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BluLife Blog von IndyQ

IndyQ

Die letzten Jedi

Aufrufe: 74
Kommentare: 4
Danke: 8
22. Dezember 2017

Wir waren zu Dritt im Kino und waren uns anschließend alle einig, den Film erstmal sacken lassen zu müssen.

Während "Das Erwachen der Macht" einfach nur schlimm war, hat dieser Film Licht und Schatten oder eben eine helle und eine dunkle Seite.

Star Wars: Die letzten Jedi [Blu-ray]

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Der Ton war erwartungsgemäß bombastisch und macht gerade die Schlachten zu einem absoluten Erlebnis. Die Musik war für mich eher neutral. Es fehlte irgendwie ein markantes Musikstück, dass sich sofort einprägt, wie z.B. beim Schicksalsduell (I) oder dem imperialen Marsch (V).

Die Anfangssequenz in 3D war wirklich nicht schlecht, aber über den ganzen Film hinweg war es für mich ein eher überflüssiges Gimmick.

 

Die gezeigten Welten waren wirlich grandios und können durchaus als Bereicherung für das Universum angesehen werden..

 

Was gerade ältere Fans bei der Kombination Disney & Star Wars abschreckt ist ja der Humor, und wie sollte es anders sein, auch hier gibt es einiges zu lachen...oder zu bedauern.

Während manche Gags wirklich gut sind und auch in die entsprechenden Situationen passen (Stichwort: Türen öffnen) sind die Witzchen teilweise einfach nur schrecklich und nehmen dem Film und ganz besonders der Bedrohung durch die erste Ordnung so einiges an notwendiger Ernsthaftigkeit. Dabei wäre gerade bei diesem Film, aufgrund der Handlung und Entwicklung, eine dystere Atmosphäre wirklich besser.

 

Während Abrahams noch absolut schamlos einfach nur Teil IV kopiert hat geht Johnson einen Schritt weiter. Die Handlung geht teilweise tatsächlich neue Wege, verhackstückt aber auch diverse Elemente aus den Episoden V & VI. Das führt dazu, dass manche Wendungen absolut vorhersehbar werden, andere jedoch vollkommen überraschend kommen. Teil VIII wird sich dann wohl mehr an Star Wars Rebels orientieren.

Es ist nur zunächst schwierig den Film zeitlich einzuordnen. Kommt es einem doch erst einmal so vor als sei viel mehr Zeit vergangen schließt der Film eigentlich direkt an Teil VII an.

Grundsätzlich sind die 2,5 Stunden recht zügig vergangen, im Nachhinein betrachtet hätten dem Film aber 20 - 30 Minuten weniger auch nicht geschadet.

 

Wie haben die einzelnen Figuren auf mich gewirkt:

Rey: Hat für mich immer noch null Austrahlung, aber da der Film quasi gleich nach Teil VII ansetzt kann man auch kaum Entwicklung erwarten. Ich hoffe dass es in Teil VIII besser wird, ähnlich wie bei Luke von Teil V zu VI.

Finn: Wirk weniger nervig und albern und kann auch emotionale Szenen besser rüberbringen. Für mich eine deutliche Steigerung.

Poe: Hat deutlich mehr Spielzeit, die auch sehr zu seiner Entwicklung beiträgt. Hier könnte ein zukünftiger General entstehen.

BB-8: Seine Fähigkeiten grenzen zwar schon arg ans übertriebene, ähnlich den Flugdüsen von R2-D2 in Episode II, aber er macht seine Sache dennoch sehr gut. Auch wenn seine Ausdrucksweise ähnlich dreckig ist wie von seinem Vorgänger. Weshalb der eine Satz aus jeder Episode dieses Mal leider weggepiept werden musste "fg".

R2-D2 & C-3PO: Haben leider wieder nur sehr kurze Augenblicke, wobei 3PO es noch besser getroffen hat und er eher zu alter Form zurück findet.

Leia: Darf endlich auch einmal die Macht benutzen. Ob die „äußeren“ Umstände dazu aber wirklich jedem gefallen, wage ich zu bezweifeln. Ich fand es etwas daneben, es war zwar zum Teil für die weitere Handlung nötig, aber gerade in Hinblick auf Carrie Fishers Ableben hätte man da eventuell auch drauf verzichten können.

Chewbacca: Hat zwar ebenfalls nicht viel zu sagen, darf aber doch zeigen, dass ihn Hans Tod sehr mitgenommen hat. ICH VERSTEH IMMER NOCH NICHT WARUM ABRAHAMS IN AN LEIA HAT VORBEILAUFEN LASSEN! Außerdem bekommt er endlich mal ein Haustier.

Luke: Mark Hamil soll mit der Figur und seiner Entwicklung nicht zu frieden sein. Ich finde aber, dass er es super darstellt und den Film wirklich bereichert. Man merkt, dass er einerseits der erfahrene weise Meister geworden ist, sich andererseits aber auch noch etwas von seiner jugendlichen Naivität erhalten hat.

General Hux: Einfach nur eine Lachnummer und Witzfigur. Es fällt schwer, die Bedrohung durch die erste Ordnung ernst zu nehmen.

Captain Phasma: Hat zwar etwas mehr Spielzeit als im Vorgänger, aber so wirklich bedeutend ist die Rolle immer noch nicht. Für mein Gefühl sollte hier auf Krampf eine Neuauflage von einem Kultbösewicht Marke Boba Fett eingeführt werden. Aber das dürfte sich jetzt hoffentlich erledigt haben.

Snoke: Ein billiger Abklatsch des Imperators. Zitieren kann er, aber der Nachdruck, den Palpatine dabei zeigte, der fehlt hier eindeutig. Was auch daran liegen kann, dass er halt computeranimiert ist. Während es in Teil VII durch das Hologramm noch akzeptabel war stört es hier einfach gewaltig.

Kylo Ren: Wirkt immer noch wie ein Milchbubi, den man eigentlich übers Knie legen sollte. Aber wenigstens seine Wut kann man ihm abkaufen.

 

Was mir den Film am meisten vergräzt ist folgendes:

Zwei Jahre lang haben sich Fans den Kopf über viele Fragen zerbrochen:

Wer ist Snoke, wo kommt er her, was hat er früher gemacht, wer sind Reys Eltern.

Diese Fragen sind nun hinfällig, und zwar auf eine Art und Weise, das man sich einfach nur verarscht fühlt. Klar, im Falle von Reys Eltern könnte es auch ein Trick gewesen sein, der in Teil IX revidiert wird. Das hätte jedoch den faden Beigeschmack, dass es nur mal eben mit aufgeführt wurde um die Fans im Nachhinein zu beschwichtigen.

Auch frage ich mich in welche Richtung die Entwicklung von Rey jetzt gehen wird, wenn das ganze glaubwürdig sein soll.

 

Insgesamt gefällt mir der Film wirklich, hey es ist Star Wars, das möchte man nicht von vorn herein hassen, aber er hinterlässt doch an einigen Stellen ein mulmiges Gefühl. Ich  bin mal gespannt ob und wie der letzte Teil der Trilogie auch meine Meinung zu diesem Film hier noch im Nachhinein beeinflussen wird.

Grundsätzlich finde ich es jedenfalls schade, dass Disney sich von seinen "jungen, wilden" Regisseuren wieder trennt und auf alte Hasen, Marke Ron Howard oder Abrahams setzt. Denn trotz allem hat Johnson auch so einiges für die Fans eingebaut. Wobei ich inzwischen wirklich genügend Cantina-Szenen gesehen habe.

 

In diesem Sinne:

Tod ist eine Tür, Zeit ist ein Fenster.

 

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