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BluLife Blog von MoeMents

MoeMents

Gleisende Reisende soll man nicht aufhalten...

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Kommentare: 8
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19. Mai 2017

Alarmstufe: Rot 2 / Train to Busan / Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 / Last Passenger
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Heute hab ich wieder mal ein Sichtungsspecial für Euch, da einige Filme an Gleisen an mir vorüberzogen. Das Motiv immer gemocht, egal ob rustikale Gütertransporte, schneidige Kammerspielchen auf atmosphärisch ratternden Schienen, oder auch manch Bahnhofssetting... sind bei mir immer gern gesehen.

Damals zu meinen (h)eis(s)geliebten Winterblogkino hab ich schon auf die zugehörigen Weichensteller wie "Mord im Orientexpress", "Express in die Hölle - Runaway Train" (kommt endlich in HD - yuhuu), "Switchback - Gnadenlose Jagd", "Transsiberian" und "Snowpiercer" aufmerksam gemacht - von denen man sich keinen entgehen lassen sollte.

In meine Jahreshighlights (2016) schaffte es auch der dt. Krimi "Der Geisterzug" (1957), der jedoch fast gänzlich ohne Zug auskommt, dafür aber mit einer Bahnhofsnächtigung stimmungsreich brilliert.

Ebenfalls hab ich euch schon einen meiner Liebslingsfilme ausgiebig vorgestellt: UNSTOPPABLE! Der mich immer wieder von neuem, rasant und gefühlsbetont begeistert.

Aber auch weiters und ganz ohne eisige Umstände, macht sich so ein rollendes Abenteuer recht spannend. Viel Spaß und gute Unterhaltung, bei meiner weiteren Auswahl von der Schiene...

 

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Alarmstufe Rot 2
USA 1995 - Under Siege 2: Dark Territory


Der Koch mit den Spezialskills (Steven Seagal) läuft wieder zum Handkanten-Einsatz auf! Vom Schiff verschlägt es ihn dieses Mal mit seiner Nichte (Katherine Heigl) auf einen ZUG - der von Terroristen geka(r)pert wird, die unter Kontrolle eines 'WELT-RAUM-LASERS' jedes noch so beliebige Ziel per Knopfdruck in Schutt und Asche legen können. So auch das Pentagon!

In feinster B-Manier inszeniert man den rollenden Actionkult in bester 90s-Heroik, was besonders der treibend-pathetische Score und die eifrige schauspielerische Hingabe aller, zum Schmankerl dieser Helden-überstilierten Actionzeiten macht.

Tolle Practical-Stunts zu prächtiger Naturkulisse, ein altklassischer Zug und natürlich etliche Green-Screen und Logik-Späßchen. Ebenfalls dürfen peinlich-coole Onliner vom Chefkoch nicht fehlen!

Mit dem verrückt-genialen Techniker, einem kantigen Prügelknaben und schmierigen Waffen-Schnöseln, hat der Koch auf seiner blutigen Klettertour durch/über/auf den/m Zug auch reichlich Schaschlick zum Verarbeiten.

Seagal noch in Hochform, denn sobald der Name CASEY RYBACK erklingt, bekommen die Jungs Knieschlottern...

"Er ist der Beste von allen"...

...was ebenfalls die US-Behörden so sehen wenn sein Name fällt, obwohl die in ihrer Basis eigentlich sowieso reichlich zu tun und zu dramatisieren haben.

Alles herrliche B-Komponenten für ein kleines "gleisendes" Küchen Martial-Arts Fest!
Filme, die man heute trotz Titeln wie "Olympus Has Fallen" einfach nicht mehr hinbekommt; hierfür sind die (analogen) Zeiten einfach vorüber. Umso schöner diese Ableger der 80s/90s wieder mal zu genießen - im neuen HD-Bild. 

 

 

Train to Busan
Südkorea 2016 - Busan-haeng


Ein gestresster Yuppie-Papa will seine Tochter an ihren Geburtstag zur Mutter bringen. Doch dann bricht sowas wie eine Seuche aus,... und die Kleine wird ihren Geburtstag -und die ZUGFAHRT IHRES LEBENS- bestimmt nie wieder vergessen!

Neben dem Zombie-Outbreak pendelt man sich Charakter-thematisch fortgondelnd zwischen Egoismus und Altruismus ein. Hat ein recht mitmenschliches Ensemble und darunter gegenteilige Störenfriede zur stereotypen Nervigkeit - unter den Menschen,...

... die Zombies hingegen lauern überall und warten nur auf jeden so kleinen Reiz -etwas Bewegliches- um wieder rasant zur Jagd aufs Fleisch zurückzukehren. Teilweise fallen sie sogar wie sterbende Vögel vom Himmel, wenn sie sich nicht grad wie ein Fleckerlteppich ausbreiten. Inszeniert hat man sie mit verrenktem Knochen-knacken und zuckend-gruseliger Gestik (haben wohl die Asiaten erfunden/perfektioniert) sehr gut. Außerdem macht sich das Face-Make-Up, aufgepeppelt mit sich fein ausbreitenden CGI-Äderchen, richtig geil!

Jetzt liegt es aber an den Passagieren, rauszufinden wie DIESE Untoten ticken und welche Tricks anwendbar sind. Auf berstende Schädelfrakturen verzichtet man, knüppelt aber trotzdem recht heroisch drauf los!

Auf nach Waggon 13!!

Die abhanden gekommene Tochter -weil man immer mit dem Handy durch die Gegend eiert- muss gerettet werden, und schon geht ne Tour ala Snowpiercer los!

Auf typische Verhaltensabsurditäten verzichtet auch dieser Vertreter keineswegs, gestaltet sich ingesamt aber (visuell) weitaus eleganter. Effekttechnisch ist man von bemüht bis erstklassig wirklich wunderbar dabei. Die Reise macht sich für einen Genrevertreter auch überraschend lang, hält in seinen 2 Stunden mit einer Mischung aus Action, rasanter Bissigkeit und Emotion aber bei Fahrt. Die Kinderdarstellerin Soo-an Kim stellt sich als kleines Highlight heraus!  


Fast schade, dass ich hier so früh zugegriffen hab, später gabs ihn nämlich noch im Doppelpack mit der Animations-Vorgeschichte "Seoul Station" - vom selben Regisseur.
 



 

Die Entführung der U-Bahn Pelham 123
USA2009 - Taking Pelham 123


Bewaffnete Männer (unter Führung von John Travolta) übernehmen die New Yorker U-Bahn Linie Pelham 123, Walter Garber (Denzel Washington) der gerade Dienst in der Leitzentrale schiebt, kommt als erstes in Kontakt mit den Geiselnehmern:

Sie wollen innerhalb einer Stunde 10Mio.$ in schicken Scheinchen! Jede weitere Minute Verspätung kostet ein Menschenleben! Die Uhr tickt!
 

Wie in Echtzeit entbrennt ein Koordinations-Dilemma, indem vordergründig ein Dialogswechsel zwischen Travolta und Washington via Funkstelle unermüdlich am Geschehen hält, während ringsum alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um sowohl Lösegeld als auch Hintergründe zu organisieren: James Gandolfini hat als N.Y. Bürgermeister wichtige Entscheidungen zu treffen und John Torturro als Spezialist für Geiselnahmen die Situation zu entschärfen. Ryder hat jedoch mit Garber schon seinen liebsten Mann am Funk gefunden, und malträtiert ihn sogar persönlich - damit es, durch zu lüftende Charakter-Hintergründe, nicht langweilig werden kann. Außerdem scheint noch etwas Größeres hinter dem eigentlichen Plan zu stecken.

Natürlich schafft es Tony Scott mit soviel Realismus wie nur möglich, auch etwas Action einzubringen, weshalb ein eigentlich normaler Geldtransfer durch die City, sein Regie-Markenzeichen aufgedrückt bekommt. Den Rest erledigt er durch eine recht dynamische Kamerafahrt, die allem mehr Furore verleiht, als gelegentlich sogar stattfindet. Aber an Schneidigkeit hat es seinen Produktionen sowieso noch nie gemangelt. Visuell implementiert man mit einem gelben Farbfilter einen feinkörnigen, dreckigen Underground-Flair, als Kontrast zur linearen Schaltzentrale. Ausgezeichneter Look!

Travolta Bartschnitt gewinnt bestimmt keinen Schönheitswettbewerb, gelegentlich überzieht er auch seine Figur, geht aber doch noch als Glaubwürdig durch, Washington hingegen macht sich völlig souverän am Schaltpult und spielt trotz viel Aufregung fast schon die Ruhe in Person.
 

Wohl nicht Scotts Bester, und definitiv mit mehr Dialog und Thrill, anstatt der typischen Action ausgestattet, aber fesselnd bis zum Schluss!


Das Original „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3“ stammt aus dem Jahre 1974 und ließ Walter Matthau als Cop und Robert Shaw (Der weiße Hai) als Geiselnehmer Ryker aneinander prallen! 


 

 

Last Passenger
GB2013 – Zug ins Ungewisse


Ein Nachtzug durch London, ein paar auffällige Mitreisende und Station für Station reduzieren sich die Passagiere um nach Hause zu kommen. Ein vereinfachtes, lichtgedämmtes Setting, rattert man durchs nächtliche Ambiente... zur Unterhaltung kommt auch noch eine junge hübsche Frau (Kara Tointon) vorbei, um einen mit etwas Liebreiz zu unterhalten.

Wem das aber noch zu wenig ist, dem sei gesagt, es bleiben zum Auftakt der Spannung nur 6 Person übrig, der Zug verliert vollends seine Bremswirkung und brettert mit hoher Geschwindigkeit einem Dead-End zu!!

Die Rätseljagd beginnt: Warum dieser Zug plötzlich nirgends mehr anhält, der Schaffner nicht mehr auffindbar ist, es werden erschreckende Entdeckungen gemacht und auch die Notbremsen versagen!

Im Mittelpunkt der kleinen Darstellerrunde, Dougray Scott (Triffids, MI:2) als alleinerziehender Vater, der zwar gewiss nicht (meine) erste Wahl gewesen wäre, aber dann glücklicherweise doch nicht unpassend auffällt - wenn er auch keinen ehemaligen Söldner oder Ex-Cop verkörpert, sondern einen Arzt der durch einen größeren Unfall dringend in die Notaufnahme erwartet wird, so darf er für etwas Action doch auch mal ausrasten.

Grundsätzlich hält sich dieser „Zug ins Ungewisse“ mit einer leicht nebulösen Stimmung und Optik, ein paar Lens Flares und gräulich-gelbbraunen Farbfiltern, aber mehr ruhiger, spannender Natur und gondelt immer nur schrittweise mit ein paar kleineren Ideen weiter ins Unglück. Und auch der Score sowie die Soundeffekte können sich hören lassen, besonders wenn man im Making-Of erfährt wie sie (völlig abwegig) zustande kamen.

Der Thrill kommt grundsätzlich durch die geringe Besatzung, das nachtfiebrige Streunen durch die völlig verlassenen Zugabteile und dem Erörtern bzw. Rauslaufen auf ein mögliches Fiasko, in Fahrt.
Hinzu kommen die leicht künstlich wirkenden Verdächtigungen, so fallen vorerst ein sonderbarer Bürokrat (David Schofield), der steif auf polizeilich, akribische Ordnung drängt, und auch ein akzentreicher Schwarzfahrer (Iddo Goldberg) der lauthals Probleme macht, doch verdächtig zu Bild, bevor ihre anfängliche Nervigkeit sogar in Sympathie umschlägt… und sich der Schwarzfahrer sogar als hilfreicher Techniker (…und Zauberer) rausstellt. Die richtig süss wirkende Kara Tointen wird neben liebreizenden Flirtversuchen –macht die verführend auf Zucker- als Babysitter für den kleinen Sohnemann des Arztes, gelegentlich aufs Abstellgleis geschubst, darf dann aber im Cocktailkleid doch noch mitanpacken! Im O-Ton schon eine nette Stimme, in der Synchro nochmals herziger – klingt wie die Mutter aus HIMYM!

Die Fahrt lässt also keine Langeweile aufkommen, schon gar nicht bei Stimmungsfans; zwischendurch werden mit ein paar guten, gezielten (Digi-)Effekten auch immer wieder mal Katastrophen ausgeschunden, sodass nicht einzig nur die Funken der Bremsanlagen sprühen! Nur gegen Ende fragt man sich, warum man sich für weitere Dramatik nochmals blöd anstellt (Waggon von der falschen Seite abgekoppelt), aber ansonst fand die leicht budgetierte (2,5Mio.$) Reise ins Verderben richtig gut… stimmungsvoll! Wird zum guten Preis bestimmt noch zur Sammlung wandern.

 

 

Weitere mögliche Tipps:

Darjeeling Limited (2007), Howl (2015), Zug des Lebens (1998), Source Code (2011), Horror Express (1972), Ein Zug für zwei Halunken (1973), Money Train (1995), Creep (2004), Midnight Meat Train (2008), Der große Eisenbahnraub 1903 / 1979 / 2013 (Miniserie), Kontroll (2003), Derailed (2002), Death Train (1993), The Girl on the Train (2016), Der Polarexpress (2004), Breakheart Pass (1975), Der Fremde im Zug (1951)... 


 


Ich hoff, unsere kleine Reise hat euch gefallen...
... das nächste Mal nehmen wir das Flugzeug! ;)
Nun wünsch ich euch nur noch, ein wunderbares (sonniges) Weekend!




zuvor gesehen:
Arrival / The Invisible Boy / Im Herzen der See/All is Lost / Mad City /
Sing Street / Atlantis, der verlorenen Kontinent / Boomer / The Sandlot (Kids)

 

 
 
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