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MGVC - Master Grade Video Coding - Definition, Erklärung und Bedeutung

MGVC - Master Grade Video Coding

Bei MGVC (kurz für "Master Grade Video Coding") handelt es sich um eine Erweiterung des MVC Codecs, mit dem auch 3D-Inhalte als Full HD 3D Frame Packing Format auf die Blu-ray Disc kommen. Allerdings gibt es bislang ausschließlich 2D-Inhalte, die in MGVC kodiert vorliegen. MGVC wurde von Panasonic entwickelt und ist voll abwärtskompatibel zum aktuellen Blu-ray- und TV-Standard. Um jedoch die Vorteile von MGVC zu nutzen, bedarf es neuer Hardware.

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MGVC nutzt, vereinfacht gesagt, anstatt der üblichen 8 Bit pro Kanal gleich 12 Bit, wobei die restlichen 4 Bit in einem Sub-Stream gespeichert werden. AVC (der übliche Standard für Blu-ray Discs) unterstützt diesen Sub-Stream nicht. Dadurch kommt bei MGVC insgesamt eine Farbtiefe von 36 Bit zustande, während es normal lediglich 24 Bit sind. Bei 8 Bit pro Kanal sind insgesamt 256 Zustände oder Helligkeits-Abstufungen möglich, während es bei 12 Bit 4096 Abstufungen (und 281.474.976.710.656 Farben) sind und somit wesentlich mehr Details dargestellt werden können. Um diese Farbtiefe oder Color Depth auch darstellen zu können, müssen nicht nur neue Blu-ray Player genutzt, sondern auch Fernseher angeschafft werden, die Deep Color beziehungsweise eine Farbtiefe von bis zu 36 Bit unterstützen. Bislang gibt es nur in Japan entsprechende Blu-ray Spieler, die dieses Material auch tatsächlich so anzeigen können, wie es von Panasonic vorgesehen ist. Herkömmliche Blu-ray Player spielen die Discs auch ab, allerdings berücksichtigen diese nur den AVC Main-Stream und lassen den Sub-Stream unberücksichtigt. Neben einer höheren Farbtiefe sind zudem Bitraten von bis zu 60 Mbps möglich.


Es gibt aktuell nur sehr wenige Blu-rays, die MGVC nutzen. Dazu gehören vor allem die Filme von Studio Ghibli - wie "Prinzessin Mononoke" und "Porco Rosso". Auf den deutschen Blu-rays nutzt man dahingegen MPEG-4/AVC. Zudem gibt es in Japan einen Panasonic MGVC Sampler, mit dem sich Kunden eines passenden Players selbst ein Bild machen können. Diesen Sampler finden Sie in der Februar-Ausgabe (2014) des HiVi-Magazins. Die Blu-ray bietet neben unkomprimierten japanischen Tonspuren auch noch eine DTS-HD MA 5.1 und Dolby TrueHD 5.1 Tonspur sowie Ausschnitte aus Animes wie "009 RE: Cyborg" und "Coppelion". Als einziger Player ist der DMR-BZT9300 von Panasonic in der Lage, MGVC-Streams zu verarbeiten. Dieser bietet sogar die Möglichkeit, MGVC aus- und anzuschalten, um zu sehen wie das Bild mit 24 Bit - im Vergleich zu 36 Bit - aussieht.

Yoshiichiro Kashiwagi von Panasonic ist für die Entwicklung von MGVC verantwortlich und wird bei den Ghibli-Filmen auf Blu-ray Disc namentlich in den Credits erwähnt. MGVC wurde von Panasonic entwickelt, da man der Ansicht ist, dass AVC Qualitätslücken aufweist, die mit MGVC geschlossen werden können.


Wichtige Begriffe: 5.1, Bit, Blu-ray, Blu-ray Disc, DTS-HD, Deep Color, Dolby TrueHD, Farbtiefe, Frame, Full HD, MVC

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