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Warum ich mir "Stieg Larsson: Verblendung" so schnell nicht wieder anschauen werde

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26. Februar 2010
Heute soll es um meine Erfahrung mit dem Thriller "Verblendung" gehen. Da ich in meiner Bewertung nicht zu ausführlich werden wollte, gibt es die lange Version der Kritik an dem Film jetzt hier im Blog.

Die ungemein positiven Bewertungen der Bestseller-Verfilmung haben mich letzte Woche dann irgendwann überzeugt, dass der Film ins Regal muss. Auch wenn ich ihn mir nicht selbst gekauft habe - mein Vater, der Haupt-Initiator und Haupt-Neider meines Heimkinos ist, war mal wieder äußerst spendabel - bin ich hin und hergerissen:

Der Film lag erstmal etwa eine Woche bei uns in der Wohnung herum, den darauf enthaltenen Sherlock Holmes Trailer hatte ich schon 3 mal gesehen, aber immer wenn ich anfangen wollte, den Film zu schauen, kam was dazwischen. Gestern Abend hab ich dann doch die Zeit gefunden und mich auf einen - allen Rezessionen nach - wirklich spannenden und mitreißenden Thriller gefreut.

Das Buch hab ich nicht gelesen und so konnte ich den Film über auch mitfiebern, weil ich das Ende nicht kannte. Tja, hätte ich das Buch gelesen gehabt, dann wäre mir wohl auch die gewaltige Rahmenhandlung um den weiblichen Hauptcharakter bewusst gewesen - so traf's mich leider völlig unerwartet.

Der neue Gesetzliche Vormund stellt sich als widerliches Schwein heraus und gibt Geld nur gegen spezielle Dienste heraus. Die erste Szene, die darauf eingeht bleibt - für mich - noch im Bereich des Ertragbaren: Eine orale Vergewaltigungsszene, bei der der Zuschauer nur den Rücken des Mannes im Blickfeld hat. Für mich schon hart an der Grenze! Eigentlich will ich das nicht in meiner abendlichen Unterhaltung haben.

Soweit so gut, dachte ich mir und der Film lief weiter. Ein bisschen Schokolade auf die seelische Wunde und damit hatte sich die Sache! Wie sich herausstellt, zeigt sich der Vormund allerdings als weniger spendabel, als erwartet und das Geld reicht natürlich nicht. Ein erneuter Besuch, diesmal bei ihm zu Hause "schmückt" die Rahmenhandlung aus. Die Lisbeth ist bereit, mit ihrem Vormund zu schlafen, wenn er ihr das restliche Geld übergibt.

Leider ist der Mann davon zwar angetan, fesselt Lisbeth aber dennoch ans Bett und Vergewaltigt sie. Diesmal in voller Länge auf der Blu-ray und in HD Qualität und Surround Sound zu "genießen". Eigentlich hätte der "nächstes Kapitel"-Knopf hier zum Einsatz kommen müssen, aber in meinem Kopf hieß es die ganze Zeit: Ja, so lange können die das nicht mehr zeigen! Jetzt blendet die Kamera bestimmt aus. Oder jetzt...

Diese Szene sprengte meiner Meinung nach den Rahmen an Darstellungsfreiheit, den man einem Film (oder auch einem Buch, falls es da ähnlich anschaulich beschrieben ist) beimessen sollte. Im Speziellen kommt noch dazu, dass es sogar nur Teil der Rahmenhandlung war und deshalb auch eine abgekürzte Fassung der Szene dem Film nichts genommen hätte! Die Frage, die sich mir stellt, ist also: Ist Vergewaltigung am Ende kein Tabu-Thema mehr, das in einer Abendunterhaltung nichts zu suchen hat?

Versteht mich nicht falsch, ich bin wahrlich niemand, der bei jeder blutigen Szene die Augen zu macht und drauf hofft, dass es gleich vorbei ist, aber wenn ich so darüber nachdenke, dann steht "Vergewaltigung" tatsächlich ganz oben auf der Liste der Dinge, die ich in einem Film, egal welchen Genres, nicht sehen, ja eigentlich auch nicht mal angedeutet haben möchte.

Dafür mag ich Hollywood - da ist wenigstens noch so viel Anstand vorhanden, dass Szenen dieser Art nach einigen wenigen Sekunden zu Ende sind...

Würde mich freuen, wenn ihr eure Meinung dazu hier lasst: Darf man solche Szenen zeigen, oder sprengt das den Rahmen? Und wie kann man diesen Film dann ab 16 an die Öffentlichkeit lassen...?

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