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BluLife Blog von MoeMents

MoeMents

Christmas in Connecticut - 1945 vs. 1992

Kommentare: 4
Danke: 6
24. Dezember 2017

 

 
 Beide Titel tragen Original den Namen 

 CHRISTMAS IN CONNECTICUT 

 

 

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Der s/w-Classic von Regisseur Peter Godfrey stammt aus dem Jahre 1945 und lässt Barbary Stanwyck (Frau ohne Gewissen) für Dennis Morgan kochen; würde sie denn kochen können! Gelegentlich läuft der Titel bei uns auch unter dem Namen "Weihnachten nach Maß".
 

Das 1992er-Remake fürs Fernsehen, bei uns "Weihnachten in Connecticut" oder auch mal "Schuld war nur der Weihnachtsmann" getauft, schickt Kris Kristofferson (Convoy) und Dyan Cannon in ein Küchen- und Weihnachts-Intermezzo. Der Film gilt bis heute als die einzige Regiearbeit von... jetzt kommts: Arnold Schwarzenegger

 


 

 

 Christmas in Connecticut - 1945 

Ein Matrose entgeht in Seenot knapp dem Verhungern. Um im Krankenhaus viel schneller an ersehnte feste Nahrung zu kommen, rät ihm sein Freund und Bettnachbar, etwas Tam Tam zu machen - und das, obwohl sich sein Magen noch schonen sollte. "Tam-Tam machen" bedeutet übrigens Flirten! Was er sich jedoch lieber verkniffen hätte, hätte er geahnt, dass die Kleine gleich Heiraten will!

Weil sich herausstellt das Soldat Jefferson Jones (Dennis Morgan) großer Fan einer Kochkolumne der berühmten Schreiberin Elizabeth LANE ist, schreibt seine Quasi-Verlobte (die Krankenschwester) dem Herausgeber des Magazins. Sie will dem Soldaten ein wunderbares Weihnachsfest auf die im Magazin so schön dargestellte Variante schenken. Auf der so bezaubernd umschriebenen Farm von Elizabeth Lane. Damit der Soldat weiß, wie sich so ein trautes Heim anfühlt, um vor Hochzeit und Heimisch werden keine kalten Füsse zu kriegen.

Der Herausgeber des Magazins der Krankenschwester noch etwas schuldig, will das sogar klappen. Weil die verträumten und so köstlichen Geschichten von Elizabeth Lane aber vollends erflunkert sind,...

... hat man gaaaaaanz schön viel vorzugaukeln!!

Nicht nur dem Matrosen auf Weihnachtsurlaub, auch dem Chef des Magazins!!
 

Elizabeth ist alles andere als die warmherzige Mutter und prächtige Hausfrau vom Lande, vielmehr eine kinderloses und Nerzmantel tragende Stadtschnitte, die sich ihr zauberhaftes Wohlfühl-Ambiente vom Lande und deren köstliche Gerichte aus den Fingern saugte. Da der aktuelle Freund von Elizabeth aber ein Häuschen am schicken Lande hat, müsste das schon klappen. Nun bräuchte man nur noch einen echten Koch -FELIX muss mit- und ein geliehenes Kind. Der aktuelle Freund gibt sich gleich als Ehemann aus und will Elizabeth sogar noch vor Auftauchen der Gäste tatsächlich heiraten.

Würden die nicht zu früh kommen und sich Elizabeth nicht in Jefferson Jones vergucken! Und auch umgekehrt!
 

alt textQuelle: hookedonhouses.net / Copyright: Warner Bros / Distributor: Lighthouse HE

 

Ein prachtvolles Anwesen im Schnee liegend, schön urig, ländlich. Und obwohls aus dem Studio stammt, kann das Leben am Lande wahrlich nicht mehr entzücken.

Tragen die Täuschungsmanöver schon automatisch allerlei verquere Humor-Situationen in sich, ist es der Koch FELIX (S.Z. Sakall) der die besten Lacher produziert. Allein schon seine Bekanntmachung mit der Haushälterin begeistert als heiterer Einstieg in die Küche des Landlebens. Was der noch alles dreht und wendet, vom Pfannkuchen begonnen bis zu manch Figuren-Gemüt, arrangiert er nicht nur manch Wendungen, sondern kocht sich mit der guten Laune auch noch in die Herzen der Anwesenden und Zuseher. Sodass sich Felix als die eigentliche Perle des Filmes herausstellt.
 

Der üppige Baum, der lodernde offene Kamin und der Matrose am Klavier... ein schöner Hl. Abend!
 

alt textQuelle: hookedonhouses.net / Copyright: Warner Bros / Distributor: Lighthouse HE

 

Mit dem bisher getäuschten Magazinherausgeber -einem passionierten Genießer und Schlemmer- der sich qausi selbst zum Essen eingeladen hat, wird die Show nur noch amüsanter... und wirrer. Besonders wenn tags darauf auch noch ein falsches Baby abgeladen wird! Letztlich hat man mehrere Ecken zu täuschen und eine vermutete Kindesentführung -war doch nur geliehen- lädt sogar noch die Polizei zum Ränkespiel. Herrlich verrückter Spießrutenlauf, in dem aber gewiss der humorvolle Aspekt und nicht die Spannung im Vordergrund steht. Letztlich kann man gewiss sagen... 

"Was für ein Weihnachten!"
 

Situationen wie die nächtliche Kühlschrankplünderung sind es dann noch, die das ganze auf herrliche Weise abrunden. Ich mag so kleine spleenige Wohlfühl-Details die irgendwie besonders und nicht alltäglich sind. Der Matrose und der immerhungrige Chefredakteur machen sich nämlich über das restliche Hühnchen her. Da kann sogar mal 'ne Kuh hinzu kommen und ein flottes Jingle Bells fehlt natürlich ebenso wenig.

 

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Copyright: Warner Bros / Distributor: Lighthouse Home Entertainment

 

Und sollten doch mal kleine Flausen auftauchen, glättet die wunderbar der umscheichelnde Score. Der hält sich schön dezent im Hintergrund, bietet aber dennoch ein markant wohliges Ambiente.

 

 

 

 

 Christmas in Connecticut - 1992 

... legt einiges gleich anders aus: Aus Elizabeth Lane wird die Witwe Elizabeth Blane (Diane Cannon), die als Fernsehköchin tätig ist, aber ebenfalls nicht die Bohne vom Kochen versteht und in ihrem Luxusappartement lieber in einen Burger beißt. Als in den Fernsehnachrichten die Geschichte eines Helden die Runde macht, sieht Produzent Yardley (Tony Curtis) die Möglichkeit, die Einschaltquoten in die Höhe zu treiben und lädt den Herrn ebenfalls... zur erfundenen Farm mitsamt Familie, zum Weihnachtsfest. Das Ganze soll ein großes Live-TV-Spektakel werden.

Den Helden übernimmt Convoy- und Countrylegende Kris Kristofferson. Der sowas wie einen zurückgezogenen Mountie darstellt, hausend in einer urig-edlen Blockhütte in Colorado. Als ein Schneesturm aufzieht, rettet er ein verschwundenes Kind und wird somit zum Fernsehhelden Amerikas. Eigentlich hat er null Bock auf die folgende Kochshow, braucht aber das Geld um sich eine neue Blockhütte aufzubauen - die ist ihm nämlich bei der Rettungsaktion abgefackelt!
 

Also auf nach Connecticut!
 

Inzwischen hat sich Elizabeth aus allerlei Freunden, eine Familie mitsamt Enkelkinder zusammengeklaut! Hieß der zu täuschende Boss im Original Yardley, übernimmt diesen Namen hier der schon eingeweihte Produzent, in dessen Rolle Altstar Tony Curtis inbrünstig überzieht und sich seine abstrusen Darsteller-Spässchen erlaubt... und auch gleich als Pseudo-Ehegatte von Elizabeth einspringt. Anders als im Original, hegt der keine echten Heiratspläne, würde Elizabeth aber gern an die Wäsche gehen! Der Part des übergeordnet zu täuschenden Produzenten fällt demnach weg, lässt gegen Ende aber Richard Roundtree (Shaft) noch in einer ähnlichen Rolle auftreten.


Die Stimmung ist gelungen, die Ausstattung macht sich recht weihnachtlich und beherbergt irgendwie heimeliges 90s-Feeling. Vereinzelt kommen sogar reale Winteraufnahmen vor die Linse, großteils setzt man jedoch wie das Original auf Studioattrappen und flockigen Kunstschnee. Egal ob beim Holzhacken oder im Aufbruch zur sonderbaren Jagd, richtig kalt wirkts leider nie.

Den alten VW Bully empfand ich noch als schickes Element...
alt textCopyright: Turner Pictures / Distributor: Lighthouse Home Entertainment /e-m-s

 

Der Humor schon über dem Limit, macht die teilweise Überzogenheit sogar Spass, rückt aber gewiss der Farce auf die Pelle. Besonders was Curtis angeht. Dass Schwarzenegger Regie führte, merkt man eigentlich nur an etlichen Anspielungen...

"Damit wirst du bekannter als Schwarzenegger." (schwarze Sonnenbrille)

... auf den Terminator. Außerdem darf Arnie noch ein Cameo nebst eines TV-Übertragungsbusses absitzen.

 

Die Familie wirkt echt abgedreht, zusammengewürfelt aus den verrücktesten Ecken, darunter auch Jimmy Workman - den man eventuell als Pugsley der Familie Addams kennt-, der so seine Kniffe auspackt um Extra-Taschengeld rauszuschinden... wenn er nicht grad hinter den Weihnachtsbaum reihert! Als tatsächliche Köchin fungiert Elizabeths Assistentin, die sich in der häuslichen Rolle als ihre Tochter ausgibt. Auf einen FELIX muss man hier aber leider verzichten.
 

alt textCopyright: Turner Pictures / Distributor: Lighthouse Home Entertainment /e-m-s

 

Das schauspielerische Ausarten bez. chaotischen Humors verträgt man noch, in Sachen Liebestwist kauft man Krisstofferson aber keine Regung ab.
Auffällig in Original und Remake ist die Tatsache, dass der Held stets eine (vermeintlich) verheiratete Frau anmacht. Teilweise ganz schön ungeniert - könnte manch einer meinen. Obwohl sich der Held im klassischen Original noch eher zurückhält und dieses Dilemma auch anspricht.

Als Anspielungen aufs Original übernahm man vereinzelte Momente, wie das Baby baden, das Pfannkuchen werfen, den Tanz gegen Ende und natürlich die Schlittenfahrt. Anderweitig hat man sich eher locker ans Original gehalten, um für minimale Abwechslung im ohnehin fixen Grundkonzept zu sorgen.

 

alt textCopyright: Turner Pictures / Distributor: Lighthouse Home Entertainment /e-m-s


 

Witzig ist meine Wahrnehmung beider Filme: Als ich damals das erste Mal den Classic sah, empfand ich ihn gar nicht als sooo gut. Dieses Mal bemerkte ich jedoch vielmehr Einzelheiten des illustren Kammerspiels und hatte richtig viel Spass mit diversen Anwandlungen. Ein Kanditat, den man sich auch öfter ansehen kann.

Das Remake hingegen entdeckte ich als Jugendlicher erstmals irgendwo im winterlichen RTL-Nachmittagsprogramm und fand ihn aufgrund der emotionalen Geschichte und des angenehm ausgestatteten Haus-Settings ziemlich gut! Damals achtete ich weder auf Schauspiel noch war ich anderweitig kritisch. Mittlerweile fand ich's nicht mehr ganz ganz rosig, vielmehr peinlich, wenn auch vereinzelte Punkte immer noch recht unterhaltsam oder stimmungs-nett waren.
 

Die Wahrnehmungen von damals also umgekehrt und somit beide etwas realistischer betrachtet, kann ich mich den imdb-Wertungen anschließen: 7,4 für das Original und 4,8 fürs Remake. So würd ich das mittlerweile auch sehen. :)

Es war mir eine weihnachtliche Freude!

 

Jetzt kann ich nur noch herzallerliebste WEIHNACHTEN wünschen! Habt eine schöne Zeit, genießt die Feiertage, esst nicht zuviel nach Mitternacht und falls 'ne Kuh beim Fenster reinäugelt, weist sie in die Stallung zurück und hütet euch dabei vor Dachlawinen. ;)

Ein FROHES FEST meine Freunde!

 

 

 




Besitze keinerlei Rechte an den Filmausschnitten.
Diese wurden bei den Bildern vermerkt.

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