Jump and Run, sondern man kann dem Spiel seine ganz eigene Note aufdrücken. Das fängt bei der Gestaltung des Sackboys an und führt bis hin zur Kreation einer eigenen Welt.
Story
Die Entwickler des Spiels - Media Molecule - lassen eine Phantasiewelt aufleben. Mit dem so genannten Sackboy, einer Stoffpuppe mit Knopfaugen, durchwandert man die verrücktesten Welten. Doch „Little Big Planet“ ist nicht nur ein bunt anzuschauendes Jump and Run, sondern man kann dem Spiel seine ganz eigene Note aufdrücken. Das fängt bei der Gestaltung des Sackboys an und führt bis hin zur Kreation einer eigenen Welt.
Grafik
Little Big Planet präsentiert sich in einer knalligen Farbenvielfalt. Die Level erscheinen wie eine Spielzeugwelt aus Pappe und Stoff und auch die Bewohner von Little Big Planet sehen aus, wie zusammengenagelte oder geklebte Spielzeugfiguren. Wenige Welten werden in absoluter Dunkelheit durchlaufen, hier erkennt man wirklich nur den kleinen
Ausschnitt, der von Kerzen oder Lampen beleuchtet wird. Ein leichtes Flackern des Lichtes lässt das ganze Szenario belebter aussehen. Im voll ausgelasteten Multiplayer sind manchmal einige Verzögerungen zu bemerken, die jedoch den Spielfluss nicht weiter stören.
Sound
Der
Little Big Planet Soundtrack ist genauso speziell und mitreißend, wie das Spiel an sich. Jede Welt präsentiert passend zu ihrem Motto eine eigene Melodie, die zu gleich anspornt und unterhält.
Auch der Erzähler von
Little Big Planet, der mit seiner markanten Stimme doch sehr an den Synchronsprecher von Robert de Niro erinnert, verleiht dem Spiel einen abenteuerlichen Charakter. Die spielfigurartigen Kreaturen, die einem im Spiel begegnen,
haben dagegen eine sehr spezielle Lautäußerung, die man passend zu
Little Big Planet nur als verrückt bezeichnen kann.
Singleplayer
Kreativität steht hier an erster Stelle, denn der noch nackte Sackboy braucht erstmal ein schrilles Outfit, das sich der Spieler individuell zusammenklicken kann. Dann geht das Abenteuer los. Der kleine Sackboy durchrennt, -springt, -fliegt, -hangelt und -schwebt die verrücktesten Welten, immer auf der Suche nach Dekomaterial und Stickern, die er für sein eigenes Outfit und zur Gestaltung seiner eigenen Welt benötigt. Doch auch innerhalb der Welten erscheinen Pappwände, auf die man die passenden Sticker kleben muss, um Extrapunkte zu erhalten oder überhaupt in der Welt weiterzukommen.
In jeder Welt lernt Sackboy neue spielzeugartige Wesen kennen, von denen er Aufträge oder Anweisungen erhält. Auch Zeitchallenges sind sowohl in den Welten, als auch separat spielbar. Die Speicherpunkte sind zum Glück nicht rar gesät, nur an den wirklich kniffligen Stellen wünschte man sich vielleicht doch einen mehr, da man manche Passagen einfach zu oft
wiederholen muss.
In den höheren Leveln ist der Spieler jedoch auf einen Spielpartner angewiesen. Nur zu zweit sind dann die versteckten Dekomaterialien zu finden oder gar die Welt durchlaufbar. Zur Zentrale kann jederzeit zurückgekehrt und eine andere Welt gewählt werden. Im Onlinemodus sind von anderen „Little Big Planet“-Spielern selbst kreierte Welten spielbar und schließlich kann aus den selbstgesammelten Materialien eine eigene Welt gebaut werden. Wobei das Tutorial nichts für Ungeduldige ist, muss man doch erst alles Schritt für Schritt erlernen.
Multiplayer
Im Multiplayer wird der wahre Funfaktor des Spiels gezeigt. Bis zu 4 Spieler können gleichzeitig durch die Abenteuer jagen. Da jeder sehr darauf achten muss, den anderen nicht aus Versehen in die Luft zu sprengen, ihn zu überfahren oder durch eine unbedachte Bewegung irgendwo herunterzustürzen, ist es kaum möglich eine Welt bis zum Ende zu durchlaufen. Eher versucht man die anderen abzuhängen und selbst weiterzukommen, wodurch eine wilde Verfolgungsjagd entstehen kann, denn wer zurückfällt verliert ein Leben.
Steuerung
Eine Herausforderung im Spiel ist ganz klar die Steuerung. Trotz der 2D-Grafik, kann sich der Sackboy in bis zu drei Ebenen bewegen. Auf Grund der starren Kameraperspektive ist es somit nicht ungewöhlich, wenn der Sackboy am rettenden Büffel vorbeistürzt, anstatt auf ihm zu landen. Ansonsten ist die Steuerung nicht anders, als bei schon bekannten Jump and Runs. Neue Aktionen, wie z. B. Schweben werden mit schnellverständlichen Anweisungen in der entsprechenden Welt erklärt.
Fazit
Bei „Little Big Planet“ sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ob bei der Gestaltung des Sackboys oder der eigenen Welt, hier kann der Spieler alles nach seinem Geschmack gestalten. Aber auch die schon vorgegebenen, manchmal sehr wirren Welten sorgen für
einen ausgewogenen Spielspaß. „Little Big Planet“ ist ein Spiel für jedermann, der bereit ist in eine Art Traumwelt einzutauchen. Doch zu zweit macht Little Big Planet wohl am meisten Spaß, denn ab einem gewissen Level ist man einfach auf einen zweiten Spieler angewiesen, um auch alle Materialien finden zu können. (ar)
habs bestellt