PlayStation 3 Review
Grafik
7
Story
7
Sound
8
Singleplayer
6
Multiplayer
6
Steuerung
5
Gesamt
6,5
geschrieben am 03.02.2012
Wie es jedes Jahr kommt ein neues Fifa, ein neues Pro Evolution Soccer, ein Smackdown vs. Raw oder Call of Duty in die Verkaufsregale, so schafft es auch schon Dragon Ball Z, seine Teile in die Märkte zu bringen. Dabei sollen kleinere Änderungen ins Gewicht fallen und zum Neukauf ermuntern.
Story
Für Fans der Super-Sayajin kommt es bestimmt nicht überraschend, dass die Dragonball Z Story aus Manga und Anime im Mittelpunkt steht. So spielt man in der Hauptstory bekannte Szenen nach, die von Bildern aus der Manga-Reihe eingeleitet werden. Sogar manche Szenen aus der Serie werden abgespielt. In den Kämpfen selbst kommt es zu denselben Dialogen und Reaktionen. Leider werden während des Kampfes auch Szenen nachgespielt, die den Prügler unterbrechen. Bekannte motivierende Story, schön präsentiert.
Grafik
Die Charaktermodelle haben sich nicht viel verändert. Die Umgebungen sind etwas hübscher, besonders die Vielfalt der Hintergründe fällt auf. Die Effekte sind wieder äußerst bunt und farbenfroh. Große Attacken werden sogar filmisch eingefangen. Diese Animationen wiederholen sich aber sehr schnell und da sie einen Tick zu lange scheinen fällt das schon mal negativ auf.
Wer einen Blick auf das HUD wirft, wird sich etwas an die Armaturenanzeige in einem Auto erinnert fühlen. Der große grün leuchtende Kreis spiegelt die Gesundheit wieder. Je nach eingestecktem Schaden verfärbt sich der Kreis ins dunkelrot und fängt an Risse zu bekommen. Die genaue Lebensanzeige spiegelt aber die Zahl darüber wieder. Die KI-Anzeige darunter lädt sich auf, sobald man in einem ruhigen Moment Energie sammelt. Diese Anzeige ist aber nicht für Attacken verantwortlich, sondern lässt euch etwas stärker werden und Attacken gekonnt Blocken, Kontern oder Ausweichen. Die letzte kreisförmige Anzeige zeigt nun eure Energie auf, die ihr für Superattacken benötigt. Solide Grafik, die der Mangavorlage alle Ehre macht.
Sound
Wie man es von den Spielen kennt, sind alle Stimmen englisch und zeugen von hoher Qualität. Die Musik ist ebenso stimmig, hört sich aber sehr nach derselben Musik der Vorgänger an. Wer sich die Dialoge in anderer Sprache anhören will, hat dazu im Optionsmenü Gelegenheit. Kein Dragonball ohne massenhaft Explosionen und Kawumm. Dafür sind die Effekte zuständig, die bei erhöhtem Bass ganz klar heraustreten. Gutes Klangbild, wenig Neuerungen.
Singleplayer
Neben dem Comic kann man auch eine eigene Figur erstellen und sie im DBZ-Universum trainieren und kämpfen lassen. Zunächst sind die Gestaltungsmöglichkeiten noch sehr eingeschränkt. Zwei Frisuren und eine Glatze sind nicht viel. Mit der Hauptstory schalten sich nach und nach mehr Teile frei. Man kann sich von bekannten Figuren trainieren lassen und seinen Charakter puschen sowie weitere Techniken lernen. Im eigenen Haus lassen sich gesammelte Filme, Wiederholungen und Musik begutachten. Mit diesen Elementen bleibt man lange beschäftigt. Schade nur, dass man nicht schon zu Beginn mehr Möglichkeiten hat, den eigenen Charakter zu gestalten.
Multiplayer
Wenn man von der Geschichte genug hat und sich einfach nur in gute Kämpfe stürzen will, kann man das auch gegen einen Kumpel tun. Hier kann man sich Manno a Manno gegenüberstellen, oder in einem Team mit bis zu fünf Spielern kämpfen. Sogar ganze Turniere mit bis zu 16 Teilnehmern lassen sich zusammenstellen, wobei aber immer nur zwei Kämpfer zugleich ihr Können messen. Online lassen sich nicht ganz so schnell Wettkämpfer finden. Langes Warten und Verbindungsstörungen hemmen den Spielverlauf. Erst ein bestätigtes Match bringt eine stabile Verbindung.
Steuerung
Die Steuerung wurde wieder vereinfacht. Angriffstasten sind auf Kästchen und Dreieck gelegt. Energie lässt sich erst in einiger Entfernung schießen. Hat man erstmal ein paar Schläge gegen den Feind ausgeteilt, erscheint ein Quicktime-Event. Ähnlich wie bei Schere, Stein, Papier, hat der Angreifer die Wahl zwischen Dreieck oder Viereck. Ebenso drückt der Angegriffene eine der Tasten. Hat der Verteidiger dieselbe Taste gedrückt, ist der Angriff geblockt. Daraus ergibt sich eine 50:50 Chance, dass eine Angriffskette durchgeht oder gekontert wird. Wer die Techniken nicht beherrscht hat also eine gute Möglichkeit, nicht sofort als Anfänger fertiggemacht zu werden. Das nimmt dem Spiel etwas von seinem Charme. Immerhin schafft es die Steuerung, dass man den Gegner nicht einfach nur wegzuwerfen braucht, um die Superattacke von selbst aufladen zu lassen. Nur im Kampf ist dies nun möglich. Neue Versuche wurden hier gestartet. Doch etwas zu simpel ausgeführt.
Fazit
Wenn die Geschichte schon nichts Neues bieten kann, sollten zumindest anderen Änderungen interessant genug sein. Ein eigener Charakter ist die wohl größte Neuerung seit langem. Das hätte man aber motivierender gestallten sollen. Um die Lust zum Aufleveln zu wecken. Die Steuerung ist stark vereinfacht und verliert dadurch für Fans an Tiefe. Wer bereits einen der Vorgänger zuhause hat und keine Lust auf einen eigenen Krieger hat, wird sich von der hübscheren Grafik auch nicht ködern lassen. Jemand, der auf einen actionreichen Prügler aus ist, der mit Effekten und Soundkulisse aufwarten kann, ist bei diesem Feuerwerk richtig aufgehoben. (pa)
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