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BluLife Blog von MoeMents

MoeMents

anSICHTEN

Aufrufe: 35
Kommentare: 11
Danke: 9
09. Apri 2018


Gefühlt schon länger her, gibt's wieder mal einige anSICHTEN meinerseits. Viel Spaß mit dem Rundumschlag aus meinem Sichtungsprogramm. Beste Unterhaltung!
 

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Thor: Ragnarok
USA 2017


Mit Led Zeppelin einzusteigen legt die Latte gleich mal hoch! Verdammt hoch! Die man erst mit dem erneuten Songeinsatz zum Finale wieder erreichen kann… und zwar hammerhart! Aber zurück auf Anfang…


Hela, eine verstossene Asgards, gibt sich mit 9 Welten nicht zufrieden. Der Göttin des Todes dürstet nach mehr und ihr Zorn soll als erstes Asgard erschüttern. Immerhin sagt die nordische Mythologie die Apocalypse voraus, aber hierfür benötigt es noch den Fenriswolf und den höllischen Surtur (Feuerriese - O-Stimme: Highlander Bösewicht Clancy Brown). Ob es aber überhaupt soweit kommt, hängt vom „Lord des Donners“ ab!


Der treibt zwischenzeitlich nämlich allerlei bunte Spielchen auf einem anderen Planeten und SMASHT sich auf ungewollten Abwegen die Seele aus dem Blitzkittel. Sein gestrandes Domizil weißt aber ein cooles TRASH-Design und allerlei Eigenarten auf, sodass "Ragnarok"  beinahe wie in optische Annäherung zum Guardians-Flair um die Ecke schießt. Auch der Humor tendiert eher in diese Richtung, sodass die bunte nordische Marvelcalypse wie ein kleines unausgesprochenes Bindeglied (zwischen Thor, Avengers und Guardians) wirkt, durch Synthiesounds und 80s-Motive aber noch seine eigene Note erhält!


Ebenfalls ist der Humor merkbar ausgeprägter (der brachialste im MCU) und an und ab so peinlich, wie der Trashplanet-Befehlshaber aka Grandmaster (Jeff Goldblum). Insgesamt hält das Adventure aber mächtig bei Laune! Die Geschichte an sich gefällt, man bringt etliche Figuren voran und das Design wirkt vereinzelt hammer ästhetisch, nur das viele Herumgeturne und –stehen vor Green Screens enttäuscht auffällig. Aber die Reise gipfelt wahrlich in einem (regenbogenreichen) Highlight, actionreich als auch emotional - und als Team begeisternd!


Meine Champs: Die Walküre (Tessa Thomspon) und Banner (Ruffalo) – wobei Hulk lieber keine Worte verlieren sollte. Und Blanchett ragt nicht nur als darstellerisches Highlight heraus, sie gibt auch noch den schärfsten Bösewicht des MCUs ab – verdammt nochmal!! Allein schon ihr Gang!

Insgeheim bin ich auch noch Fan des Infinity-Typs mit den braunen Augen. ;)

Weiteres Highlight: Das Bild/Symbol auf der Tür zum Geheimsversteck Asgards – herrliches Motiv, welches ich mal als Yggdrasil (Weltenbaum/Weltesche) einstufte; so oder so, richtig schön!
 

Taiki Waititi (Regisseur und O-Stimme Korgs) legt nach seinen Indieperlen also auch noch einen sauberen Einstand ins MCU hin und liefert mit Ragnarok ein ATARI-ADVENTURE des Schabernacks! Lässt letztlich keinen bunten Stein auf dem anderen, albert viel rum, aber bietet ein grandioses Finale – zum herrlichen „Immigrant Song“.

Schön ist auch, dass sich der „Lord des Donners“ endlich selbst entdeckt.

Notabene: Jetz muss ich wohl den Animationsfilm PLANET HULK sehen.

 

 

Detroit Rock City
USA 1999


Ein Schultag noch. Dann soll das lang ersehnte KISS-Konzert steigen! Blöd nur, wenn manch Eltern deren Sound für Teufelswerk halten! Wobei das die Jungs noch nie von was abgehalten hat.


4 bekannte Gesichter: Hawk (Edward Furlong/T2), Jam (Sam Huntington/Fanboys), Lex (Guiseppe Andrews, der Deputy aus Cabin Fever) und Trip (James DeBello, ebenfalls Cabin Fever)... on the way to rock.


alt textIn den späten 70s spielend, hängt man modisch zwischen den Bradys und einem rockigen Grungelook fest.
Erwachsen-werden scheint gar nicht so einfach, wenn überbesorgte Mütter gleich den Teufel an die Wand malen! Dennoch rockt die Sause ohne Ende, was natürlich grundlegend schon mal dem Soundtrack zuzurechnen ist. Für den Humor überzieht man in comic-haften Situationen und schon steht einem Road Trip (mit frivol pubertären Träumen) nichts mehr im Wege… der Übergang zu einer Nacht der Abenteuer ist selbstredend.


Denn die Jungs haben an diesem laaaaangen Tage so einiges abzuklappern und Hindernisse türmen sich immer wieder auf: Begonnen bei der Schulaufsicht namens Elvis, oder dem christlichen Heimvorsteher Pater McNulty, hat man vorwiegend gegen die resolute Mutter (Lin Shaye) anzustinken und sich auch unentwegt Sorgen über Konzerttickets zu machen… die schwinden nämlich schneller als man Amen sagen kann. Discorowdies on the Road bedeuten ebenfalls Ärger, genauso wie der verschwundene alte Volvo und und und…


Darüber hinaus gibt’s auch noch auf die Fresse – und das auf ziemlich seltsame Weise!


Hinzu ein grenzgenialer Soundtrack von AC/DC, Black Sabbath, Cheap Trick, Golden Earring bis hin zu T.Rex und ein paar Disco Nummern obendrauf, um die Subkultur-Unterschiede amüsant hervorzukehren. Demnach auch hinein in die Discothek 'The Raining Man', um mit Edward Furlong zur Striptease- und Kotz-Ekstase auszuholen… und wenn man dort die Augen offenhält, trifft man nicht nur Pornoalthase Ron Jeremy, sondern auch Shannon Tweed (Playmate 1982, B-Movie-Queen und Gene Simmons Ehefrau)!


Den Rest der akustischen Scheibe füllt natürlich KISS selbst auf, die sich ebenfalls zum Cast gesellen – wenn auch ohne Sprechrollen.

 

Adam Rifkin (ein Part aus Chillerama) inszeniert die rockige Sause eigentlich ziemlich kurzweilig und voll musikalischen Schwunges. Der ein oder andere könnte dem Teenagetrip vllt. einen kleinen Hänger im nächtlichen Detroit-Streunen vorwerfen, mich hielt es aber unentwegt bei Laune… also kramt eure Bandshirts vor, streckt die lange Zunge raus und rockt den Abend!


Die DVD ist mittlerweile schwer erschwinglich, weshalb ich ihn auf VHS guckte. Er stellt auch eine Medium-Schnittstelle von Video zu DVD dar... was man gleich am ersten Intro-Trailer der Kassette merkt, wo die DVD als Zukunft angepriesen wird! ;)

Um die 90 Minunten "Detroit Rock City" zu verlängern, kann man ja gern noch „This is Spinal Tap“ (1984) und/oder „Roadie“ (1980) anhängen! Oder auch wieder mal "Waynes World". *excellente*


 

 

Der Schatzplanet
USA 2002 – Treasure Planet


Jim Hawkins ist ein kleiner Rebell und liebte schon als Kind die Piratengeschichten rund um den Schatzplaneten. Mit 15 gerät er unerwartet an eine digitale Schatzkarte und stolpert in ein Abenteuer, das quer durchs Universum führt.

Disneys Anlehnung an den Roman „Die Schatzinsel“ (Robert Louis Stevenson) bettet sich nämlich im futuristischen Orbit! Laut Wikipedia gab es schon mal eine ins Sci-Fi verfrachtete Adaption des Romans, mit „Der Schatz im All“ machte sich eine deutsch-italienische Co-Produktion in Serie daran, einen Schatz zu bergen. Mit Anthony Quinn, Ernest Borgnine und Klaus Löwitsch sogar auf DVD erhältlich. Ebenfalls vergleich ich den Schatzplanet auch gern mal mit Ghiblis „Schloss im Himmel“ (1985), in dem sich ebenfalls Luftpiraten ein detailverliebtes Abenteuer liefern.


Bei solch Elementen bin ich irre gern an Bord!


Etwas Steampunk, herrlich dreckiger Industriallook, reichlich futuristische Elemente und prächtiges Luftsurfen auf abenteuerlicher Reise. Das ist der Stoff aus dem abgehobene Jule Verne Träume sind! Disneys Variante kann zwar nicht mit der gezeichneten Vielfalt und Detailtreue des erwähten Ghiblis mithalten, macht sich in seiner Unternehmung aber weitaus lockerer für einen unterhaltsamen und kühnen Abend voller Schatzfieber. Die Welten sind nämlich ebenfalls wunderbar anzusehen: Luftschiffe ohnehin eine Freude, strahlen auch die durchreisten Welten mit erlesenem Kreativ-Zauber, egal ob zu Luft (Wale) oder an Land eines weiteren Planeten - fürs Auge gibt es immer reichlich zu erspähen. Der Weltraumhafen eine wimmelnde Entdeckung, sind auch (abstruse) Tierchen und werdende Roboterfreunde eine bunte Erfindung wert. Obendrein gibt es mit MORPH einen Formwandler, der neben seiner visuellen Vielfältigkeit für jedmenge Spaß und Herz sorgt.

Der Junge im Mittelpunkt seine eigene Größe noch zu entdecken hat, gibt es neben facettenreichen Spacepiraten auch noch einen Koch als halben Cyborg im Solarflieger. Die Kapitänin, eine äußerst ELOQUENTE KATZE und der Wissenschaftler (mit herrlich viktorianischer Absteige), ein HUND! Wunderbarer Mix. Ahoi!


„Volle Kraft voraus Blechmann!!“


Da mir gezeichnete Animationen lieber sind, könnte man der computergenerierten Technik noch die glattgebügelte Optik ankreiden, aber um es mit den Worten der Katze auszudrücken, wäre das Jammern auf VERMALEDEIT hohem Niveau,… denn ich bin begeistert!! Neben „Atlantis“ einer meiner liebsten Animationsfilme. Hargh! Diese „fantastischen“ Welten mit Jule Verne Old School- und leicht viktorianischen Steampunk Flair, ich will MEEEEEHR davon! Der vorerst kitschig wirkende Goo Goo Dolls Song wurde übrigens schon zum Ohrwurm.

 

 

 

The Babysitter
USA 2017


Wenn die Eltern aus dem Haus sind, kann die Party steigen! Willkommen zu einem völlig abgefahrenen Sitter-Abend, der das Blut reichlich in Guilty Pleasure Wallung bringt!

Im Erzähltempo immer auf Zug, mutiert man vom knuffigen Babysitter-Stelldichein -deren Aktionen zum Verlieben geekig sind- zur abgedrehten Splatterkomödie. In der die Randfiguren ihren stereotypen Teenvorbildern alle überzogene Ehre machen - bevor man sie zum Brüllen derb durch die Mangel dreht.
 

alt textNeben einigen bekannten Gesichtern aus anderen Teen-Movies (Hana Mae Lee aus Pitch Perfect, Bella Thorne und Robbie Amell aus The Duff)... ist es das eingeschworene Babysitting-Duo bestehend aus dem jungen Cole (Judah Lewis aus Demolition) und der Aufpasserin Bee (Samara Weaving), das als Dreamteam begeistert: Schon begonnen bei der feierlichen Tanzeinlage bis hin zum krönenden Dialogsintermezzo als die beiden im Open-Air-Gartenkino eine Passage des Westerns Billy Jack (71) nachspielen.... kongenial!
 

Von Regisseur McG (T4) kann man halten was man will, für diese abgedrehte Angelegenheit ist er genau der Richtige. Und obwohl man es ohnehin nicht ernst nimmt, hält er sich im Vergleich zu "Charlys Angels" sogar halbwegs im physikalischen Rahmen - will man den finalen Mustang-Sprint zu Queens "We are the Champions" mal außen vor lassen. Was für eine geniale Szene!!! Besonders hierzu der Blick von Coles süsser gleichaltriger Nachbarin Melanie (Emily Alyn Lind), mit der anbei sowas wie eine kleine zuuuuckersüsse Romanze läuft. McG schneidet die Bilder auch so rasant und stilvoll, dass einfach pure Laune aufkommt und stets ein guter Look bleibt. Interessant auch die Perspektive wenn Cole und Melanie am Pausenhof verhaaren und alles um sie in Zeitlupe läuft. Ergibt zwar keinen Sinn, macht sich visuell aber toll!


Objektiv betrachtet mag "The Babysitter" natürlich völlig simpel konstruiert ausfallen, subjektiv gesehen macht man sich äußerst erfrischend neben der Spur! Kitschig naiv und auch blutig, ist schneidiger Survivalfight im straighten 80s-Charme angesagt! Ich feier den liebenswerten und stilvollen Teensplatter, nicht nur wegen seiner schönen 80s- und Geek-Referenzen!

Einmal wieder eine saftig gorige Horrorkomödie die zu "Tucker & Dale vs. Evil" aufschließen kann - zumindest beinahe!! Bin aber auch großer Fan von Teenmovies - von daher... ;)

Leider Netflix exklusive, weil Eigenproduktion.

 

 

 

Der Geisterjäger
AUS 1983 - The Spiritchaser – Frog Dreaming 


Brian Trenchard-Smith, eigentlich vielmehr Ozploitation-Garant, schuf neben seinem kuriosen Teen-Actioner "Die BMX-Bande" (83) auch noch dieses kindliche Abenteuer hier...

alt textCody (Henry Thomas aus ET) lebt in einem Wald umringten Valley zwischen den Bergen. Seit dem Verlust seiner Eltern, übernahm der beste Freunde seines Vaters die Obhut; der dem Jungen reichlich Freiraum gibt seinen innovativen Erfindergeist auszuleben! Weshalb Cody aufgrund waghalsiger Unternehmungen schon allseits bekannt ist.
 

"Mein Junge, jedes Mal wenn dein Gehirn anfängt Daten auszuspucken ist öffentliches Eigentum in Gefahr. Die Frauen beginnen zu schreien und die Hunde zu jaulen!"
 

Als er dieses Mal in einer verbotenen Zone eine Leiche entdeckt und mit ihr eine alte Legende um einen Aborigines-Geist, weckt das ihn in nur noch mehr die Neugier... und weitere Gefahren. Als kleiner Detektiv macht er sich ohnehin besser, als das ansässige Sheriff-Team.

Schon der Beginn vermittelt herrliches 80er-Jahre Kids-Adventure-Feeling, insbesondere wenn die gesamten Kinder des Ortes auf Fahrrädern durch die Gegend brausen um nur ja alles mitzubekommen, was der Junge erfinderisch von der Schiene lässt. Und nicht nur die Kids, auch die Erwachsenen sind großteils Feuer und Flamme für den Ausnahme-Abenteurer. Die geisterhafte Legende, um die sich der Film eigentlich rankt, sollte man eher im Hintergrund halten, da es sich vielmehr um eine kindliche Detektivgeschichte handelt, die man eben mit unheimlichen Motiven spickt!

Brian May (Mad Max 1,2) legt einen zauberhaften Score unter, der von schaurig bis verspielt recht bereichert. Gefühlvoll, als auch erheiternder Garant, sind darüber hinaus etliche Anektoten des Drehbuchs (Everett De Roche – Fortress/Razorback/Patrick), die sowohl kuriose Aussagen (der Nicht-Wind) als auch reichlich Gemeinschaftsfeeling hervorzaubern. Von lustig bis verquer, gibts allerlei ungewohnte Sätze zu hören – auch bestätigt durch die Typen aus der Dorfbar.


alt textGegen Ende verhält man sich in Sachen Logik und Auflösung sogar ziemlich Banane, holt inhaltlich aber nochmals aus und bringt verständliches Licht in absurde Vorgehen. Längen hat man zwar ebenfalls hinzunehmen, die Geschichte um ein Monster im „Drecksteich“ hat aber dennoch seine schrägen Vorzüge. Der Erfindergeist des Jungen liefert außerdem ein willkommenes Extras. 


Ein bequemer Sonntagsfilm, der übrigens im Februar (2018) auch endlich als deutsche DVD erschien (Bild anbei), mit Goonies-Poster-Motiv... wobei eine Blu-ray gleich mehr Freude hervorgerufen hätte.

 

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Coverbilder: bluray-disc.de, amazon.de
The Babysitter Poster: collider.com/Netflix

 

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