31.08.08 Das britische Marktforschungsunternehmen Futuresource Consulting zeigte auf der BDA-Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag auf der IFA 2008 den Weg der Blu-ray Disc in den kommenden Jahren auf. Die Daten beziehen sich in den Grafiken entsprechend auf den US-amerikanischen und westeuropäischen Markt. Jim Bottoms von Futuresource verwies in der ersten Grafik auf die weltweiten Zahlen an verkauften Blu-ray Playern (ohne Playstation 3), Blu-ray Rekordern, Blu-ray fähigen PC-Laufwerken sowie Blu-ray Rohlingen. Bezeichnend ist dabei die exorbitante Steigerungsrate im Vergleich der ersten beiden Quartale 2008 zum Gesamtjahr 2007. Während in 2007 1 Million BD-Player abgesetzt wurden, konnten in ersten Halbjahr 2008 schon 1,5 Millionen Geräte verkauft werden. Eine ähnliche Entwicklung ist bei den PC-Laufwerken, BD-Brennern oder Kombolaufwerken zu verzeichnen: 2007 wurden 580.000 Geräte an den Mann gebracht im Vergleich zu 1,7 Millionen allein im ersten Quartal 2008.
Die aktuelle Erhebung an verkauften Blu-ray Discs brachte ebenfalls erstaunliche Zahlen auf die Leinwand. 15 Millionen Blu-ray Discs wurden in den Vereinigten Staaten bisher verkauft, 5 Millionen in Europa gegenüber 2,5 Millionen in Japan. Man prognostizierte für das laufende Jahr einen Absatz in Deutschland von 2,7 Millionen Blu-rays. In Europa geht man in 2009 von 10,4 Millionen verkaufter Blu-ray Discs aus, in 2010 wird sich die Anzahl nochmals auf 20,9 Millionen Einheiten erhöhen.
Die weitere Entwicklung im Markt der Flachbildschirme zeigt ebenfalls eindeutige Tendenzen auf. Bis zum Jahr 2012 werden Full-HD Screens einen Anteil von 38,9% am Markt haben, wobei gleichzeitig die Bildschirmgrösse im Durchschnitt immer weiter zunehmen wird. Standard Definition Bildschirme spielen bereits ab 2009 eine völlig untergeordnete - fast nicht mehr zu beachtende Rolle.
Im Jahr 2012 verfügen annähernd 71% aller westeuropäischen Haushalte über HD-fähige Fernseher oder Bildschirme. Bis dahin sind hingegen nur 28% aller Haushalte technisch in der Lage, HD-Inhalte empfangen zu können.
In 4 Jahren ergibt sich weltweit ebenfalls eine grosse Lücke zwischen Haushalten, die über HD-fähige Fernseher verfügen und denen, die HD-Inhalte empfangen können. Spitzenreiter sind hier mit klarem Abstand die USA, in denen annähernd 92% aller Haushalte in 2012 über einen HD-Fernseher verfügen und 88% insgesamt HD-Inhalte empfangen können. Vorreiter in Europa ist hier Frankreich mit einem Verhältnis von 78% zu 72% vor Großbritannien mit 89% zu 43% und Deutschland mit 67% zu 11%. (mk)