05.07.10 Die Japaner sind und bleiben vorerst beim Thema 3D-Technologie skeptisch. Das belegt zumindest, laut Reuters, eine aktuelle Umfrage, die auf der Webseite Kakaku.com durchgeführt wurde und dabei beinahe 9.000 Menschen erreicht hat. Gemäß dieser Umfrage haben lediglich 31,2%, also weniger als 1/3 der Befragten, angegeben, dass sie den Kauf eines 3D-Fernsehers planen. Wesentlich deutlicher ist die Zahl der Konsumenten, die im Moment den Kauf ablehnen. Es haben sich 67,4%, und somit mehr als 2/3 der Befragten, deutlich gegen die 3D-Technologie ausgesprochen.
Hauptgründe für diese Skepsis gegenüber der 3D-Technologie liegen vor allem in den 3D-Brillen. Von den Befragten, die derzeit kein 3D-TV-Gerät kaufen wollen, nannten alleine 70% die unbequemen 3D-Brillen als Hauptargument gegen die Anschaffung der Hardware. An zweiter Stelle kommen mit 57% die hohen Anschaffungskosten und 40% nannten als Kaufhindernis den überschaubaren 3D-Content. Obwohl bereits Spiele für die PlayStation 3 in 3D vorliegen und auch eine kleine Auswahl an 3D-Sendungen in Japan verfügbar ist, halten sich die 3D-Inhalte dennoch stark in Grenzen.
Die Skepsis der Japaner und die, bei dieser Umfrage, genannten Gründe gegen den Kauf von 3D-Technologie sind wohl keine Seltenheit. Vermutlich würde das Feedback bei einer entsprechenden Umfrage auf dem deutschen Markt - zumindest im Moment noch - sehr ähnlich ausfallen. Damit ist klar, dass 3D bei der Eroberung des Home-Entertainment-Bereichs noch einen langen Weg vor sich hat. (pf)