07.12.11 Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten, ist die Akzeptanz des High Definition Mediums in Deutschland am stärksten - und das obwohl für BDs in Deutschland etwa 36% mehr verlangt wird, als für DVDs. Jim Bottoms, Analyst bei Futuresource in London, geht davon aus, dass die starken Verkaufszahlen auch darauf zurückzuführen sind, dass es in Deutschland kaum HD-Programme im Free-TV gibt. Daher lassen die Verkaufszahlen aus Deutschland selbst Großbritannien hinter sich.
In Europa konnten insgesamt 63 Mio. Filme auf Blu-ray Disc abgesetzt werden. Das entspricht einer 42-prozentigen Steigerung im Vergleich zum letzten Jahr. Im Jahr 2010 wanderten lediglich 44 Mio. Discs über die Ladentische. Global sieht das Ganze noch einmal ganz anders aus. Weltweit wird man in diesem Jahr 234 Mio. Einheiten absetzen; 45% mehr als im Vorjahr (161 Mio.). Bottoms meint, dass diese Entwicklung vor allem Katalogtiteln wie Star Wars zu verdanken ist. In den USA werden in diesem Jahr insgesamt 115 Mio. Einheiten verkauft, während es 2010 lediglich 85 Mio. Discs waren. Neben den Filmen, wird auch die Hardware immer günstiger. In den USA hat Best Buy am Black Friday einen Blu-ray Player für 39 US-Dollar verkauft. In Großbritannien sorgte der E-Tailer Asda für etliche Schnäppchen und hat einen Player für 59 US-Dollar (ca. 45 Euro) angeboten. Bottoms sagt weiterhin, dass wir an einem Punkt angekommen sind, an dem es für die Hersteller keinen Sinn mehr mache, sowohl in Blu-ray-, als auch in DVD-Hardware zu investieren. Zusätzlich sollte Hollywood laut dem Analysten bei Futuresource realisieren, dass noch immer mehr Geld mit physischen Medien erwirtschaftet wird und nicht mit Video on Demand (VoD).
Allerdings sieht Futuresource bis zum Jahr 2015 ein Umdenken bei den Konsumenten. So sollen 2015 bereits 30% der Videos online konsumiert werden, während die Blu-ray Disc auf 29% kommt, VoD auf 21%. Die DVD liegt mit 20% auf dem letzten Platz.
(mw)