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BluLife Blog von Jason-X

Jason-X

Blu-ray Review: Silver Linings... großes Kino in modern

Aufrufe: 37
Kommentare: 4
Danke: 7
22. November 2016
Ein guter Film braucht eigentlich nicht viel, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf sich zu ziehen. Spektakuläre Actionszenen, Blut, Gewalt, Feuer, Kanonen, Verfolgungsjagden sind lediglich einfache Effekte um die Sensationsgier des Betrachters zu befriedigen und mit einfachen, aber meist kostenintensiven Mitteln Kurzweile zu erzielen. Bei einer herausragenden Handlung und erstklassigen Schauspielern sind diese Werkzeuge allerdings überhaupt nicht notwendig, da diese beiden Elemente die komplette Spielzeit ausfüllen können.

Einer dieser Filme ist „Silver Linings“, der zu Beginn doch sehr harmlos und langweilig erscheinen mag, aber schnell an Fahrt aufnimmt. Denn die scheinbar gewöhnliche Welt, in der die Handlung spielt, ist doch um einiges außergewöhnlicher. Der Protagonist Pat wird nach 8 Monaten aus der Klinik entlassen, in der er wegen manisch-depressiven Störungen verbrachte. Jake, sein Bruder, ist der reinste Egomane. Sein zwangsneurotischer Vater Pat sr. Scheint ebenfalls nicht alle Tassen im Schrank zu haben, während die Mutter Dolores immer mehr die Kontrolle über alles verliert. Sein Kumpel Ronny wird von dessen Frau Veronika tyrannisiert und. Deren Schwester Tiffany hat nicht nur ihren Job sondern auch ihren Mann verloren und überspielt dies mit einer unnahbaren Einstellung. Zu guter letzt gibt es da noch Danny, der ständig aus der Nervenheilanstalt türmt.
Wie man sieht, mehr als das normale Leben so bietet. Regisseur David O. Russell, der ebenfalls das Drehbuch verfasst hatte und bereits mit seinem Vorwerk „The Fighter“ positiv aufgefallen ist, hat mit „Silver Linings“ einen weiteren herausragenden Film abgeliefert. Die Geschichte basiert übrigens auf dem Roman The Silver Linings Playbook des Autors Matthew Quick.

Hauptdarsteller Bradley Cooper („Hangover“) hatte ja bereits bei seiner ausdrucksstarken Leistung in „Ohne Limit“ angedeutet, dass mehr in ihm steckt. Auf subtile Art und Weise verleiht er seinem Charakter Pat unglaubliche Tiefe und Zerbrechlichkeit, die zurecht mit einer Oscar Nominierung gewürdigt wurde. Diesen hat seine Partnerin Jennifer Lawrence („Die Tribute von Panem – The Hunger Games“) als beste Hauptdarstellerin mühelos einheimst. Ihre Darstellung der fragilen Tiffany, die nach Außen hin nur die Harte mimt ist atemberaubend. Meine Damen und Herren: Das ist große Schauspielkunst. Von der Frau wird man künftig noch vieles hören. Wenn Pat und Tiffany sich unterhalten, sich streiten, zusammen lachen, könnte das nicht authentischer sein. Der Zuschauer wird unweigerlich in den Bann der beiden gezogen und saugt jede ihrer Worte wie ein Schwamm auf. Vor allem wenn Tiffany impulsiv wird, ist die darstellerische Leistung wirklich hervorragend. Doch die Nebenrollen sind gleichfalls perfekt besetzt. Egal ob Robert De Niro, Jacki Weaver, Julia Stiles oder John Ortiz, sie alle sind sehr überzeugend in ihren Rollen.

Da ist es nur zu schade, dass von den zahlreichen Oscar Nominierungen, lediglich nur eine mit einer Auszeichnung bedacht wurde. In Anbetracht der großartigen Konkurrenz aber nicht zu verdenken. Immerhin an den Kinokassen war „Silver Linings“ ein sehr großer Erfolg. Bei einem Budget von 21 Millionen US-Dollar schaffte es die Produktion über 235 Millionen US-Dollar wieder einzuspielen. Lediglich in Deutschland war der Erfolg diesbezüglich sehr verhalten, da es lediglich etwas mehr als 316.000 Zuschauer in die Lichtspielhäuser verschlagen hatte, obgleich die Kritiken zum Großteil positiv waren. Immerhin besteht nun die Chance, sich den Film noch mal im Heimkino zu Gemüte zu führen. Der Titel stellt für Anhänger von großer Schauspielkunst definitiv einen Pflichtkauf dar!


Bild: Gedreht wurde analog mit ARRICAM Lite  und Studio Kameras auf 35mm Negativ. Das leichte Filmkorn fällt keineswegs auf, verleiht dem Film aber einen wunderbaren Kinolook. Das Bild ist sehr klar und detailreich ausgefallen. Die Schärfe ist mitunter wirklich phänomenal ausgefallen. Insbesondere bei Nahaufnahmen werden absolut winzige Feinheiten akkurat wiedergegeben. Weiche Darstellungen sind lediglich Ausnahmeerscheinungen. Der Look des Filmes ist sehr natürlich. So werden die Farben authentisch und nicht überwiedergegeben bei sehr gut eingestelltem Kontrast. Der Schwarzwert ist sehr kräftig bei guter Durchzeichnung. Beeinträchtigungen wie Kompressionsspuren, Banding, Rauschen oder Aliasing sind zu keinem Zeitpunkt aufgetreten. Bis auf sehr wenige Ausnahmen ist das Bild wirklich hervorragend.

Codec: MPEG-4/AVC, Auflösung 1920x1080p, Ansichtsverhältnis 2,35:1 


Ton: Bei einem Drama ist die Abmischung zumeist recht frontlastig, da die Handlung ausschließlich über die Dialoge transportiert wird. So drängen sich die Surroundeffekte keineswegs auf, sind aber nichtsdestotrotz vorhanden und schaffen mit einer Vielzahl an Hintergrundgeräuschen wie etwa in Bars oder auf der Straße für eine authentische räumliche Klangkulisse. Die Musik verteilt sich ebenfalls über sämtliche Kanäle und unterstützt diesen Effekt zusätzlich. Die Stimmen sind jederzeit deutlich zu verstehen und klingen sehr natürlich und klar. Die Abmischung ist insgesamt sehr authentisch ausgefallen bei guter Dynamik. Die Musik von Danny Elfman (Men in Black 3) unterstreicht die stimmungsvolle und emotionale Atmosphäre. Die Bässe erweisen sich ebenfalls genrebedingt als zurückhaltend, präsentieren sich aber wenn gefordert prägnant bei angenehmer Tiefe.

Deutsch DTS-HD Master Audio 2.0, Englisch DTS-HD Master Audio 2.0


Ausstattung:
•    Deleted Scenes (deutsch untertitelt; HD; 29:01 Minuten)
•    Making of “Silver Linings” (deutsch untertitelt; HD; 28:37 Minuten)
•    Das Tanztraining (SD; 1:19 min.)
•    Tanzen wie Pat und Tiffany (deutsch untertitelt; HD; 11:44 Minuten)
•    Steady Cam mit Bradley Cooper (deutsch untertitelt; SD; 0:55 Minuten)
•    Original Kinotrailer (HD; 2:00 Minuten)
•    Trailershow (HD)
•    BD-Live
•    Wendecover
 


Wertung:
Story:             8
Bild:               9
Ton:               8
Ausstattung:   7

Bildmaterial: Quelle bluray-disc.de Copyright Senator Home Entertainment - Alle Rechte vorbehalten
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Fantastisches ...
Danke für den ...
Schon ewig nicht ...
Dirty Dancing mit ...
Ich fand den Film ...
 

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