Von der Kunst, sich durchzumogeln (CineProject) Blu-ray
Original Filmtitel: The Art of Getting By
Vertrieb:
Schauspieler:
Alicia Silverstone, Ann Dowd, Blair Underwood, Elizabeth Reaser, Emma Roberts, Freddie Highmore, Jarlath Conroy, Marcus Carl Franklin, Michael Angarano, Rita Wilson, Sam Robards, Sophie Curtis
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
HD Keep Case
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Französisch DTS 5.1
Japanisch DTS 5.1
Russisch DTS 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Französisch DTS 5.1
Japanisch DTS 5.1
Russisch DTS 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Japanisch, Norwegisch, Russisch, Schwedisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
83 Minuten
Veröffentlichung:
03.02.2012 (Release)
Von der Kunst, sich durchzumogeln (CineProject) Blu-ray
bluray-disc.de Filmbeschreibung:
George Zinavoy (F. Highmore) denkt nicht einmal daran, auch nur einen Finger zu viel zu tun, um den Highschool Abschluss zu bekommen. Warum denn auch? Irgendwann muss man ja eh sterben, weshalb er zum Missfallen seiner Eltern und Lehrer, die eigene Lebensphilosophie mit gerader Linie durchzieht. So mogelte er sich Jahr für Jahr durch. Doch im letzten Jahr soll sich das für ihn schlagartig ändern. Nicht nur das er von seinen Lehrern gedrängt mit dem Rücken zur Wand steht, sondern vor allem durch die hinreißende Sally (E. Roberts), die neu in der Schule aufgenommen wird. Und so wird ihm immer mehr bewusst, dass es doch noch etwas zu geben scheint, was das Leben sinnvoll macht …
Von der Kunst, sich durchzumogeln (CineProject) Blu-ray Review

Story
5
Bildqualität
7
Tonqualität
7
Ausstattung
6
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 28.01.2012
Lang ist es her, als Mrs. Robinson 1967 in Die Reifeprüfung (The Graduate) College-Absolvent Benjamin verführt. Der für damalige Verhältnisse revolutionäre Film hielt der konservativ-prüden Gesellschaft den Spiegel vor und erhitzte damit die Gemüter. Die junge Generation im Widerspruch zu verstaubten Moralvorstellungen, leutete im Zeichen von New Hollywood den Drang nach emanzipierter Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstfindung ein. Seitdem sind die häufig als “coming-of-age” bezeichneten Filme zu einer beliebten Gattung aufgestiegen, zu dessen Referenztiteln u.a. American Graffiti (1973), The Breakfast Club (1985), Der Club der toten Dichter (1989) und Almost Famous (2000) zählen. Viele Geschichten sind dabei schon erzählt worden, doch gelingt es Von der Kunst, sich durchzumogeln (im Original: The Art of Getting By) dennoch die schwierige Zeit als Teenager aus einer neuen Perspektive zu erzählen?
Story
George Zinavoy (F. Highmore) ist 17 Jahre alt und steht kurz vor dem Abschluss der High School. Jedoch stehen die Chancen auf Erfolg schlecht, denn Georges Stärken liegen nicht in Hausaufgaben und Prüfungen, sondern in der Kunst. Hinzu kommt seine melancholisch philosophische Veranlagung, die ihn unaufhörlich am Sinn der schulischen Plackerei zweifeln lässt, da sowieso jeder Mensch irgendwann stirbt. Sein bisheriges Leben als Außenseiter erfährt eine unerwartete Wende, als George die Aufmerksamkeit seiner Mitschülerin Sally (E. Roberts) auf sich zieht, indem er die Schuld für unerlaubtes Rauchen auf sich nimmt und Sally damit vor Sanktionen bewahrt. Aus anfänglicher Freundschaft entwickelt sich im Laufe der Zeit eine Liebesbeziehung.
Allerdings droht die harmonische Stimmung zu kippen, derweil sich Künstler Dustin (M. Angarano) zwischen sie stellt und die Schule George in Form eines Ultimatums eine letzte Chance einräumt, seinen High School Abschluss zu schaffen. Selbst wenn das eigene Filmrepertoire lediglich wenige Teenager/coming-of-age Streifen umfasst und der Stoff noch nicht wie bei zahlreichen Kritikern vorerst erschöpft ist, liegt das Problem bei Von der Kunst, sich durchzumogeln in seiner Beliebigkeit. Statt der Thematik frischen Wind entgegenzusetzen, reiht Regisseur und Drehbuchautor Gavin Wiesen Szene um Szene rastlos aneinander und sieht davon ab, die Charaktere detaillierter vorzustellen. Georges Gedankenwelt ist zwar nachvollziehbar, allerdings verkauft Wiesen diese als Fakt und kratzt damit nur an der Oberfläche, anstatt für mehr emotionalen Tiefgang zu sorgen. Stellvertretend für viele Handlungsstränge, ist auch das erstmalige Zusammentreffen zwischen Sally und George als Zufall ausgelegt, von dem sich wie selbstverständlich alle weiteren Ereignisse zu systematisch und vorprogrammiert anschließen. Dazu zählen übliche Zutaten wie Diskussionen über Hausaufgaben, fernsehen, rauchen, obligatorische Clubbesuche, Eifersucht und Liebeskummer. Viele davon klappert das Drehbuch leider klischeehaft und inspirationslos ab, obwohl Potential besteht, der Story und den sehr talentierten Darstellern Freddie Highmore und Emma Roberts ihre eigene Handschrift zu verleihen.
Anlass bietet Georges künstlerisches Talent, das neben dem inhaltlichen Zusammenhalt auch als Sinnbild seiner Persönlichkeit dient. Mangelnde Bestätigung und Konformität, kompensiert George mit Hilfe seiner Zeichnungen, die ihm zugleich Sympathiepunkte bei Sally einbringen und ihn darüber hinaus gesellschaftlich stärker integrieren. Leider ist diese Entwicklung nur oberflächlich angeschnitten, denn der Film zieht den schnellen Fortgang der Ereignisse vor, anstatt sich auf die Beziehung zwischen George und Sally zu konzentrieren. Hier wäre weniger mehr gewesen, so dass der Zuschauer nicht durch überflüssiges Beiwerk, wie die lächerliche Darstellung Sallys sexbesessener Mutter, abgelenkt wird. Ebenso an den Haaren herbeigezogen wirkt Georges pseudointellektuelle Auseinandersetzung mit seiner Mutter. Statt mit simplen Worten seinem Wunsch nach Alleinsein Nachdruck zu verleihen, fährt das Drehbuch einer der absurdesten Geschütze überhaupt auf: “Wenn du auch nur annähernd des sprachlichen Ausdrucks mächtig bist, dann wirst du das verstehen: Lass mich in Ruhe.” Perplex verlässt sie sein Zimmer, doch aus Zuschauerperspektive verfehlt die Szene vollkommen ihre Wirkung.
Allerdings droht die harmonische Stimmung zu kippen, derweil sich Künstler Dustin (M. Angarano) zwischen sie stellt und die Schule George in Form eines Ultimatums eine letzte Chance einräumt, seinen High School Abschluss zu schaffen. Selbst wenn das eigene Filmrepertoire lediglich wenige Teenager/coming-of-age Streifen umfasst und der Stoff noch nicht wie bei zahlreichen Kritikern vorerst erschöpft ist, liegt das Problem bei Von der Kunst, sich durchzumogeln in seiner Beliebigkeit. Statt der Thematik frischen Wind entgegenzusetzen, reiht Regisseur und Drehbuchautor Gavin Wiesen Szene um Szene rastlos aneinander und sieht davon ab, die Charaktere detaillierter vorzustellen. Georges Gedankenwelt ist zwar nachvollziehbar, allerdings verkauft Wiesen diese als Fakt und kratzt damit nur an der Oberfläche, anstatt für mehr emotionalen Tiefgang zu sorgen. Stellvertretend für viele Handlungsstränge, ist auch das erstmalige Zusammentreffen zwischen Sally und George als Zufall ausgelegt, von dem sich wie selbstverständlich alle weiteren Ereignisse zu systematisch und vorprogrammiert anschließen. Dazu zählen übliche Zutaten wie Diskussionen über Hausaufgaben, fernsehen, rauchen, obligatorische Clubbesuche, Eifersucht und Liebeskummer. Viele davon klappert das Drehbuch leider klischeehaft und inspirationslos ab, obwohl Potential besteht, der Story und den sehr talentierten Darstellern Freddie Highmore und Emma Roberts ihre eigene Handschrift zu verleihen.
Anlass bietet Georges künstlerisches Talent, das neben dem inhaltlichen Zusammenhalt auch als Sinnbild seiner Persönlichkeit dient. Mangelnde Bestätigung und Konformität, kompensiert George mit Hilfe seiner Zeichnungen, die ihm zugleich Sympathiepunkte bei Sally einbringen und ihn darüber hinaus gesellschaftlich stärker integrieren. Leider ist diese Entwicklung nur oberflächlich angeschnitten, denn der Film zieht den schnellen Fortgang der Ereignisse vor, anstatt sich auf die Beziehung zwischen George und Sally zu konzentrieren. Hier wäre weniger mehr gewesen, so dass der Zuschauer nicht durch überflüssiges Beiwerk, wie die lächerliche Darstellung Sallys sexbesessener Mutter, abgelenkt wird. Ebenso an den Haaren herbeigezogen wirkt Georges pseudointellektuelle Auseinandersetzung mit seiner Mutter. Statt mit simplen Worten seinem Wunsch nach Alleinsein Nachdruck zu verleihen, fährt das Drehbuch einer der absurdesten Geschütze überhaupt auf: “Wenn du auch nur annähernd des sprachlichen Ausdrucks mächtig bist, dann wirst du das verstehen: Lass mich in Ruhe.” Perplex verlässt sie sein Zimmer, doch aus Zuschauerperspektive verfehlt die Szene vollkommen ihre Wirkung.
Bildqualität
Twentieth Century Fox Home Entertainment stattet den Blu-ray Transfer mit einem MPEG-4/AVC kodierten Bild bei einer Auflösung von 1080p/24p und einem Seitenverhältnis von 2.40:1 aus. Gedreht auf 35 mm zeichnet sich das optische Erscheinungsbild durch feines, weitestgehend unbearbeitetes Filmkorn aus. Da zudem auf offensichtliche Nachschärfung verzichtet hat, bringt der 2k Digitaltransfer gute Voraussetzungen für einen natürlichen Filmlook mit. Bis auf wenige Unschärfen, die auf ungenau Fokussierung zurückgehen, verfügt der Transfer über solide, wenn auch nicht überragende Durchzeichnung bei allen Distanzen. Als auf die Dauer störend, stellt sich der Wechsel zwischen ruhigen Kamerafahrten und wackeligen Freihand-Einstellungen heraus. Da diese häufig bei Dialogen eingesetzt werden, kommt unnötige Hektik auf. Im Gegensatz dazu überzeugt das Kontrastverhältnis mit feinen Abstufungen und einem exzellenten Schwarzwert, der New Yorker Nächte die richtige Tiefe verleiht. Farblich deckt der Transfer eine sehr breite Palette ab. Dank kräftiger Sättigung entsteht ein lebendiger und dynamischer Gesamteindruck, der in bestem Einklang mit dem Emotionsgefälle der Protagonisten steht. Um Stimmungen adäquat zu unterstützen, setzt Director of Photography Ben Kutchins zudem gezielt dezente Farbfilter ein.
Tonqualität
Der englische Originalton liegt in DTS-HD 5.1 vor, während die deutsche Synchronisation auf DTS 5.1 beschränkt ist. Dialoge sind gewohnt vorne mittig ausgesteuert und liefern im O-Ton, als auch beim deutschen Pendant ein klares, transparentes Klangbild. Dagegen alle Kanäle vollständig ausnutzen tut der stilgerechte Soundtrack von Alec Puro. Vereinzelt erhält die räumliche Bühne Subwoofer-Unterstützung, welche sich allerdings nahezu vollständig auf musikalischer Ebene abspielt. Für die deutsche Synchronisation ist zum Glück das Pegelverhältnis des O-Tons beibehalten worden, so dass insbesondere Dialoge leise gemischt sind, um hohe Dynamik zu erreichen und Audiokommentar-Charakter zu vermeiden. Nichtsdestotrotz ist die Originalfassung vorzuziehen, da sich die Synchronisation hölzern und umständlich gestaltet.
Ausstattung
- "New York Slice of Life" (2:33 min, 1080p)
- "On Young Love" (2:27 min, 1080p)
- "The Art of Being Shy" (2:14 min, SD)
- "The Art of Ditching School" (1:09 min, 1080p)
- "The Art of First Love" (1:32 min, 1080p)
- "The Art of Being a Misanthrope" (1:16 min, SD)
- "The Making of The Art of Getting By" (12:30 min, 1080p)
- "Theatrical Trailer" (2:15 min, 1080p)
- Wendecover
Quantitativ überzeugt der Umfang des Bonusmaterials zwar, nur leider lässt sich das von der Qualität nicht behaupten. In unzähligen Wiederholungen laufen Intros sowie Filmausschnitte der eh schon kurz geratenden Clips rauf und runter, ohne in Kombination mit Mini-Interviews einen nennenswerten Mehrwert zu bieten. Es genügt daher, sich das kompakte Making of, inklusive Einblicke hinter die Kulissen und Entstehung am Set anzusehen.
Fazit
Technisch erfüllt die Blu-ray ihren Zweck. Optisch in natürlichen Farben gehalten, präsentiert der 2k HD-Transfer ein detailreiches und fein aufgelöstes Bild, welches nur selten durch ungenaue Fokussierung getrübt wird. Ebenfalls auf gutem Niveau befindet sich dank Transparenz und Räumlichkeit die Tonqualität. Dennoch überzeugt die Synchronisation nur bedingt, da Dialoge zu holprig übersetzt wurden. Bei den Extras erwartet den Zuschauer ein breites Angebot, von dem hingegen ausschließlich das Making of sehenswert ist. Von der Kunst, sich durchzumogeln erzählt eine typische coming-of-age Geschichte, die zwar Ideen mitbringt dem Genre etwas entgegenzusetzen, allerdings in Folge eines schwachen Drehbuchs und einer unvollendeten Inszenierung im Keim erstickt. Schade, dass Gavin Wiesen den Film nicht auf die Talente von Freddie Highmore und Emma Roberts reduziert hat, sondern den Vortritt einer unentschlossenen Handlung gibt, die sich zu wenig von der Masse abhebt. (cj)
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Kaufempfehlung
6 von 10
Die Kaufempfehlung der Von der Kunst, sich durchzumogeln Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.
Testgeräte
Projektor: Mitsubishi HC-6000
BD-Player: PlayStation 3
AV: Denon AVR-4308
LS: B&W 704
BD-Player: PlayStation 3
AV: Denon AVR-4308
LS: B&W 704
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Kann daher die eher schlechte Rezension nicht nachvollziehen, aber es bleibt letztendlich immernoch Geschmackssache!
Werd ich mir nicht antun...
Das muss man mal erklären:"Demnächst nur im Kino." Will hoffen nur in den Staaten. Den können die da behalten. Natürlich hab´ ich den Trailer geschaut. Danke dafür. Typischer
amerikanischer Hochschul Langweiler. Kleiner Provinzler, kommt in die Großstadt, dann ins College, trifft wie immer seine erste Liebe fürs Leben, große Probleme usw. schaut doch selber. Zum Glück ich muss den Film nicht Vermerken, kommt ja nur ins Kino.
spricht zumindest mich jetzt net so an