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cpu lord

Kaiju Sommer 2017: Gamera Special #2

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17. Juli 2017

Kaiju Sommer 2017

1968 - 1969

 

Der fünfte Blog meiner Kaiju Sommer Reihe beschäftigt sich erneut mit der Monsterschildkröte Gamera. Meine Besprechungen basieren auf den DVDs der Legacy Collection von Cult-Movie Entertainment. Ich wünsche euch viel Freude.

 

Achtung: Die Filmbesprechungen enthalten Spoiler!

 


 

Ein Raumschiff vom Planeten Viras plant die Invasion der Erde, wird jedoch vom Monster Gamera zerstört. Die erste Mission mag gescheitert sein, die Außerirdischen konnte jedoch bereits die zweite Mission einleiten. Inzwischen besuchen die Kinder eines Pfadfinderlagers ein internationales Meeresforschungsinstitut, wo die Besucher die Möglichkeit erhalten sollen, mit einem Mini-U-Boot auf Tauchfahrt zu gehen. Durch einen cleveren Streich gelingt es den Freunden Jim und Masao, zuerst auf losfahren zu dürfen. Unterwasser treffen sie auf Gamera, jedoch trifft gleichzeitig das zweite Schiff der außerirdischen Invasoren ein, die das Monster mit ihrem Superfangstrahl festhalten. Mit letzten Kräften hilft Gamera, den Kindern aus dem Kraftfeld zu entkommen. Sie nutzen die begrenzte Betäubung ihres Gegners, um sein Hirn nach seinem Ursprung, seinen Stärken und seinen Schwächen zu durchforsten. Sie sehen, wie Gamera aus dem Eis erwachte, in Osaka von Barugons Eisstrahl gelähmt wurde und ihn schließlich im Wasser besiegt hat. Sie werden Zeuge seines Kampfes gegen Gaos, wie ihn seine Ultraschallstrahlen verletzen und wie er dem Jungen Eichi das Leben rettet. Die Außerirdischen erkennen, dass Gameras größte Schwäche seine Zuneigung zu Kindern ist. Kurz nachdem Jim und Masao zu ihrer Pfadfindergruppe zurückgekehrt sind, werden die Jungen von den Invasoren entführt und befehlen Gamera per Gedankenstrahl, sich zu ergeben, wenn er das Leben der Kinder nicht gefährden will. Das Schildkrötenmonster bricht seinen Angriff ab und die Männer vom Planeten Viras setzen ihren Gehirnwellenkontrollator ein, um das Monster für ihre Zwecke zu nutzen. Sie befehlen ihm, einen Staudamm zu zerstören und allgemeine Verwüstung anzurichten. Inzwischen erkunden Jim und Masao das Schiff, auf dem sie sich frei bewegen dürfen, ein Sicherheitssystem wacht jedoch über einen Replikator, um zu verhindern, dass sie sich keine Waffen herbei wünschen. Die Kinder fassen den Plan, die Mechanik des Raumschiffs umzupolen, um sich und Gamera zu befreien. Die ausgetricksten Aliens versuchen zu fliehen, Gamera schafft es jedoch ihr Schiff zu zerstören. Die Wesen schließen sich darauf zu einem riesigen krankenartigen Monster zusammen, um gegen den Beschützer der Erdenkinder zu kämpfen.

 

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Gamera gegen Viras - Frankensteins Weltraummonster greift an aus dem Jahr 1968 ist ein familienfreundlicher Science Fiction Film mit einer einfachen Invasionsgeschichte und zwei kindlichen Helden, die nicht nur Gamera sondern letztlich die ganze Welt mit ihrem frechen Ideenreichtum vor einer außerirdischen Bedrohung bewahren. Die Außerirdischen wirken in ihrer menschlichen Gestalt durch die Leuchten Augen und einen seltsame Szene mit einem geworfenen Armstumpf zwar ein wenig gruselig und die Monsterkämpfe sind etwas blutig, für Kinder im richtigen Alter sollten diese Inhalte jedoch nicht zu verstörend wirken. Ein wichtiger Kritikpunkt am vierten Abenteuer Gameras ist jedoch das Recycling zahlreicher Monsterszenen aus allen drei vorangegangenen Filmen der Reihe. Bei einer Laufzeit von nur ungefähr 78 Minuten dürfte ein sattes Fünftel aus wiederverwendetem Filmmaterial bestehen. Es handelte sich wohl um einen Kompromiss von Regisseur Noriaki Yuasa, um dem geschrumpften Budget und der hohen Produktionstaktung der Filme Herr zu werden. Umso überraschender ist, dass ihm letztlich trotzdem ein so eigenständiger und unterhaltsamer Film gelungen ist. Der Film liegt mit der DVD von Cult-Movie Entertainment als deutsche Erstveröffentlichung vor und wurde eigens für diese Veröffentlichung liebevoll im klassischen Stile synchronisiert. Die Bildqualität ist ausgezeichnet und bietet bisher den besten Transfer der Reihe. Hinzu kommt wie üblich ein interessantes Intro von Jörg Buttgereit und Bodo Traber, der zu diesem Titel zudem für das deutsche Dialogdrehbuch zuständig war.

 


 

Die Freunde Tom und Akio und die kleine Tomoko haben mit ihrem Teleskop die Ladung eines unbekannten Flugobjekts beobachtet und wollen diesem Ereignis am nächsten Morgen nachspüren. Während sich Tomoko von einem weißen Kaninchen ablenken lässt, finden die Jungs das Raumschiff und schaffen es versehentlich, die Maschine zu starten. Auf ihrem Weg durchs All begegnet ihnen Gamera, der sie aufzuhalten versucht, mit der Beschleunigung des Autopiloten kann das Monster jedoch nicht mithalten. Sie landen auf einem erdähnlichen Planeten mit sauerstoffhaltiger Atmosphäre und werden Zeuge eines Kampfes zwischen dem Fledermausmonster Space Gaos und einem messerartigen Wesen namens Guiron, das seinen Gegner im Handumdrehen zerstückelt. Mit einem Strahlenlift beamen sich die Kinder zum Eingang einer Weltraumbasis und begegnen den außerirdischen Mädchen Barbella und Florbella, die über einen Universaltranslator mit den Jungen kommunizieren können. Sie erklären ihnen, dass der Planet Terra von Monstern überrannt wurde und dass ihre Basis droht, von Eisgletschern eingeschlossen zu werden. Sie erhoffen sich, auf der Erde ein neues Leben zu beginnen. Sie teleportieren die Jungs in einen Erholungsraum und wollen zwischenzeitlich ihr Raumschiff warten, eigentlich haben die außerirdischen Menschenfresser jedoch weitere Pläne. Barbella befragt Akio ohne sein Wissen per Gedankenübertragung und lernt mehr über die Vorlieben der Kindern und über die Heldentaten Gameras. Die Weltraumnixe teleportiert sich zu den Jungs und bringt ihnen frisch Teigkringel und Milch, versetzt mit Schlafmittel. Im Schlaf spannt sie Akio in einen Apparat ein und rasiert seinen Kopf, um den Schädel zu öffnen und sein Hirn zu fressen. Bevor die Kreissäge ansetzt, wird das Mädchen durch einen Angriff Gameras abgelenkt. Als die Raketenabwehrsysteme versagen, lassen sie Guiron auf die Schildkröte los. Inzwischen ist Tom wieder erwacht, erfährt von den wahren Plänen der Weltraumschwestern und versucht gemeinsam mit Akio zu fliehen. Sie holen die Jungs jedoch mit den Strahlenliften ein und sperren sie in einen Käfig. Die Flucht der Außerirdischen mit dem Raumschiff wird jedoch von Guiron vereitelt. Barbella verletzt sich beim Absturz und wird von Florbella nach der grausamen Gesetzen ihrer Welt mit einer Strahlenwaffe dematerialisiert. Zwischenzeitlich kann Akio sich und seinen Freund mit einen gezielten Schuss seiner Spielzeugkanone auf den Öffnungsschalter des Käfigs befreien. Sie versuchen, Gamera im Kampf mit einer Atomrakete zu unterstützen. Er verpasst sein Ziel, erledigt mit dem Geschoss aber stattdessen Florbella. Die Riesenschildkröte ärgert sich indessen mit den NInjasternen Guirons herum und kann ihn letztlich schlagen, indem er seine Klinge in den felsigen Boden des Planeten rammt. Mit dem Raumschiff im Maul transportiert Gamera die Jungs zurück auf die Erde, wo sie von einer jubelnden Menschenmenge empfangen werden. Der Film schließt kindgerecht mit einer Moral.

 

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Gamera gegen Guiron - Frankensteins Monsterkampf im Weltall aus dem Jahr 1969 von Regisseur Noriaki Yuasa treibt die Infantilisierung der Serie weiter voran und bietet eine Science Fiction Monstergeschichte mit kindlichen Helden. Sie ist einfach gestrickt, sehr deskriptiv erzählt und zeigt einige Kuriositäten wie eine Turnübung Gameras an einem riesigen Reck im Kampf gegen Guiron. Die Riesenschildkröte gibt erneut den Freund aller Kinder. Monstereffekte und Miniaturen sind nicht auf dem Niveau des Godzilla Franchises, wirken jedoch charmant und unterhaltsam. Es wird bei der Gedankenübertragungsszene zwischen Barbella und Akio wie beim vorherigen Titel auf Stock Material der gesamten Gamera Reihe zurückgegriffen, glücklicherweise wird dieses Recycling jedoch nicht zu exzessiv betrieben. Trotz der Orientierung an eher jungen Zuschauern bietet der Streifen allerdings auch Szenen, die keineswegs kindgerecht erscheinen. So wirkt der Kampf zwischen Space Gaos und Guiron außerordentlich brutal, wenn die Fledermaus regelrecht zerstückelt wird. Das kindliche Spiel mit der Atomrakete ist dagegen eher irritierend als verstörend. Die FSK Freigabe ab 12 Jahren ist auf jeden Fall gerechtfertigt. Die DVD von Cult-Movies Entertainment ist eine weitere deutsche Erstveröffentlichung mit einer liebvoll klassisch anmutenden deutschen Vertonung nach einem Dialogdrehbuch von Bodo Traber. Der Bildtransfer ist auf dem hohen Niveau des vorangegangenen Titels. Das Intro von Jörg Buttgereit  und Herrn Traber ist gewohnt interessant und sehenswert.

 

Gamera gegen Viras - Frankensteins Weltraummonster greift an 7/10
Gamera gegen Guiron - Frankensteins Monsterkampf im Weltall 7/10

 

Ich hoffe, mein zweiter Ausflug in die Welt der Riesenschildkröte Gamera hat euch ein wenig gefallen. Auf Grund des eher geringen Interesses werden keinen weiteren Blogs zum Kaiju Sommer folgen, stattdessen werde ich meine Zeit anderweitig nutzen. Ich bitte um Verständnis. Meine Meinung zu den Blu-ray Titeln könnt ihr in meinen Berwertungen finden.

 

Wir lesen uns.

 


 

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