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Andy Parsons im Interview: Blu-ray Disc ist die Zukunft

02.09.08 Andy Parsons, seines Zeichens Vorsitzender des Promotion Komitees der Blu-ray Disc Association in den USA und Senior Vice President für fortgeschrittene Produktentwicklung bei Plasma Spezialist Pioneer, gab dem Home Media Magazin (HMM) ein ausführliches Interview zum Thema High-Definition und der Bedeutung des Blu-ray Formats für den Elektronikriesen. Dabei hebt Parsons auch die Rolle des “HD-Format of Consumers Choice“ im Verhältnis zur noch immer übermächtigen DVD hervor. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Aussagen des BDA-Funktionärs in unserer Übersetzung.

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So erklärt Parsons gegenüber dem HMM, dass er schon immer davon überzeugt war, dass aufgrund der enormen Fortschritte im Bereich der TV-Bildschirme ein optisches Medium die Referenz des derzeit möglichen darstellen müsse und die Blu-ray Technik daher für die Ausrichtung des Konzerns von enormer Bedeutung sei. Aufgrund dieser Überzeugung habe man schon in den frühen 80er Jahren auf die Laserdisc, sowie in den 90ern auf die DVD gesetzt. Wichtig für die Akzeptanz eines neuen Mediums, wie nun die Blu-ray Disc sei aber auch, das Vertrauen der Kunden nicht mit Füßen zu treten. So wäre es laut des Pioneer Mitarbeiters ein Fehler, sollte man versuchen, dem Endverbraucher zu vermitteln, dass die stark etablierte DVD quasi tot sei.

Parsons unterstrich diese Aussage mit einem klaren Bekenntnis: “Die DVD ist bei weitem noch nicht Vergangenheit und aufgrund des über viele Jahre angehaltenen Wachstums des Formats ungeheuer schwer in Bedrängnis zu bringen.“ Doch nichtsdestotrotz sieht Andy Parsons die Zukunft des Heimkinos im HD-Bereich. Die Möglichkeiten der bildlichen Darstellung sind laut ihm in den letzten 5 Jahren enorm gestiegen und dies verlange mit steigender Verbreitung von großen, hochauflösenden TV-Geräten zwangsläufig nach einem passenden Informationsträger wie der BD, um das bestmögliche aus diesen Geräten herausholen zu können.

In Bezug auf den Direktvergleich von Blu-ray zu DVD in Verkaufsgesprächen oder Präsentationen im Einzelhandel hat Parsons dagegen gemischte Ansichten. Natürlich sehe man den Unterschied deutlich, jedoch kann dies schnell den Eindruck einer rein technischen emotionslosen Gegenüberstellung vermitteln und somit negative Assoziationen hervorrufen. Er selbst ist der Meinung, dass eine allein stehende, reine Blu-ray Demonstration bereits ganze Überzeugungsarbeit leiste – zeige man einem bisherigen DVD Anhänger den neusten Pixar Film oder “Planet Erde“ auf einem 60 Zoll Full HD Plasma, benötige man keinerlei weitere Argumente, um überzeugend zu vermitteln, wie gut ein Blu-ray Film aussehen kann.

Auch zum Thema BD-Live bezog Parsons klare Stellung. Seiner Meinung nach stimme er nicht mit der Meinung vieler Kollegen überein, dass es sich bei BD-Live um die “Killer Applikation“ des Blu-ray Formats handle. Er sehe eher, dass es viele Konsumenten gäbe, welche tolle Zusatzfunktionen zu schätzen wissen, es bislang jedoch zu abstrakt sei, es einem nicht durch Vorkenntnisse geschulten Käufer nahe zubringen, was es mit BD-Live eigentlich auf sich habe und welchen Nutzen er dadurch erhält. Daher sehe er für den Moment auch keinerlei Notwendigkeit, dass jeder Blu-ray Player über die Möglichkeit verfügen müsse BD-Live Inhalte zu nutzen.

Ebenfalls denke er nicht, dass die parallele Vermarktung zweier unterschiedlicher Blu-ray Profile zu Verwirrung sorgen müsse. Es zeichnet sich bereits ab, dass der Kunde nur eines Unterscheiden müsse, Blu-ray Player, welche über einen Internetanschluss zum Nutzen von Online-Inhalten verfügt (BD-Live) und solche ohne diese Möglichkeit (BonusView). Das Bewusstsein zu schüren, dass BD-Live fähige Player ihren Vorzug haben, kann nur durch ansprechende Nutzung der umfassenden Möglichkeiten zur Veranschaulichung gelingen.

Hinsichtlich der Akzeptanz auf dem Heimkinomarkt unterstreicht Parsons ebenfalls, dass die Menschen auch mit den VHS-Bändern zufrieden waren und die DVD bei Einführung 1997 nicht sofort durchstartete. Es dauerte, so Parsons, beinahe 3 Jahre bis die Kunden die Vorzüge der DVD gegenüber der VHS-Kassette akzeptierten und angenommen hatten. Ebenfalls glaubt er, dass die flächendeckende Versorgung mit HDTV-Angeboten der Blu-ray Disc weiteren Auftrieb geben wird.

Ebenfalls hob Parsons heraus, dass man bei Pioneer ebenfalls Upconverting-DVD-Player anbiete, doch es von den Absatzzahlen offensichtlich sei, dass das Interesse dieser Kundschaft bereits nach und nach vom Upscaling-DVD-Abspieler zum Blu-ray Player zu beobachten sei und ist daher davon überzeugt, dass in den USA der Ball schon unaufhaltsam ins Rollen gekommen sei.

Pioneer geniesst nicht nur aufgrund seiner renommierten und ausgezeichneten Plasma-TV-Serie “KURO“ einen mehr als respektablen Ruf im Bereich der Unterhaltungselektronik-Branche. Auch durch die Blu-ray Player aus eigenem Hause konnte das Unternehmen eine treue Anhängerschaft gewinnen. (ma)

Kategorie: Formatkrieg
02.09.08 - 
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