PlayStation 3 Review
Grafik
8
Sound
8
Singleplayer
9
Steuerung
10
Gesamt
8,9
geschrieben am 10.06.2009
Mit dem Drücken der START-Taste aktiviert ihr nicht nur das Spiel, sondern gleich eine gewaltige Explosion die sich in das Herz von Empire City reißt. In der Mitte des Kraters, mehr tot als lebendig, erwacht Cole MacGrath. Ihr schleppt euch mit letzter Kraft ins Krankenhaus und genest 2 lange Wochen, während sich die Stadt um euch verändert.
Als in der Stadt eine Seuche ausbricht, wird die Inselgruppe unter Quarantäne gestellt, woraufhin die Stadt in anarchistischen Aufständen untergeht. Cole erwacht mit dem Verlangen herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Seit der Explosion hat sich Cole verändert und besitzt nun die Fähigkeit, Elektrizität zu beherrschen.
Story
So macht er sich in der ins Chaos gestürzten Stadt auf, um nach Antworten zu suchen. Da die Stadt abwechslungsreiche Missionen und Umgebungen aufweist, rutscht man nicht in das Gefühl hinein, alles schon einmal gesehen zu haben und Langeweile kommt auch nicht auf. Die Story weiß einen an der Stange zu halten und lockt mit sammelbaren Audiodateien immer weiter hinter die Geschichte des Ganzen. (Andere sammelbare Objekte, clever als Explosionsscherben getarnt, dienen zum Aufleveln eurer Energieleiste). Auch die Open-World auszunutzen und von der Insel wegschwimmen zu wollen, stößt auf eine durchdachte Grenze: Wasser lässt Coles Fähigkeiten auf ihn selbst wirken und er schadet sich. Daraus folgt aber auch eine weitere Konsequenz: In Empire City regnet es nicht, auch wenn das manch rar verteilte Pfütze vermuten ließe.
Grafik
Empire City teilt sich in drei Inseln auf, die untereinander mit Brücken verbunden sind.
Anfangs steht euch nur eine zur Verfügung, das fällt aber nicht weiter ins Gewicht. Die detaillierte Umgebung, mit ihren Missionen, Nebenmissionen sowie verteilten Sammelstücken, hält euch beschäftigt und auf Trab, so dass der Ruf nach mehr Raum gar nicht erst laut wird. In der Stadt begegnet ihr sehr vielen Passanten, die auf euch sowie auf ihre Umgebung, reagieren. Die Bewohner der Stadt fallen vor allem durch individuelles Aussehen auf und wirken nicht wie die Einwohner „Klonhausens“. Als Vertreter guter Taten, jubeln sie euch auf der Straße zu und erhoffen sich Hilfe von euch, während sie, solltet ihr euch der dunklen Seite verschreiben, vor euch flüchten. Die Stadt selbst, mit ihren Häuserblocks und Parks, ist sehr fein gestaltet und fühlt sich sehr lebendig an. Einzig und allein Tiere scheinen in Empire City verboten worden zu sein. Die Kräfte des Helden blitzen hell und eindrucksvoll durchs Bild und auch Explosionen sehen farblich schön aus.
Des Öfteren kann es jedoch zu verspätetem Bildaufbau kommen, Gebäude in der Ferne sehen beim schnellen darauf zu bewegen aus, als wären sie hinter Milchglas gehalten. Auch der Effekt der Schwäche-Sicht führt zu der ein oder anderen Grafik-Verzögerung. Auch werden euch Clipping-Fehler unterkommen, die Zweifel an der Physik-Engine aufkommen lassen.
Sound
Der Sound wurde sehr gut abgemischt. In engen Gassen hallen die Echos von Effekten realistisch wider, Blitze hinterlassen ein beeindruckendes Donnergrollen und Stimmen klingen klar. Die deutsche Synchro ist größtenteils gut gelungen, da Coles Stimme sehr gut zur Figur passt und Emotionen mitschwingen. Sein Freund, Zeke Dunbar jedoch, handelt sich mit seiner krächzenden, überspielten Stimme kein Lob ein. Die Stimmen der Passanten wiederholen sich an manchen Stellen, klingen aber nachvollziehbar.
Steuerung
Das wohl größte Plus des Spieles wird sofort in den ersten paar Spielminuten erkennbar. Cole steuert sich präzise, landet und fängt sich ab wie man es geplant hatte, ohne ungewollt von Dachrändern zu stolpern. Die gesamte Welt um den Protagonisten enthält Vorsprünge, Stangen und andere Formen, an die er sich locker hängen kann. Kletterfans werden sofort zu Fassadenstürmern werden. Man interagiert mit praktisch jedem Objekt und segelt nicht ungeplant daran vorbei. Doch genau dieser Punkt, der einerseits die große Stärke des Spieles repräsentiert, liefert auch einen Schwachpunkt. Während dem gewollten Vorbeifliegen, interagiert der Held zu oft mit der nächstgelegenen Kante und hält sich fest, was gerade während schweren Kämpfen ziemlich nervtötend werden kann. Auch das Ausweichen eines Zuges, durch Springen auf das übernächste Gleis, wird durch das Gleis dazwischen verhindert. Doch das sind nur Tropfen auf einen heißen Stein. Ein Stein der sehr schnell als Grundstein für andere Spiele werden könnte.
Fazit
Ohne einen Multiplayer, oder Online-Modus, liegen die Stärken des Spieles eindeutig auf der Einzelspieler-Kampagne. Die Grafik, sowie Animationen sind sehr schön gemacht, Effekte und Action laufen ruckelfrei über den Bildschirm und die lebendige Umgebung tut ihr übriges. Donnergrollen lässt die Bässe wummern, während sich Stimmen klar von der Umgebung hervorheben.
Das wichtigste an einem Singelplayer, dass die Story auch nicht zu kurz kommt. Diese ist sehr fesselnd und wird beeinflusst von eurer Entscheidung die ihr während des Spieles fällt. Zwischen den Hauptmissionen kann man sich an den Nebenmissionen austoben, oder einfach nur cool und elegant durch die Stadt ziehen, auf der Suche nach sammelbaren Objekten.
Die Musik ist zwar sehr imposant gestaltet, aber sehr rar gesät. Während sie erst in späteren Missionen wirklich auffällt, bleibt sie beinahe stumm, während ihr euch frei durch die Stadt bewegt. Hier geht ein kleiner Teil der Atmosphäre flöten.
Wer mal wieder ein Superhelden-Spiel mit guter Geschichte braucht, kann sich ohne bedenken in Empire City blicken lassen!
Nur nach dem Spielen nicht, aus Gewohnheit, in die Steckdose fassen! (pa)
Das Kiddi Spiel ab 18!
Da passiert doch einfach garnichts!
Deutschland ist mal wieder peinlich!!!
(für unwissende teen=fsk16)
In der Demo sieht man schon mal, wie fein die Steuerung ist, sprich, wie präzise das Zielen und Manövrieren von der Hand fällt!
Hier sind drei Bilder
http://www.golem.de/0806/60670.html