PlayStation 3 Review
Grafik
7
Story
5
Sound
7
Singleplayer
7
Multiplayer
8
Steuerung
9
Gesamt
7,2
geschrieben am 27.10.2011
Als Driver 1999 für die Playstation erschien, hatte es vielen anderen Titeln eines voraus  Nomen est Omen: Der Fokus lag auf fahrerischem Können, während die Hintergrundmusik ein flottes 70er Jahre Feeling aufkommen ließ, nagten übertüchtige Polizisten an den Nerven des Fahrers. Die Folgemodellewaren im Grunde nur optische Aufbesserungen und Umfangserweiterungen, doch spätestens ab Teil drei sank das Interesse an Verfolgungsjagden. Viele Jahre sind vergangen und diesmal stellte Ubisoft Reflections ohne Atari ihr neues Baby fertig. Driver: San Francisco soll den Spieler wieder in die Sitze drücken – durch einen Misch aus Altem und Neuem.
Story
Seit dem zweiten Teil kennt man nicht nur den Namen des Ex-ÂRennfahrers und Undercover-Cops Tanner, sondern auch den des Killers und Schwerverbrechers Jericho. Und gerade als Tanner den üblen Burschen hinter Gitter gebracht hat, gerät bei einem Gefangenentransport alles außer Kontrolle. Jericho flieht mit Tanner im Nacken. Doch bereits nach kurzer Verfolgung ist Tanner in einen schweren Autounfall verwickelt, der ihn komatös zurücklässt. Sein Hirn bleibt aber aktiv und spinnt sich seine eigene Welt. Während sein Körper also im Krankenhaus ans Bett gefesselt ist, tut Tanner in seinen Gedanken alles in seiner Macht stehende, um die Pläne Jerichos zu durchkreuzen. Dieser Kniff mit der eingebildeten Welt gibt für einen Spannungsbogen wenig her, für die Spielmechanik ist er schon hilfreicher. John Tanner steht seinem Kollegen Tobias Jones bei, womit eine starke BuddyÂ-Movie Atmosphäre aufkommt. Die Story entfaltet sich sehr rasch, auch wenn man sich zuerst den Nebenmissionen hingibt. Sollte man eine Stunde am Stück spielen, wiederholt sich dann das ZusammenfassungsÂ-Filmchen. Dieses ist zum Glück überspringbar. Eine erweiterte Karte, Autokollektionen und zusätzliche Aufträge spornen zudem stets an, die Geschichte zu verfolgen. Mit den überaus schön geränderten und nicht zu langen Zwischensequenzen bleibt man interessiert. Die Geschichte bietet keine große Tiefe, ist aber unterhaltsam.
Grafik
Sofort fällt die Leichtigkeit auf, mit der das Gefährt über die Straßen gleitet. Nie kommt es zu Verzögerungen im Bildaufbau, die 60fps werden locker gehalten. Damit läuft das Spiel immer flüssig, was nicht unwichtig für präzise Kurvenfahrten ist. Was darunter gelitten hat, sieht man erst auf den zweiten Blick. Die Häuserfassaden sehen zu flach und trist aus. Das stört aber den Spielverlauf keineswegs. Die Automodelle sind sehr schön detailliert, sogar eine Cockpitansicht wurde eingebaut. Durch die eingeschränkte Sicht zur Seite innerhalb des Vehikels, ist diese Ansicht allerdings vereinfacht worden. Die Zwischensequenzen sind sehr hochwertig. Gespart hat man an den Fußgängern und deren Animationen. Viel zu steif, unsauber und blass wirken diese an den Straßen. Elegante Ausweichmanöver landen schon mal im Auto oder gar in einer Wand, was so fort ClippingÂ-Fehler auslöst. Doch da diese negativen Punkte in Teilen des Spiels auftauchen, die den Spielverlauf oder die Story nicht beeinflussen, sind sie eher eine kleine Auffälligkeit und einfach zu übersehen. Netter Touch: Autoschilder haben immer dasselbe Kennzeichen, den Titel des Spiels. Und da dies alles sich in Tanners kleiner Welt abspielt, ist eine Erklärung hinfällig.
Sound
Die Musik erinnert stark an die Vorgänger und fängt den Charme der 70erÂJahre sehr passend ein. Viele Stücke tragen die KeyboardÂ-Noten und Schlagzeug-ÂEinsätze von Jazz und begleiten den Fahrer. Musikfans werden den MusikÂLautstärke-ÂRegler auf Maximal schalten. Die Synchronisation ins Deutsche ist generell gelungen. Unter den Stimmen erkennt man schnell Benjamin Völz, der für die Synchronisation von Keanu Reeves und Charlie Sheen bekannt ist. Tanners Zuverlässigkeit bringt Sascha Roter mund sehr gut herüber und er gibt sich hörbar Mühe. Die Fahrgeräusche sind schon etwas schwächer. Ein Mustang bringt nicht das erhoffte Volumen und ein GT nicht die erwarteten Höhen. Und das ist für Autofreunde in einem Autospiel schon schwer hinzunehmen. Nettes Detail: Zoomt man in der Shift-ÂFunktion nach ganz oben, hört man das Piepen von Tanners Apparatur im Krankenhaus.
Singleplayer
Die Hauptmission ist das gelbe Fahrzeug der beiden StarskyÂ-und-ÂHutchÂ-Klone, neben diesem kann man über das Shiften in jedes beliebige Fahrzeug steigen und die Umgebung erkunden. Allerdings werden die übrigen Teile der Stadt nur mit Missionsfortschritt freigeschaltet. Für die Nebenmissionen muss man vieles tun: Ein einfaches Rennen, Verfolgung mit der Polizei, Hochtreiben des Pulses für den Fahrlehrer und überaus viele Stunt Herausforderungen. All diese Ausfahrten belohnen den Geist Tanners mit Willenskraft. Dies ist die Währung im Spiel, mit der sich Garagen, Autos und weitere Features ersteigern lassen können. Eine Funktion könnte direkt aus
Assassin‘s Creed 2 stammen: Je höher der Besitz an Autos, desto höher steigen die Einnahmen, die man in einer gewissen Zeitspanne erhält. So ist man motiviert zu investieren. Ein kleiner Dämpfer wird der Kauffreude verpasst, wenn man begreift, wie gerne man shiftet. Nur in Nebenmissionen wird das gekaufte Auto gezückt. Die Missionen zeigen große Vielfalt, so dass man immer motiviert bleibt. Vor allem die eingeführten Geschichten sprühen vor Ideenreichtum, auch wenn sie nicht sonderlich in die Tiefe gehen.
Multiplayer
Sehr zur Freude für Freunde von Gemeinschaftsfahrten spendiert Driver: San Francisco 19 Multiplayermodi. Darunter auch viele Offline-ÂSpiele für zwei Rennfahrer. Ob man einfach zusammen fahren will, Abfangen spielt, zusammen auf Verbrecherjagd geht oder sich mit sechs weiteren Modi vertraut macht  hier können Couchnachbarn sehr zufrieden sein. Online muss man sich den Großteil erst erspielen. Mit einem LevelÂ-System schaltet man Fähigkeiten und Rennen frei. Nicht ganz so motivierend, aber mit mehr Spielern fordernder. Leider wird dazu der EAÂ-OnlineÂ-Pass benötigt, den Gebrauchtkäufer oder Freunde des Verleihs nur gegen eine Gebühr von 10€ bekommen. Für Unentschlossene reicht wohl der Free-Trial-ÂZugang, um sich ein Bild zu machen.
Steuerung
Die Lenkung der Wagen steht hier im Mittelpunkt. Ob es die Geschwindigkeit oder die Kurvenlage ist, schnell hat man den Unterschied herausgefunden. Das Fahren selbst ist nicht ganz arcadelastig, aber das Heck lässt sich generell leichter Übersteuern als man das in FunÂ-Racern gewohnt ist. Mit ein bisschen Übung spielt man aber mit diesem Umstand und Kurven lassen sich einfacher passieren. Wer die Vorgänger gespielt hat, kennt die richtige Mischung aus Bremse, Gas und Handbremse, um wie ein Meister durch den Verkehr zu rauschen. Das Shiften verlangt nur wenig Übung und man findet schnell den Weg ins nächste Auto, was ein sehr rasches Vorankommen garantiert. Kurzum: Die Steuerung ist schnell erlernt.
Fazit
Fahrspaß wurde in
Driver schon immer großgeschrieben. Ohne die Shift-ÂFunktion hätte man einen sehr soliden Renntitel, der einem zeigt, wann man Skill erworben hat und wann man seine Fähigkeiten noch verbessern muss. Die Spieltechnik stimmt weitestgehend, allerdings muss man über fehlend ausgeprägte Motorengeräusche hinwegblicken. Das Shiften gibt einen erstaunlich gut funktionierenden Boost. Nicht nur die schnellen AutoÂ-Wechsel machen Laune, auch die damit verbundene Strategie im Spielverlauf und Multiplayer wissen zu unterhalten. Gerade außerhalb des Einzelspielers freut man sich über die neuen, intuitiven Modi.(pa)
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Spiel macht richtig spass, und die Grafik finde ich auch wirklich Super. Die Fahrzeugauswahl ist auch wirklich sehr gelungen, denn von den herrlichen Muscle Cars der 70er bis zu aktuellen Fahrzeugen ist wirklich alles dabei, was einem Glücklich macht.
Das Switchen finde ich übrigens Genial. Und wozu soll man denn aussteigen ? Bei einem Titel der Driver heisst, habe ich überhaupt keine lust sinnlos durch die Gegend zu latschen. Dafür gibt es ja schliesslich auch GTA.
Sonst müsste es ja auch eigentlich Walker heissen :-)
- kein aussteigen möglich
allerdings wäre der spielcharakter tanner nach dem unfall auf jeden fall tot :D
Ich hab nie was gehöhrt dass Driver 5 auf der PS3 rauskommt