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BluLife Blog von Charlys Tante

Charlys Tante

Hans Zimmer Live in Prag

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Kommentare: 3
Danke: 6
06. November 2017

Wer sich Film Fan nennt, der kommt an ihm nicht vorbei. In unfassbar vielen Filmen hat Hans Zimmer mitgewirkt und mit dem Soundtrack zum Ridley Scott Bombast Film Gladiator die Richtschnur für die Soundtrack Produzenten extrem hoch gelegt. Erstmals verschmolz ein Film quasi mit seiner Musik und bildete eine Einheit, die man nicht mehr auseinander nehmen konnte.

Im Jahre 2016 und 2017 war Hans Zimmer mit einem Best Of seiner Filmmusik und einem Orchester in dem er ein Bestandteil ist und das aus insgesamt 70 Musikern und einem Chor besteht auf Tour und ich und einer meiner Söhne durften auch an einem Konzertabend teilhaben an diesem Bombast Sound, der mein Musikempfinden drastisch verändert hatte und dem ich bis heute auch treu geblieben bin.

Lange haben wir darauf warten müssen, nun ist sie da die Scheibe, die die vielen im Netz befindlichen Videos von Zuschauern massiv in den Schatten stellt und an Soundgefühl wohl schwer zu Topen sein wird.

Neben der Blu Ray Disc habe ich auch die dazugehörige CD und natürlich ist auch das wieder auflebende Vinyl im Handel erhältlich.

Alleine das Intro macht schon Freude auf das was einen dann erwartet und da verspreche ich hier nicht zu viel, es ist GRANDIOS. Besser kann man ein solches Konzert eigentlich nicht präsentieren. Es erscheint auch so, das hier Hans Zimmer maßgeblich seine Hände im Spiel hat, so wie immer, wenn es um seine Babys geht, die er dem Publikum in ihrer besten Fassung präsentieren möchte.

Über 150 Filmprojekten hat er seinen musikalischen Stempel verpasst. Die wichtigsten habe ich aufgelistet:

Es sind allesamt erfolgreiche Blockbuster und wer seine Musik gehört hat, der weiß auch warum. Hans Zimmer hat ein feines Gespür für den Erfolg entwickelt und deshalb möchte auch jeder mit ihm Arbeiten. 20 Stunden an 7 Tagen soll er in seinem Studio in LA verbringen um an neuen Sounds zu tüfteln. 70 Mitarbeiter sind in dieser Soundfabrik beschäftigt, ohne einen solchen Stab wäre das Pensum wohl auch nicht machbar. Zahlreiche Preise und Oscar Nominierungen sowie einen Oscar hat er dafür bisher bekommen.

1989: Rain Man

1995: Der König der Löwen (gewonnen)

1997: Rendezvous mit einem Engel

1998: Besser geht’s nicht

1999: Der Prinz von Ägypten

1999: Der schmale Grat

2001: Gladiator

2010: Sherlock Holmes

2011: Inception

2015: Interstellar

Als akribischer Musikarbeiter kann es sein, dass seine auf den Punkt austarierten Sounds erst kurz vor der Filmpremiere fertig gestellt sind, wie er in einem Interview einmal sagte.

Aber benötigen diese Sounds eigentlich auch Bilder um zu funktionieren. Sicher gibt es Filmscores, die nur mit dem Bild zusammen funktionieren. Hans hat es zudem geschafft, die Musik teilweise als dominante Größe über den eigentlichen Film zu stellen. Dann funktionieren seine Sounds auch vollkommen ohne Bilder. Diese sind dann im Kopf des Zuhörers.

So kann man auch dieses Konzert eigentlich hervorragend ohne ein Bild genießen. Wären da nicht die grandios inszenierten Bühnenbilder

und die zauberhaften ja, fast Feengleichen Geigerinnen die hier eine wahre Augenweide sind.

Aber auch sonst ist die Gesamtinszenierung, auf der Blu Ray Disc genauso, wie ich das Konzert in Erinnerung habe. Auf Grund der Tatsache, dass es sich hier um einen Konzertmitschnitt handelt, sind die Vorträge von Hans Zimmer vielleicht etwas umfangreicher als ich sie bei meinem Konzertbesuch in Erinnerung habe.

Hans Zimmer hat es geschafft, die orchestrale Filmmusik mit der Pop und Synthesizer Musik zu verweben und vollkommen umzukrempeln. Fragt man ihn nach seinen Vorlieben so steht klassische Musik neben Kraftwerk und den Beatles sowie auch den Rolling Stones gleichberechtigt nebeneinander. Auch nur so ist es erklärbar, wie ein solcher Kopf so phantastische Kompositionen hervorbringt.

Herausgekommen sind wie schon gesagt Musikkompositionen, die auch neben dem Film eigenständig stehen können und so hatte sich Hans Zimmer überreden lassen und im Jahre 2016 auf den Weg gemacht seine Filmmusik einem Publikum "erstmalig" selbst live und mit einer grandiosen Orchestralen und famosen ganz besonderen Lightshow zu präsentieren.

1957 ist Hans Zimmer in Frankfurt am Main geboren und so klein er auch scheinen  mag, so groß ist seine Musik und wenn er die Bühne betritt, ist das Publikum nicht mehr zu halten und so bekommt er schon Standing Ovation, bevor er auch nur einen Tack in die Tasten gehauen hat oder sich an der E Gitarre zu schaffen macht.

Sein Vater starb als er 6 Jahre alt war und oft musste er die Schule wechseln. Seine Mutter schickt ihn von einem Internat zum anderen. Trost fand er schon damals in der Musik. In London kam er mit der New Age Szene in Verbindung und schaffte dort mit der Gruppe Buggles 1981 den Hit " Video killed the Radiostar", der dann auch noch als erstes Musikvideo auf MTV lief.

Es sollte der Beginn einer unglaublichen Karriere werden, denn Hans Zimmer fühlte sich der Filmmusik besonders verbunden und schaffte über die Musik zu Rain Man  den Sprung über den Teich. Heute kurz vor seinem 60. Geburtstag, dem man übrigens im Jahre 2018 eine Symphonieshow mit seinem Soundtrack Dirigenten Cavin Greenaway und Lisa Gerrard witmend, ist er schon eine Soundtrack Legende.

Hans Zimmer möchte die Musik für sich wirken lassen, erklärte er in einem Interview, deshalb wird konsequent auf eine Filmbildunterstützung verzichtet. Außergewöhnlich ist die Lightshow,

die sich wie Farbtupfer über jeden Mitspieler legt der aktiv ins Musikgeschehen eingreift. Anders als im Konzertbesuch, sieht man dieses Farbenspiel jedoch nicht ständig, da das Bild natürlich näher an die Bühne heranrückt und die Musiker in ihrer ganzen Pracht präsentiert.

Das ist zum einen toll, zum anderen hatte aber auch gerade diese Art der Gesamtbildinszenierung etwas ganz besonderes und wird hier teilweise leider etwas ausgeblendet. Das ist aber Meckern auf sehr hohem Niveau und dem besonderen Einfluss des Konzertbesuches geschuldet.

Ein wunderbares Konzept, das die Komplexität der Musikkompositionen erst offenbart, aber auch zeigt, mit wie wenigen Instrumenten man wahre Emotionen darstellen kann. Neben freudigen Momenten gibt es auch beklemmende, euphorische und zu tiefst emotionale Momente. Hans spricht zum Publikum und erklärt seine Gefühlswelt.

Er erzählt von der Euphorie zu Gladiator, über den König der Löwen sein erstes mit dem Oscar prämiertes Filmmusikprojekt und erzählt immer wieder kurze Geschichten zu der Entstehung der Filmmusik. Er spielt die Musik nun so, wie er sie sich vorgestellt hatte, teilt er mit.

Dabei weicht er teilweise von dem Score auch etwas ab und so ist jeder Part eine kleine musikalische Offenbarung. Bilder der Filme verfolgen die Szenerien im Kopf mit. Dieses Konzert brauchte wahrlich keine Filmunterstützung, so kann man sich ganz und gar den Kompositionen hingeben und somit voll genießen. Diese Musik funktioniert somit auch wunderbar ohne diese Bilder und erzeugt somit eine Konzentration auf das Wesentliche und macht das Erlebnis hierdurch sogar noch intensiver.

Bild:

Das Bild ist so wie die Musik einfach makellos und es wurde geschafft, das Bild trotz den vielen Farbenspiele dennoch immer extrem scharf abzubilden, denn es wurde hier im Gegensatz zu vielen Rockkonzerten auf Nebel voll und ganz verzichtet, sodass das Bühnenbild immer sehr tief und durchsichtig war. Jede kleine Feinheit konnte somit erfasst werden. Man konnte sogar etwas mit der Bildschärfentiefe spielen und so den einzelnen Bildern noch etwas Filmisches mit auf den Weg geben. Die Anordnung der Kameras war zudem sehr vielschichtig, sodass das Bild auch nie langweilig wird.

Ton:

Ja, der Ton, da findet man fast keine Worte. Neben dem schon fast zu massiven Gesamtsound gesellt sich ein extrem filigranes Klangbild das extrem Facettenreich in Dolby Atmos auf der Scheibe enthalten ist. Leider verfüge ich noch immer nicht über einen Dolby Atmos AVR, dafür habe ich aber einen Yamaha, der über das hauseignen Presence Ton Höhen Verfahren verfügt und mit dem entsprechende DSP Programm für die Halle Vienna, neben dem nativen Tonsignal noch die Höhe mitliefert, sodass die Chöre und die Musikinstrumente, die etwas höher auf der Bühne etabliert sind auch höher gelagert sind und sich so ein Klangbild einstellt, das schon sehr nahe an eine Originaldarbietung heranreicht. Schließt man die Augen, dann bringt einen dieser massive Sound sofort in die Konzerthalle und man bekommt unweigerlich Gänsehaut. (Eingepegelt auf den von mir im Konzert sitzplatzbezogen ermittelten Pegel von 82 dB (A), was eigentlich gehörmäßig schon grenzwertig ist und nicht über eine gesamte Konzertzeit ausgehalten werden kann, sodass ich nach dem Versuch auf gut hörbare 72 dB(A) runterregelte).

Die Musikbühne ist einfach riesig und die Tiefenstaffelung im Klangbild sensationell.

Der Tiefstbass bringt den Raum so wie auch in manchen Filmszenen an seine Grenzen, sodass ich auch hier etwas anpassen musste, damit er keinen Schaden nimmt. Mit meinen insgesamt 14 Lautsprechern, die bei dem eigestellten DSP zum Einsatz kamen, war der Sound für mich nicht mehr zu toppen.

Mittlerweile habe ich auch die CD mit dem Konzertinhalt gehört und muss Dieser ebenfalls ein großes Kompliment machen. Die Tonqialität ist ebenso großartig wie das Konzert auf der Blu Ray Disc. Feinfühlig und dennoch sehr massiv im Klangbild. Wer sich also gerne nur der reinen Musik hingeben möchte, der liegt hier auch nicht falsch.

 

• Concert Part 1: Opening medley... Hans' welcome in Czech language and remembrance of Tony Scott

• Driving (Miss Daisy)

• Discombobulate (Sherlock Holmes)

• Rescue Me / Zoosters Breakout (Madagascar)

• Roll Tide (Crimson Tide)

• 160 BPM (Angels and Demons)

Gladiator medley... Introduced by Hans' story about Gladiator (Hans' wife: "oh you boys")

• The Wheat (with Czarina Russell) (Gladiator), The Battle (Gladiator) • Elysium (Gladiator) Now We Are Free (Gladiator)

The Da Vinci Code... Story about Paris and inspiration

Chevaliers de Sangreal (The Da Vinci Code) L

Lion King medley • Circle of Life (Elton John & Hans Zimmer cover) (with Lebo M) (prelude)

• This Land (Elton John & Hans Zimmer cover) (with Lebo M) (Lion King... with Lebo M and Zoe Mthiyane) • Circle of Life (Elton John & Hans Zimmer cover) (with Lebo M) (ending)

Pirates of the Caribbean medley • Jack Sparrow (with Tina Guo) (POTC: Dead Man's Chest...… more ) One Day (with Tina Guo) (POTC: At World's End... with… more ) Up Is Down

(with Tina Guo) (POTC: At World's End... with… more ) He's a Pirate (Klaus Badelt cover) (POTC: The Curse of the Black Pearl)

Opening medley You're So Cool (True Romance)

• Rain Man: Main Theme (Rain Man)

• World Premiere: Ann Marie Calhoun and Mike Einziger bluegrass solo as part of their honeymoon

• (Unknown) (Bluegrass solo on violin and banjo)

• Electro medley... Beginning of visual effects on background

• What Are You Going to Do When You Are Not Saving the World? (with Johnny Marr) (Man of Steel)

• Journey to the Line (with Johnny Marr) (The Thin Red Line)

• The Electro Suite (with Johnny Marr) (The Amazing Spider-Man 2...… more )

The Dark Knight medley • Why So Serious? (with Johnny Marr) (The Dark Knight) • Like a Dog Chasing Cars (with Johnny Marr) (The Dark Knight) • Why Do We Fall? (with Johnny Marr) (The Dark Knight Rises) • Introduce a Little Anarchy (with Johnny Marr) (The Dark Knight)

• Bane Theme (with Johnny Marr) (The Dark Knight Rises)

Aurora... Speech about Christopher Nolan, remembrance of Heath Ledger and Colorado shootings in 2012 • Aurora (with Johnny Marr) (Choral arrangement of the… more )

Interstellar medley... With copy of pipe organs on stage • Cornfield Chase (with Johnny Marr) (Interstellar) • Where We're Going (with Johnny Marr) (Interstellar) • No Time for Caution (with Johnny Marr) (Interstellar) • Stay (with Johnny Marr) (Interstellar)

• Concert Encore: Inception medley • Dream Is Collapsing (with Johnny Marr) (Inception) • Mombasa (with Satnam Ramgotra) (Inception... with Satnam… more ) • Time (with Johnny Marr) (Inception... with Tina Guo,… more )

 

Ansichtssache:

Konzert: 5 von 5 (ein besseres Konzert habe ich noch nicht gesehen)

Bild: 5 von 5 (ohne jeden Zweifel)

Ton: 6 von 5 (ja ihr habt richtig gelesen, dieser Sound sprengt alles, was ich bisher an Sound gehört habe)

 

Fazit:

Eine Best Of seiner Filmmusik wollte Hans Zimmer dem Publikum darbieten und herausgekommen ist das für mich Beste, was ich jemals gesehen und gehört habe. Sensationell. Hier fehlen einem einfach die Superlative und so kann ich nur jedem, der neben dem Filmbild auch eine Leidenschaft für den Bildton hat, hier unbedingt raten zuzugreifen und sich dieses Kleinod in seine Sammlung zu holen.

In diesem Sinne

Eure

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