PlayStation 3 Review
Grafik
6
Sound
8
Singleplayer
8
Multiplayer
9
Steuerung
9
Gesamt
8,1
geschrieben am 25.05.2011
Jo – ho – ho und ‘ne Buddel voll Rum. Oder war es doch ein Beutel voll Legosteine? Neben den anderen Serien-Highlights wie Batman, Indiana Jones oder Star Wars, haben es nun endlich auch die Fluch der Karibik Filme und somit auch Jack Sparrow & Co in bekannter Legosteinoptik auf die Playstation 3 geschafft. Wir nehmen euch mit auf einen kleinen Aufenthalt in die virtuelle Lego Karibik und zeigen auf was euch dort erwartet.
Story
Der Plot des
Lego Pirates of the Caribbean: Videospiels lehnt sich stark an die Story der
Fluch der Karibik Filme an, allerdings nicht bis ins kleinste Detail. Einige Punkte wurden gekürzt und abgespeckt. Das schadet der ansonsten gut eingefangenen Piraten Atmosphäre zwar nicht wirklich, aber erscheint an manchen Stellen des Spiels doch leicht verwirrend. Die durch Zwischensequenzen erzählte Story wird gut und verständlich ohne Worte durch simple Laute und Mimik wiedergegeben. Neu sind auch die in den Ladebildschirm auftretenden Papptheater-Sequenzen. Das funktioniert gut und der eine oder andere witzige Moment ist auch dabei. Nichtsdestotrotz sollte man unbedingt Kenner der
Original Filme sein, denn ansonsten kommen die Parodien der Filmchen nur halb so witzig beim Spieler vor der Konsole an.
Grafik
Die Grafik von Lego Pirates of the Caribbean hat ein solides Mittelmaß. Im Vergleich zu Spielen wie Little Big Planet 2 oder De Blob 2 fällt vor allem Detailarmut an den Figuren und einigen Umgebungsobjekten auf. Auch das PlayStation 3 typische Kantenflimmern verfolgt einen hier wiedermal sehr deutlich. Das Wasser hingegen und auch die Flora und Fauna sind wiederum sehr gut gelungen. Texturen wirken teils leicht verwaschen. Oft wirkt Lego Pirates of the Caribbean leider viel zu dunkel, die Küstenlevel sind wirklich gut gelungen, aber in manch einem verregneten Level oder denen bei Nacht kann es vonnöten sein, den Kontrastregler ein wenig nach zu justieren. Aber ansonsten ist das Lego Setting wirklich gut eingefangen worden. Die Animationen der Spielfiguren wirken oft süß und niedlich, sie übertragen dadurch einen großen Teil des Witzes und Charmes, der in diesen Spielen liegt.
Sound
Aus den Lautsprechern hämmert der grandiose Soundtrack der F
luch der Karibik Filme. Wer Fan der
Filme ist, wird hier gut auf seine Kosten kommen. Man ist ab der ersten Minute sofort wieder mittendrin statt nur dabei. Da keine Stimmausgabe vorhanden ist, gibt es dazu auch nichts Erwähnenswertes. Es wird durch die Soundausgabe ein sehr räumliches Bild vermittelt, alle Lautsprecher haben was zu tun und der Subwoofer kommt auch diverse Male zum Einsatz. Die Soundeffekte sind gut aufgenommen worden und klingen allesamt sehr passend.
Singleplayer
Aufgeteilt in vier mal fünf Level – jeweils fünf Level pro Fluch der Karibik Film, macht insgesamt zwanzig Level Lego Piraten Spaß. Der neuste Disney Streifen läuft zwar erst an, ist hier aber auch schon vertreten. Es gibt jede Menge spielbare Charaktere freizuschalten, was die Motivation durchaus hoch hält. Jeder hat andere Fähigkeiten, so zum Beispiel kann William Turner seine Axt werfen, um Gegenstände von den Wänden zu holen oder weit entfernte Gegner rechtzeitig auszuschalten. Andere wiederum können Doppelsprünge vollführen oder Gerätschaften reparieren. Jack Sparrow hat seinen genialen Kompass zur Verfügung, mit dem er in den Level versteckte Gegenstände auffindbar machen kann. Diese sind teils für die im Großen und Ganzen leider doch recht simplen Rätsel relevant. Hier merkt man, dass das Spiel vor allem für die jüngeren Spieler konzipiert wurde. Zwar lassen sich einige Bosskämpfe nur mit Köpfchen besiegen, aber im Gesamten wird nicht viel Hirnschmalz benötigt. Per Dreiecks-Taste lässt es sich durch die mehreren vorhandenen Charakteren wechseln, man ist also immer im Team unterwegs und löst die vielen Rätsel oft zu zweit. Dieses kann alleine in Kombination mit der Künstlichen Intelligenz (KI) passieren oder auch mit einem echten Freund und dazugehörigem zweiten Controller. Dieser kann jederzeit ein- und aussteigen. Die KI funktioniert soweit ganz gut, nur in den Kämpfen ist sie nicht wirklich eine große Hilfe - eher noch stehen sie oft im Weg und man trifft sie gleich mit.
Multiplayer
Zu zweit, also der Koop Modus, eines der Herzstücke eines jeden Legospiels, funktioniert allerdings nur Offline und nicht Online. Vielleicht wird dieses Feature ja irgendwann mal eingebaut, denn zu wünschen wäre es, macht es mit echten Personen oft noch eine Ecke mehr Spaß. Solang heißt es weiterhin sich Freunde einzuladen. In Hinsicht auf das Gameplay ist der Multiplayer-Modus sinnvoll integriert und macht einfach nur Spaß.
Steuerung
Die Steuerung funktioniert gut. Die wichtigsten Befehle werden im Spiel an den nötigen Punkten im Level angezeigt. So lassen sich zum Beispiel die meisten Aktionen mit der Kreis-Taste erledigen, sobald dieses passiert, ploppt ein kleines Hinweisbildchen auf. Im Großen und Ganzen ist die Steuerung schnell verinnerlicht und man trifft auf keine bösen Überraschungen, denn sie funktioniert auch im Eifer des Gefechts sehr intuitiv. Dedizierte Vehikel-Level wie in vergangenen Spielen sind nicht mehr vorhanden, so gibt es jetzt ab und an mal Fortbewegungsmittel wie Schweine, Esel oder sich rollende Fässer oder das bekannte Mühlenrad aus dem
zweiten Teil, in den jeweiligen Spielabschnitten zu steuern. Als sogenanntes Verbindungsstück der ganzen Spielabschnitte fungiert in diesem Lego-Spiel ein kleiner Hafen. Zumindest am Anfang. Je weiter ihr euch im Spielgeschehen voran arbeitet desto mehr wird freigeschaltet. Es gibt allgemein sehr viel in diesem, wie auch schon in allen anderen Teilen, zu entdecken und freizuschalten. Die vorhandenen Trophäen dürften dazu auch noch ein gutes Stück beitragen und sind zudem fair zu erspielen. Der Frustfaktor ist wie es sich für ein Spiel dieser Alterskategorie gehört sehr gering. Sollte der Spielcharakter einmal das Zeitliche segnen, so erscheint er gleich wieder neu und es kann weitergehen.
Fazit
Jeder der Lego mag und gerne mal in bester Jump’n’Run Manier durch eben jene Level hüpfend und kämpfend reisen möchte, dem sei dieses Spiel empfohlen. Wieder auch mal sehr geeignet für die Jüngeren unter uns. Die größtenteils gewaltfreie Darstellung, ist trotz des Setting sehr gelungen. Mit
Lego Pirates of the Caribbean können aber auch die alten Junggebliebenen viel Spaß haben. Eine Kaufempfehlung bekommt es ohne Einschränkung. Lediglich Besitzer der ganzen vergangenen Lego-Spiele könnte ein leichtes Gefühl von eintönigem Gameplay beschleichen.(as)
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Trotzdem bleibe ich dabei: das Spiel macht Spaß.
Wenns so witzig gehalten ist wie die Filme, dann wirds was werden ;-)