Test - Philips HTS3111/12 Soundbar Heimkinosystem

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01. Februar 2012
Auf der Suche nach einer Tonlösung für das Schlafzimmer hatte ich mir die Philips HTS3111/12 Soundbar und die JBL SB 300 zum Test geladen.
Die JBL durchleuchte ich in meinem nächsten Blog. Im übernächsten stelle ich euch dann meine finale Tonlösung vor, bei der dann auch deutlich wird, warum die Suche so lange gedauert hat.
Technik:
Die Soundbar besteht aus dem Riegel und einem passiven Subwoofer, der ein sehr langes Verbindungskabel samt speziellem Philips-Stecker mitbringt. Anschlussseitig gibt es einen analogen Chinch Anschluss, einen Optischen und einen Koaxialen Toneingang. Darüber hinaus bietet die Soundbar einen 3,5 Klinken Anschluss an der linken äußeren Seite, der somit zum Daueranschluss aus optischen Gründen wenig geeignet ist. Die Verarbeitung ist solide und die Optik gefällt. Ein Display gibt es nicht. Die Soundbar arbeitet mit Anzeigelichtern auf der Soundbar, die von vorne nicht zu sehen sind und somit auch nicht von vorne einzusehen sind. Beim verstellen der Lautstärke und der Bassintensität ist mitzählen angesagt, da man Lautstärke und Bass nach Gehör einstellt, ist das zu verschmerzen. Nervig ist die Feststellung, dass die Einstellungen nicht gespeichert werden und nach jeder Trennung vom Strom neu eingestellt werden müssen- das ist nicht zeitgemäß.
Praxis:
Ab Werk ist deutlich zu viel Bass zu hören, alles wummert unkontrolliert durch den Raum, das ist unakzeptabel einfach nur schlecht!
Die Lösung ist aber denkbar einfach, das Bassreflexrohr am Subwoofer mit Filz stopfen, dann werkelt nur noch die Bassmembran, aber die macht einen hervorragenden Job. Der Tiefbass ist ausreichend aber natürlich nicht mehr so tief wie mit dem Bassreflexrohr. Diese Veränderung bewegte mich dazu die Soundbar zu behalten.
Mitlerweile ist die Soundbar zu meinen Eltern ausgewandert, da ihre Denon Soundbar den Dienst verweigerte. Das Wohnzimmer bei meinen Eltern umfasst etwa 50 qm und dort klingt die Philips auch mit geöffnetem Bassrelfexrohr, sehr sauber und kontrolliert. Der Ton erscheint etwas dumpf in den oberen Mitten und Höhen, die Sprachverständlichkeit ist gut. Das Klangfeld ist angenehm, die Tonalität als solide zu bezeichnen. Ich war Überrascht dass die Soundbar Anflüge von Räumlichkeit realisieren kann.
Fazit:
Im diesem Preisrahmen sind die Mitbewerber ähnlich, es ist ein solider Ton, der den Fernseher akustisch aufbessert und schick aussieht. Wer Kino erleben will, der wird mit diesem Produkt nicht glücklich, dafür ist es aber auch nicht gebaut. Unglücklich ist hier die Bezeichnung "Heimkinosystem".
In meinem Kinoraum werkelt ein THX Select 2 System das natürlch in einer anderen Preisklasse spielt. Ein Vergleich mit der Philips Soundbar ist hier äußert unfair! Diese Vergleiche werden aber häufig ohne Rücksicht auf die Preisklasse angestellt und in diesem Vergleich kann man dann festhalten, dass jede Soundbar, auch die teuren, nur schlecht klingen. Eine Soundbar hat immer ein schlechteres Preis- Leistungsverhältnis als andere Tonlösungen, dieser Tatsache sollte man sich vor dem Kauf bewusst sein. Eine Soundbar ist eine Tonlösung mit dem Anspruch Lautsprecher mit Verstärker zu vereinen, wenig Kabel und einem schicken Design.
Die Philips Soundbar ist eine sinnvolle Aufwertung für jeden Fernseher und aus meiner Sicht auch die Sinnvollste, wenn es eine Soundbar im unteren Budget sein muss!
Ein Rätsel ist warum die Soundbar mit einem Subwoofer ausgeliefert wird, der mit offenem Bassreflexrohr, im kleineren Räumen, das Schlechteste Ergebnis abliefert, was ich je hören musste, aber der Umstand lässt sich schnell beseitigen, leichte Abzüge gibt es aber dennoch.
Testnote:gut - befriedigend
Preis- Leistungsnote: befriedigend