Software Review
Pro:
- Ressourcenschonendes Arbeiten
- Nahtlose Integration der DirectorZone
- Verarbeitet viele Formate
Contra:
- Menüvorlagen nur im dzm-Format
geschrieben am 21.09.2009
Beim neuen PowerDirector hat Cyberlink einiges Neues implementiert, auch wenn die meisten Neuerungen wohl niemandem auf den ersten Blick auffallen werden. So können nun Bild-in-Bild-Effekte einfach auf das Video gezogen, mehr Tonspuren können auf der Timeline Platz finden und verschiedene Hilfsmittel können zur Verbesserung des Bildmaterials zur Hilfe gezogen werden.
Installation
Installation kann etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen
Die Installation des Programms gestaltet sich nicht unbedingt als einfach. Falls bei der Installation bzw. bei der Deinstallation einer Vorgängerversion Probleme auftreten, so kann man bei
Cyberlink eine entsprechende Problemlösung auffinden. Hat man diese Hürde gemeistert, kann es auch schon losgehen.
Bei der letzten Version gab es noch Probleme mit dem ffdshow Decoder (MPEG-4 Decoder). Diese scheinen bei der neuen Version ausgemerzt worden zu sein. Nach der Installation startet das Programm ohne Probleme oder Fehlermeldungen.
Funktionen
PowerDirector 8 kann mit vielen Formaten arbeiten
Cyberlink hat die Zeichen der Zeit erkannt und stattet den PowerDirector 8 mit vielen nützlichen Funktionen aus. So kann der Besitzer der Software problemlos Containerformate wie .avi oder .mkv, die mit den üblichen Codecs kodiert wurden (DivX, XviD etc.), importieren und schneiden. Das alles natürlich in High Definition.
Nach dem Schneiden können die Videos in bester Qualität auf Youtube hochgeladen werden. Falls gewünscht, können die Materialien auch in bis zu 1280x720 Pixeln (720p) auf Facebook hochgeladen werden, um sie dort Freunden oder der ganzen Welt zu präsentieren.
Menüs und andere Vorlagen
In PowerDirector 8 können eigene Menüs mit Hilfe des Menüdesigners erstellt werden, die nach dem Schnitt als DVD oder Blu-ray Menüvorlage dienen. Dabei können auch Adobe Photoshop Dateien (psd-Dateien) verwendet werden. Allerdings werden alle Ebenen zusammengerechnet und nicht einzeln aufgenommen, sodass weder die Möglichkeit der Animation besteht, noch die Möglichkeit einzelne Ebenen zu verschieben/bearbeiten. Für Hobbyproduzenten reicht diese Möglichkeit jedoch meistens aus.
Bedienung
Ausgabe / Produzieren des Materials
Die Bedienung ist der Version 7 ziemlich ähnlich, lediglich der Reiter „Erstellen“ wurde in „Produzieren“ umbenannt und stellt direkt eine Vorschau der wählbaren Formate zur Verfügung. So kann man bspw. das Material mit dem H.264 Enkoder in das MPEG-4, WMV, MOV oder in das MPEG-2 Format konvertieren. Besitzer eines iPods oder einer Sony PSP (PlayStation Portable) bekommen indes die Möglichkeit, ihr geschnittenes Video direkt in ein geeignetes Format zu bringen, ohne dafür ein anderes Programm besitzen zu müssen.
Falls in ein hochauflösendes Video konvertiert werden soll, muss das Filmmaterial in 16:9 vorliegen, ansonsten werden unschöne schwarze Balken am linken und rechten Bildschirmrand hinzugefügt, die das Bild ausfüllen. Leider gibt es hier keine Option, das Bildmaterial entsprechend zu konvertieren. Die Protagonisten im Video wären dann zwar etwas gequetscht, das Bild sähe dann allerdings immer noch besser aus als mit schwarzen Balken an den Rändern.
Fazit
Cyberlinks PowerDirector 8 stellt wie der Vorgänger eine echte und sehr effiziente Alternative zu teuren Videoschnittproduktion dar. Zwar wird der PowerDirector in diesem Preissegment niemals eine größere Rolle bei Hollywoodproduktionen spielen, aber für Hobbyregisseure, Cutter und Produzenten mit einem kleinen Budget reichen die Funktionen vollkommen aus.
Alle wichtigen Schritte, wie Schneiden des Videomaterials, Hinzufügen von Effekten, die Erstellung eines Menüs und das Authoring von DVDs und Blu-ray Discs sind vorhanden und laden zum Ausprobieren ein. Doch auch für Anfänger ist das Programm bestens geeignet. Profis werden da eher die Möglichkeit vermissen, komplette Photoshop-Grafiken zu importieren und daraus ein schönes, animiertes Menü zu erstellen. Der Menüdesigner von PowerDirector schafft da eher weniger Abhilfe, ist für die ersten Schritte in der Erstellung eines Menüs aber ausreichend.
Wem die Version 7 gefallen hat, wird auch mit Version 8 seinen Spaß haben. Allerdings sollten die Neuerungen gründlich abgewägt werden, da Bild-in-Bild Effekte etc. bei Produktionen voraussichtlich weniger zum Tragen kommen. Wirklich nützlich dagegen sind die neuen GPU- und CPU-Optimierungen, die für ein schnelleres Rendern der Materialien sorgt, vorausgesetzt die eingebaute CPU/GPU bringt auch die erforderliche Leistung. Einsteiger sollten aus diesen Gründen direkt zur Version 8 greifen. (mw)