Dead Space 2
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PlayStation 3 Review
Jahre sind vergangen, seitdem man mit Isaac Clarke durch die dunklen Gänge der Ishimura stampfte. Die Atmosphäre und Story hob sich eindeutig von derzeitigen Horror-Shootern ab. Doch würde der Nachfolger die Spannung aufrechterhalten? Da von Spielern die Rede war, die den ersten Teil nie beendeten, weil sie den nötigen Mumm dazu nicht aufbrachten, sprach man von einer abgemilderten Version. Da werden wir wohl erneut den Mienen-Helm aufsetzen und mit unseren Schneidegeräten Aliens stutzen müssen.
Richtig gehört: Visceral Games hat sich die Kritik der Fans zu Herzen genommen und dem stummen, emotionslosen Ingenieur eine Geschichte, Gesicht, Stimme und Namen verpasst. Dadurch sollte man sich mit dem Charakter enger verbunden fühlen. Das kommt in den Zwischensequenzen recht gut an, vor allem da Mr. Clarke offensichtlich nicht nur an Gedächtnisverlust, sondern auch an Halluzinationen leidet.
Die Geschichte um den Virus wird geschickt fortgeführt. Auch wenn der erste Teil keine Fragen offen gelassen hat, bis auf die Endsequenz, wirft der Nachfolger gekonnt neue Fragen auf. Isaac wirkt nun bedeutend menschlicher. Stimme, Reaktionen und Erinnerungen fügen gekonnt das Bild einer verlorenen Seele zusammen. Doch andere Charaktere duldet das Spiel nicht, eine unsichtbare Stimme, auf deren Befehle wir hören, bleibt eigenschaftslos und sogar hin und wieder auftauchende Gesichter scheinen nur einen Satz zu sagen, um im zweiten von einem Ungetüm unterbrochen zu werden. Da bleibt die Frage: Sollte man die Monster in den weiteren Kreis von Charakteren aufnehmen? Denn vor allem die Bosse sind sehr interessant anzusehen, bevor man den Laser-Cutter ansetzt.
Die Aliens haben eine kleine Auffrischung bekommen, so sieht man in den Gesichtern und Wunden mehr Details und Farbpaletten. Auch neue Monster brachte der Virus hervor, die ebenso verliebt knuddeln wollen. Und das machen sie in den wildesten Gesten. Die Animationen wurden mancherorts zurückgefahren. Beinlose Monster verhalten sich auffällig ähnlich, besonders liegende Aliens springen immer erneut auf. Das wirkt nur kurz erschreckend, später nur noch lästig bis vorhersehbar. Unser Held hingegen bewegt sich eindeutig leichtfüßiger durch die Areale. Nicht so glückliche Spieler werden öfter die Todesanimation in verschiedenen Farben und Formen zu sehen bekommen.
Manchmal zischen die Entwickler aber an Geschmack und Logik vorbei. Ein aufgeschossenes Fenster, dass uns nach draußen saugt schließt sich nur mit dem Betätigen eines Knopfes darüber. Feuern wir darauf, schließt sich der Zugang. Schaffen wir dies nicht, werden wir von den sich schließenden Jalousien halbiert. Warum hat es sich doch geschlossen? Warum immer zu solch schlechtem Timing? Warum kann Isaac nicht einfach in die tiefe Stille des Weltalls? Nein, hier wollte man den Gore-Faktor betonen. Dieser hätte Dead Space 2 beinahe eine Indizierung in Deutschland gekostet. Nur durch die Entfernung des „Friendly Fire“ im Multiplayer Modus konnte dies verhindert werden. Die Zwischensequenzen sind wunderschön in Spielgrafik gehalten. Besonders hervorzuheben sind dabei die Übergänge von Zwischensequenz zu Spielzeit, die nahtlos verläuft. Auch das ist ein Hinweis auf die wunderbare Optik.
Nur mit der Lokalisierung scheint es nicht immer zu klappen. So hört man ein Monster, das ein Stockwerk tiefer oder drei Räume weiter ist oftmals nahe an seinem Ohr rasseln und kreischen. Das wirkt sich zwar auf die beklemmende Stimmung aus, aber einmal erkannt wird man den Gedanken nicht los, dass das keine Absicht der Entwickler war. Eine kleine, handgroße Lebensform hören wir minutenlang mal rechts, mal links von uns, ohne uns vom Verursacher entfernen zu können. Erst später finden wir es eingekeilt in einem Altar und pinnen es sodann mit einer Harpune an das selbige.
Doch was wurde aus der bedrückenden Atmosphäre, die durchgehend im ersten Teil anzufinden war. Allein die Stille, unterlegt mit einem Kratzgeräusch oder dem dumpfen Pochen aus der Entfernung ließ Spielern das Blut gefrieren. Die Necromorphs wussten damals auch zu schleichen und standen plötzlich hinter einem, nachdem man die Werkbank verlassen hatte. Die Stadt versucht zwar, durch allerlei Kniffe, den Spieler in eine reiche Welt zu versetzen, in der das Böse selbst ausgebrochen ist und in diesem Punkt obsiegt es ja auch, aber ein Gruseln kommt nicht mehr so stark auf. Kanone ausgerüstet, nachladen, komme was da wolle!
Die Waffen spielen hier ebenso eine bedeutende Rolle. Konnte man den ersten alleine mit dem anfangs gefundenen Plasmacutter beenden, wird man hier mit noch mehr Arsenal beliefert. Darunter neue Gesichter und alte Bekannte. Auch die für Upgrades vorgesehenen Knotenpunkte tauchen wieder auf. An dieser Spielmechanik hat EA nicht gedreht. Die Story ist sehr abwechslungsreich und trumpft mit allerlei Höhepunkten. Nur die Stimmung gleicht mehr einem Resident Evil 5.
Kleine Minigames, wie das Hacken einer Tür, sind wenig fordernd. Auch die kriechenden Reisen durch Schächte sind neu. Doch schon nach dem ersten Mal weiß man: Kein Zielen möglich, nur Vorwärts und schauen. Gegnerkämpfe sind Fehlanzeige. Wem die Schwerelosigkeit im ersten Teil gefallen hat, wird sie nun noch mehr zu schätzen wissen. Isaacs Anzug hat nun nämlich Düsen, mit denen er sich in der Schwerelosigkeit fortbewegen kann. Das fällt einem gleich sehr einfach und wird auch genügend oft gefordert.
Gut gelungener zweiter Teil.
Zur Grafik: Grafisch gesehen überzeugt DS2 mit klasse Lichteffeckten. Flackernde Lampen lassen den Nervenkitzel hochgehen wenn zusätzlich auch noch ein Necromorphschatten über die Wand saust. Der Ausblick aus der "Sprawl" ist eine Augenweide und lässt den Spieler die Dimension dieser Station spüren. Die alten grauen Korridore wie in "USG Ishimura" aus dem ersten Teil sind nicht mehr so stark in den neuen Levels vertreten, da diese aufgrund der diversen Locations auf der Station viel mehr Vielfalt bieten.
Spielspaß: Von der Irrenanstalt geht es über diverse Locations auf Necromorphjagd. Dabei kommt man an einem Shopping-District, einer Schule, den gigantischen Solarpanels an der Spitze der Station oder an einem Hauptquartier einer Sekte. Die bekannten Waffen aus dem ersten Teil sind wieder mit von der Partie. Ebenfalls sind ein paar neue vorhanden. Die Story ist einfach gestrickt. Isaac's Visionen fügen dem Spiel noch eine weitere atmosphärische Note.
Sound: - perfekte Gruselstimmung. Wenn plötzlich eine Hydrauliktür aufschnappt oder ein Rohrbruch eintritt, ist das genauso erschreckend wie ein plötzlicher Necromorph Hinterhalt. Im Vakuum deumpft der Sound ab, sodass man Isaac's Herzklopfen und Atmung in der Hitze des Gefechts hören kann.
Spieldauer: Ich habe DS2 zuerst auf einfach gespielt und beim ersten Mal ca.7 Stunden gebraucht. Je nach Schwierigkeitsgrad wird sich das nochmals um ein paar Stunden erhöhen. Mit dieser Spieldauer bin ich voll zufrieden gewesen denn so ein Umfangreiches Designtes Spiel habe ich lange nicht mehr gespielt.
Achtung: Wer die USK Version kauft, kommt nicht in den Genuss der DLCs, da diese nicht zueinander kompatibel sind.
Bei Dead Space 2 stimmt einfach wieder alles was ich von einem Horrorspiel erwarte. Nicht nur einmal hab ich mich so erschrocken das ich fast vom Sofa gefallen wäre. Wer Teil 1 gespielt hat MUSS Teil 2 spielen (und alle anderen auch). Kann garnicht groß noch was dazu schreiben, kauft es euch einfach!
Viel Schockmomente, Klasse Story!! Einfach genial!!
An jeden der was mit Horror-Spielen anfangen kann ein !!MUST HAVE!! :D
Absolut geniales Spiel. Atmosphäre ist der Hammer (an alle Angsthasen: das Spiel kann man auch sehr hell einstellen, doch das zerstört diese extrem gelungen Atmosphäre).
Schockmomente sind viele dabei. Nach einer Zeit denkt man dass man weiß wann man erschreckt wird... Pustekuchen. Wer Teil 1 kennt, weiß von was ich spreche.
Story ist eher flach aber reicht aus dass es nicht langweilig wird.
Absolut empfehlenswert dieses Spiel.
Spieldauer circa 10 Stunden was recht gut ist, wenn man es mit Spielen wir COD oder MOH vergleicht.
Volle Punktzahl von mir. Hat mich echt umgehauen.
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Dead Space 2 - Preisvergleich
















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