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BluLife Blog von Charlys Tante

Charlys Tante

Westword-Die Serie-

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Danke: 10
20. August 2017

Wer kennt ihn als Film Fan eigentlich nicht Westworld, das Original aus dem Jahre 1973 mit Yul Brynner als der Westernheld in Westworld, bei dem am Ende durch eine in den automatisierten Abläufen des Freizeitparks Fehlfunktionen bei den Robotern auftraten. Bisher war gewährleistet, dass die Androiden den Gästen bei Kämpfen unterlagen, doch jetzt kommt es zu Auseinandersetzungen, bei denen dies nicht mehr der Fall ist.

HBO hat eine Serie auf den Markt gebracht, die mich mehr als beeindruckt hat und mich dazu bewogen hat, erstmals eine Serie nicht erst als Blu Ray Disc zu ordern, sondern schon auf Amazon anzusehen.

So wie im Film Original, handelt Westworld von einem futuristischen Vergnügungspark, in dem die Gäste mithilfe von sogenannten Hosts Geschichten im Wilden Westen spielen können, es gibt Banküberfälle, Goldsuche oder ein paar andere Geschichten zu denen man sich verführen lassen kann, zudem gibt es so wie früher im Wilden Westen auch, Prostituierte im Saloon

mit denen man sich vergnügen kann. Alle Schusswaffen im Parkgelände sind so angepasst, das die Gäste nicht verletzt werden können und nur die Host erschossen werden können. In der Nacht werden die Toten oder Verletzten Hosts in speziellen Räumlichkeiten repariert und der Erinnerungsspeicher wird zurückgesetzt und neu gestartet, damit sie morgens bei der Ankunft der Gäste wieder frisch zur Verfügung stehen und alles beginnt wieder von vorne

 In gewissen Grenzen dürfen die Hosts aber auch improvisieren und von der reinen Storyline etwas abweichen. Wer ist Gast und wer ist ein Host? Welche Geschehnisse finden zu welcher Zeit statt?

Dr mysteriöse Arnold und Dr. Ford

sind die Erschaffer dieser Roboter,

die nach Jahren der Entwicklung, so zusagen humanide Roboter geworden sind.

Diese lassen sich nicht mehr in Handlung und Gestik sowie in ihren Verhaltensweisen von den Menschen unterscheiden. Hierdurch wirkt alles extrem real und der Zuschauer steht ähnlich wie der Gast öfter vor der Frage, wen er da vor sich hat.

Einige Roboter beginnen ihre Existenz zu hinterfragen und fangen an sich weiter außerhalb ihrer Rolle zu bewegen.

Im Park stehen die Hosts zur Belustigung der Parkgäste bereit, die in genau vorprogrammierten Handlungsabläufen im Nachbau des Wilden Westens mitmachen können. Eines Abends werden Dolores und ihr Begleiter

von einem mysteriösen, schwarzgekleideten Gast des Freizeitparks angegriffen.

Dieser sagt, dass er auf der Suche nach einem Rätsel sei. Einige Hosts verhalten sich nicht so wie es ihre Handlungen vorsehen. Der Vater von Dolores findet eine Fotografie, welche anscheinend ein Gast im Park hinterlassen hat. Daraufhin verhält auch er sich sonderbar. Dr. Ford, der Erfinder des Parks und vieler Handlungsstränge in Westworld, untersucht ihn und stellt einige Fragen, woraufhin Dolores’ Vater Shakespeare zitiert und ankündigt, Rache an den Erschaffern der Hosts verüben zu wollen.

Der Vater wird darauf aus dem Programm genommen. Dolores scheint fehlerfrei zu funktionieren. Ihre Erinnerung wird gelöscht und sie startet neu in den Tag, ohne den neuen Vater zu erkennen. Sie betritt die Veranda und erschlägt eine Fliege – eine Handlung, die ihr Code eigentlich verbietet, denn die Androiden dürfen nicht töten.

Die Staffel 1 der Serie besteht aus 10 Folgen, die insgesamt eine komplexe in sich gestaffelte Erzählstruktur aufweisen und die Suche zum Mittelpunkt des Labyrinths

zum Generalthema hat. Daneben gibt es natürlich noch einiges an Kompetenz-gerangel und eine Verschwörung. Nur soviel vielleicht.

Ansichtssache:

Westworld ist eine Serie, wie ich sie bisher noch nicht gesehen habe. Man darf aber nicht zu viel erzählen um hier keinen Spannungstötenden Spoiler zusetzten, denn die Erzählstruktur sollte nicht schon durch zu viel Vorkenntnis aufgeweicht werden. Man muss sehr konzentriert dabei bleiben um alles annähernd erfassen zu können, was einem hier als Zuschauer geboten wird. Die Serie hat alles was man sich so wünscht in einer Serie. Spannung, Witz, Sex und Action in einem ausgewogenen Verhältnis. Zartbesaitete dürften bei der einen oder der anderen Szene auch die Augen kurz schließen, da die Hosts manchmal schon etwas martialisch umgebracht werden.

Die Schauspieler machen hier alle einen wirklich bombastischen Job, allen voran Anthony Hopkins als Dr. Ford

und Ed Harris als Mann in schwarz

sowie Evan Rachel Wood als Dolores

und Jeffrey Wright als Bernard,

spielen ihre Rollen einfach sensationell.

Es gibt zudem einige sogenannte Easter Eggs im Film zu finden, die natürlich nur für Kenner wirklich herauszufiltern sein werden.

Mit jeder Folge baut sich die Spannung mehr und mehr auf.  Ist der Zuschauer zu Beginn der Serie noch davon überzeugt alles nachvollziehen zu können, so ändert sich das mit jeder weiteren Folge, da die verschiedenen Handlungsstränge scheinbar für sich alleine stehen. Im Laufe der Serien wird jedoch klar, dass es sich hier um mehr handelt als um eine einfache Geschichte und spätestens, wenn es Klick im Kopf gemacht hat, kommt man nicht mehr davon los.

Mir ist es wirklich nur selten so gegangen, dass ich am liebsten alle Folgen sofort hintereinander sehen wollte.

Das Bild ist hervorragend und macht sehr viel Spaß da es eine sehr gute aber nicht zu übertriebene Schärfe besitzt. Der Kontrast, der Schwarzwert, der bei mir im Kino natürlich wichtig ist, ist top und auch die Farben sind satt und kräftig und es wird nicht viel mit Filtern herumhantiert. Die Westernszenen sind etwas bräunlich gehalten und passen gut zur alten Westenzeit. Die Laborszenen haben ein dem Licht geschuldetes leicht hartes blau. Die realen Szenen sind natürlich und sehr scharf. Man sieht, dass der Regisseur hier nichts dem Zufall überlassen hat und jede Szene bis auf den Punkt genauestens komponiert wurde.

Der Surroundsound ist ebenfalls sehr gut und es werden alle Speaker immer reichlich mit Signalen versorgt. Der Subbereich wird massiv eingesetzt und dramaturgisch genau gestaffelt, sodass man die Serie nicht nur über die eingebauten Lautsprecher eines LCD Fernsehers hören sollte, sondern man sollte zumindest eine gute Soundbar mit angedocktem Sub haben. Bei mir im Kino ging es so richtig ab in einigen Szenen, sodass ich tonal meine wahre Freude hatte. Die Dialoge waren jedoch immer hervorragend zu verstehen und wurden zu keiner Zeit verdeckt. Das Intro zur Serie ist einfach der Hammer und der Score dazu ist wunderbar. Ich bin immer wieder erstaunt, wie die Komponisten solche Tonkunstwerke, der aus kleinen anderen Filmschnipsel Scores zusammengesetzt ist hinbekommen, sodass man nicht darüber hinweg scrollen möchte

 

Film (Serie): 5 von 5 (einfach sensationell und wunderbar gefilmt)

Bild: 4,5 von 5 (eigentlich nichts auszusetzen außer ein paar steilen Kontrasten)

Ton: 5 von 5 (hier rockt der Tiefbass, der zum Konzept gehört und unbedingt mitgehört werden muss)

 

Fazit:

Eine Serie, die mich nach Penny Dreadful wieder einmal sehr gegeistert hat und aufzeigt, das ein alter Film aus dem Jahre 1973 mit etwas Intelligenz und nicht dem Versuch der Effekthascherei sowie den richtigen Leuten im Hintergrund auf den aktuellen Stand gebracht werden kann.

In diesem Sinne

Eure

Rechtehinweis: Geschützte Namen/Marken bzw. präsentierten Bilder werden von mir rein Privat benutzt und ich besitze keinerlei Rechte an den Bildern, die nicht von mir persönlich fotografiert wurden. Sollte der Blog Text Zitate beinhalten, so werde ich diese mit Anführungszeichen und der dazugehörigen Quelle kennzeichnen.

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