"Binary Domain" ist für mich das beste Spiel des Februars geworden:
Das hat ersteinmal vier
ausschlaggebende Gründe.
1. Die Story ist wirklich gut, inklusive tragischer Love-Story, politischen Verschwörungen und dramatischen Wendungen und Überraschungen im Plot, besonders zum Ende hin.
2. Das Gameplay, hier hat man stark von der "Gears-Steuerung" abgeguckt, und das ist auch gut so, die Action geht super von der Hand, und das Deckungssystehm und Granaten werfen, funktioniert ebenso perfekt, wie beim großen Vorbild.
3. Die Cut-Scenes: Die sehen absolut toll aus, und sind teilweise an Dramatik kaum zu überbieten, und sie bringen das Geschehen und die Story nach vorne. In diesen Szenen ist die deutsche Syncro dann auch kinoreif.
4. Das tolle Gegnerdesign: Es gibt so schön viele verschiedene Arten von Blechbüchsen und die lassen sich alle so schön zerlegen, es ist eine wahre Freude, die Shoot-Outs mit den Robots zu meistern, dazu kommen spektakuläre Endgegnerkämpfe, die endlich mal wieder auch so genannt werden dürfen, hier ist bildschirmfüllend schon nicht mehr ausreichend, toll inszeniert und bombastisch präsentiert.
Das sind die vier großen PLUS vopn Binary Domain.
Es gibt natürlich auch ein paar negative Aspekte, zb ist das Leveldesign teilweise sehr leer und trist gehalten, besonders der fünfte Abschnitt im "Amada-Konzern" wusste mich doch einigermassen zu langweilen, immer wieder die selben Gänge, immer wieder die gleichen Räume, aber das betrifft nur diesen Abschnitt.
Das Dialog-Systhem wurde nur halbherzig umgesetzt, meistens beschränken sich die Antwortmöglichkeiten auf ein Wort zb "Fuck, Yeah, Kinderspiel oder Mist", ist aber schon blöd, wenn die Frage darauf war, wie es einem geht.
Hier wurde nicht genug Herzblut investiert.
Ausserdem ist das Spiel leider zu leicht, man stirbt nicht sovort, sondern hat die Möglichkeit sich selbst mit Spritzen wieder zu heilen, normalerweise hat man davon ca fünf im Gepäck und wenn die alle sind, helfen dir die Kameraden auch noch.
Nur wenige Obermotze oder Situationen (der Endkampf!!!!) haben den Game over - Bildschirm zur Folge gehabt, werde wohl nochmal den Hard-Modus spielen, Normal war nicht die Riesen-Herausforderung.
Das Character-Design hat mir besonders gut gefallen, und einige der (teils prächtigen, teils mittelmässigen) Dialoge zwischen den Mitstreitern waren wirklich lustig und liessen einen schmunzeln. Toll war auch das Ende inszeniert, welches wirklich erst nach den Credits kommt.
Genug jetzt, "Binary Domain" oder "Gears of Robots" wie ich es gerne nenne, ist ein Supertitel, der mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen hat, aber für Fans eben von diesem Genre die richtige Wahl, auch wenn mangels Tempo und Leveldesign "Vanquish" nicht ganz erreicht wird.
Dafür stimmt hier aber der Umfang auch noch, man ist gute zehn bis zwölf Stunden beschäftigt, umd den "Amada-Konzern" zu Fall zu bringen.
Kaufempfehlung!!!!!! !!
bewertet am 08.03.12 um 06:34