Eraserhead Blu-ray
Original Filmtitel: Eraserhead

Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US Unrated Fassung, 16:9 Vollbild, Extras in HD (teilweise), Wendecover
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Allen Joseph, Charlotte Stewart, Darwin Joston, Jack Fisk, Jack Nance, Jean Lange, Jeanne Bates, John Monez, Judith Roberts, Laurel Near, T. Max Graham, Thomas Coulson
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
HD Keep Case
Altersfreigabe:
Sprachen:
Englisch PCM 2.0
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
89 Minuten
Veröffentlichung:
16.03.2012 (Release)
Eraserhead Blu-ray
bluray-disc.de Filmbeschreibung:
Henry Spencer (J. Nance) wird von den Eltern seiner Ex-Freundin zum Essen eingeladen. Dort erfährt er, dass seine Ex nach einer extrem kurzen Schwangerschaft ein Kind zur Welt gebracht hat. Fortan sollen sich Henry und Mary (Ch. Stewart) um das missgebildete Kind kümmern, allerdings wird es Mary schon bald zu viel und haut ab. Ebenfalls mit dem Kind überfordert, sieht Henry keine andere Möglichkeit, als es zu töten...
Eraserhead Blu-ray Review

Story
8
Bildqualität
6
Tonqualität
5
Ausstattung
5
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 30.03.2012
Wenn es im Filmgeschäft einen unkonventionellen Regisseur gibt, dann ist es ohne Zweifel David Lynch. Seit Jahrzehnten beweist er mit nahezu jedem Film, dass er mit dem Mainstream nichts gemein hat. Sein einziger Versuch, im großen Hollywood Fuß zu fassen, ist mit Dune – Der Wüstenplanet folgerichtig grandios gescheitert. Dass Lynchs Name dennoch fast jedem Filmfan ein Begriff ist, liegt nicht zuletzt an seiner Kultserie Twin Peaks, der Großmutter aller Mysteryserien, und natürlich an Blue Velvet. In beiden Fällen greift Lynch auf seine unverwechselbaren Trademarks zurück, die Geschichte selbst bleibt dabei aber immer nachvollziehbar. Was man von seinem Debütfilm Eraserhead aus dem Jahr 1976 nicht behaupten kann.
Story
Eines Tages erhält Henry Spencer von seiner Nachbarin die Nachricht, dass ihn seine Exfreundin Mary bei ihren Eltern zum Abendessen einlädt. Obwohl er von Mary schon monatelang nichts mehr gehört hat, nimmt er die Einladung an. Neben mit den Flügeln zappelnden Grillhähnchen bekommt er noch eine überraschende Nachricht aufgetischt. Mary hat in der Zwischenzeit ein Kind zur Welt gebracht, bei dem die Vermutung naheliegt, dass Henry der Vater sein könnte. Von nun an teilt sich Henry seine winzige Wohnung mit Mary und seinem Nachwuchs, dessen Ähnlichkeit mit den Eltern allerdings zu wünschen übrig lässt.
Soweit das Grundgerüst einer Story, die eigentlich jeder Beschreibung spottet. Wer bei einem Film eine nachvollziehbare Handlung erwartet, die einigermaßen den Grundsätzen menschlicher Logik folgt, sollte es lieber mit einem anderen Werk versuchen. Eraserhead folgt anderen Gesetzen. Am ehesten nähert man sich an Lynchs Debüt, indem man ihn aus der Perspektive des Surrealismus betrachtet. Der Surrealismus, wie ihn zum Beispiel ein Salvador Dali geprägt hat, setzt Dinge in einen Zusammenhang, die eigentlich nichts miteinander gemein haben. Die Motivation der Künstler, die dahinter steckt, ist sicherlich in gewisser Weise eingefahrene Denkmuster aufzubrechen und die Welt aus einer völlig anderen Perspektive wahrzunehmen.
Eine Interpretation dieser fremden Welt ist dabei nur bedingt möglich. Wenn überhaupt ist sie vielleicht nur aus der individuellen Biografie des Künstlers selbst zu entschlüsseln. So ist die Frage letztlich müßig, warum Dalis Elefanten auf dürren Insektenbeinen herumlaufen. Genauso ist es müßig zu fragen, was die aufgedunsene Dame hinter Henrys Heizung zu bedeuten hat. Genauso wie sich Henry in diese Traumwelt flüchtet, ist diese skurrile Dame vielleicht auch David Lynch irgendwann einmal in einem Traum erschienen. Jeder Versuch eine allgemeingültige Interpretation des Films zu liefern ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Dadurch verlieren sich allerdings auch die Absurditäten, mit denen Lynch sein Publikum konfrontiert, in einer gewissen Beliebigkeit. Was vielleicht als einziges deutlich wird, ist die Tatsache, dass die Grenzen der geistigen Gesundheit von Zeit zu Zeit genauso zerfließen wie Dalis Uhren.
Lynch sagt selbst, dass noch keine Deutung des Films seiner eigenen Interpretation entsprochen hat. Daher wird dieses Review auch gar nicht erst den Versuch unternehmen, diesen gordischen Knoten zu lösen. Fast genauso interessant wie der Film selbst ist sein Entstehungsprozess. Fünf Jahre arbeitete Lynch mit einem kleinen Team an der Verwirklichung seines Debüts. Die Dreharbeiten wurden immer wieder durch Geldmangel monatelang unterbrochen. Parallel zum Dreh musste der Regisseur Zeitungen austragen, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Die Innenaufnahmen entstanden auf dem Gelände des American Film Institute. Lynch selbst hielt es nur ein Jahr als Student am AFI aus. Danach quartierte er sich in einen unbenutzten Bereich des riesigen Anwesens ein und bastelte mit immenser Akribie an der Fertigstellung seines Werks. Trotz der kryptischen Story ist ihm ohne Zweifel ein Film gewordener Alptraum gelungen, der teils fasziniert, teils abstößt, aber nur die Wenigsten gleichgültig zurücklässt.
Soweit das Grundgerüst einer Story, die eigentlich jeder Beschreibung spottet. Wer bei einem Film eine nachvollziehbare Handlung erwartet, die einigermaßen den Grundsätzen menschlicher Logik folgt, sollte es lieber mit einem anderen Werk versuchen. Eraserhead folgt anderen Gesetzen. Am ehesten nähert man sich an Lynchs Debüt, indem man ihn aus der Perspektive des Surrealismus betrachtet. Der Surrealismus, wie ihn zum Beispiel ein Salvador Dali geprägt hat, setzt Dinge in einen Zusammenhang, die eigentlich nichts miteinander gemein haben. Die Motivation der Künstler, die dahinter steckt, ist sicherlich in gewisser Weise eingefahrene Denkmuster aufzubrechen und die Welt aus einer völlig anderen Perspektive wahrzunehmen.
Eine Interpretation dieser fremden Welt ist dabei nur bedingt möglich. Wenn überhaupt ist sie vielleicht nur aus der individuellen Biografie des Künstlers selbst zu entschlüsseln. So ist die Frage letztlich müßig, warum Dalis Elefanten auf dürren Insektenbeinen herumlaufen. Genauso ist es müßig zu fragen, was die aufgedunsene Dame hinter Henrys Heizung zu bedeuten hat. Genauso wie sich Henry in diese Traumwelt flüchtet, ist diese skurrile Dame vielleicht auch David Lynch irgendwann einmal in einem Traum erschienen. Jeder Versuch eine allgemeingültige Interpretation des Films zu liefern ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Dadurch verlieren sich allerdings auch die Absurditäten, mit denen Lynch sein Publikum konfrontiert, in einer gewissen Beliebigkeit. Was vielleicht als einziges deutlich wird, ist die Tatsache, dass die Grenzen der geistigen Gesundheit von Zeit zu Zeit genauso zerfließen wie Dalis Uhren.
Lynch sagt selbst, dass noch keine Deutung des Films seiner eigenen Interpretation entsprochen hat. Daher wird dieses Review auch gar nicht erst den Versuch unternehmen, diesen gordischen Knoten zu lösen. Fast genauso interessant wie der Film selbst ist sein Entstehungsprozess. Fünf Jahre arbeitete Lynch mit einem kleinen Team an der Verwirklichung seines Debüts. Die Dreharbeiten wurden immer wieder durch Geldmangel monatelang unterbrochen. Parallel zum Dreh musste der Regisseur Zeitungen austragen, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Die Innenaufnahmen entstanden auf dem Gelände des American Film Institute. Lynch selbst hielt es nur ein Jahr als Student am AFI aus. Danach quartierte er sich in einen unbenutzten Bereich des riesigen Anwesens ein und bastelte mit immenser Akribie an der Fertigstellung seines Werks. Trotz der kryptischen Story ist ihm ohne Zweifel ein Film gewordener Alptraum gelungen, der teils fasziniert, teils abstößt, aber nur die Wenigsten gleichgültig zurücklässt.
Bildqualität
- Videocodec: MPEG-4 AVC, Ansichtsverhältnis 1,85:1, Auflösung 1080p
- Schwarzweißfilm
- keine guten Kontrastwerte
- mittelmäßige Schärfe
- Schwarzwert verschluckt Details
- teilweise deutliches Rauschen
- in der Anfangssequenz legt sich ein helles Flackern über das Bild
- darüber hinaus sauberer Transfer ohne erkennbare Verschmutzungen des Bildmasters
Obwohl das HD-Master im Vorfeld der Blu-ray Produktion vom Regisseur abgesegnet wurde, offenbaren sich doch einige Mängel, die zum großen Teil mit dem Alter des Films und dem damals verwendeten Filmmaterial zu erklären sind. Ein lupenreines HD-Erlebnis ist hier also nicht zu erwarten. Das wäre hier aber auch fehl am Platz. Die verschiedenen Unzulänglichkeiten korrespondieren hervorragend mit der alptraumhaften Grundstimmung des Films.
Tonqualität
- Englisch Linear PCM 2.0 mit deutschen Untertiteln
- formatbedingt keine Räumlichkeit
- die wenigen Dialoge sind gut zu verstehen
- kein differenziertes Stereopanorama
- teilweise Hintergrundrauschen
- gute Dynamik
Der Film beinhaltet nur sehr wenige Dialoge, wodurch das Fehlen einer deutschen Synchronisation nicht allzu stark ins Gewicht fällt. Neben seinen alptraumhaften Bildern bezieht der Film einen wesentlichen Teil seiner Faszination aus der verstörenden Klangkulisse, die von der Tonspur angemessen transportiert wird. Auch hier sind allerdings qualitative Abstriche in Kauf zu nehmen.
Ausstattung
- Stories – Dokumentation (SD, ca. 85 Minuten)
- Trailer (HD)
David Lynch erzählt höchstpersönlich in knapp anderthalb Stunden „Stories“ und Anekdoten über die Entstehung seines Debütfilms. Dabei beschreibt er zwar äußerst detailliert die Umstände der Produktion und würdigt alle Beteiligten. Eine Interpretationshilfe liefert er wie zu erwarten war nicht.
Fazit
Aus technischer Sicht wird es die vorliegende Blu-ray sicher nicht in irgendwelche Bestenlisten schaffen. Der Bildtransfer wurde zwar von Lynch abgesegnet, unterliegt aber sichtbar den Beschränkungen seiner Entstehung. Trotz einiger Mängel passen aber sowohl das Bild, als auch der Ton gut zum verstörenden Charakter des Films. Interessierte sollten sich die Dokumentation mit dem Regisseur nicht entgehen lassen. Hier wird in vielerlei Hinsicht deutlich, dass Lynch kein „normaler“ Regisseur ist.
Eraserhead ist Surrealismus in bewegten Bildern. Ein verstörender Alptraum, der sich einer allgemeingültigen Interpretation entzieht. Eine Story im herkömmlichen Sinn existiert nur als ausgefranster roter Faden. Bereits mit seinem Debüt zeichnet David Lynch damit seinen weiteren Werdegang vor. Schon hier zeigen sich Motive, die auch in späteren Werken immer wieder zum Vorschein kommen. Der fließende Übergang zwischen Traum und Realität ist ein Schwerpunkt, der den Zuschauer oft zwar ratlos und schockiert, aber durchaus auch fasziniert zurück lässt. Wer wissen möchte, was Filme weitab der ausgetretenen Pfade des Mainstream bieten können, sollte sich Eraserhead nicht entgehen lassen. (ml) weitere Reviews anzeigen
Eraserhead ist Surrealismus in bewegten Bildern. Ein verstörender Alptraum, der sich einer allgemeingültigen Interpretation entzieht. Eine Story im herkömmlichen Sinn existiert nur als ausgefranster roter Faden. Bereits mit seinem Debüt zeichnet David Lynch damit seinen weiteren Werdegang vor. Schon hier zeigen sich Motive, die auch in späteren Werken immer wieder zum Vorschein kommen. Der fließende Übergang zwischen Traum und Realität ist ein Schwerpunkt, der den Zuschauer oft zwar ratlos und schockiert, aber durchaus auch fasziniert zurück lässt. Wer wissen möchte, was Filme weitab der ausgetretenen Pfade des Mainstream bieten können, sollte sich Eraserhead nicht entgehen lassen. (ml) weitere Reviews anzeigen
Kaufempfehlung
7 von 10
Die Kaufempfehlung der Eraserhead Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.
Testgeräte
TV: Pioneer PDP-LX5090 (50“) (kalibriert)
BDP: Pioneer BDP-LX71
AVR: Pioneer SC-LX81
Lautsprecher: B&W 803S (Main), Teufel M-500 (Surround)
BDP: Pioneer BDP-LX71
AVR: Pioneer SC-LX81
Lautsprecher: B&W 803S (Main), Teufel M-500 (Surround)
Blu-ray Bewertungen
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Wenn es einen Film auf der Welt gibt,der nicht einmal ansatzweise Komponenten des Mainstream aufweist ist es definitiv Eraserhead! Dieser Film ist unvergleichbar und auch wenn es sich um einen der schwersten Stoffe überhaupt handelt,muß man ihn sich wohl mehrmals anschauen da immer neue Details und Interpretationsmöglichkeiten erscheinen.
Surreal war Lynch schon immer,aber die psychedelischen Züge seines Werkes ähneln einem depressivem Albtraum,aus dem es kein Erwachen gibt!
Lynchs abendfüllender Erstling,mit mit nur unglaublichen 20000 $ realisiert wurde und im Bereich des Midnight Movie absoluten Kultstatus genießt!
Das Bild ist am Budget gemessen sehr positiv ausgefallen.Recht klares S/W- Bild mit durchweg ordentlicher Schärfe,eine grobe Körnung und gelegentliche Rauschmuster sind zu verzeihen.
Der Ton ist recht kräftig mit guter Substanz,verständlicher Weise nicht sehr differenziert oder dynamisch.
Als Extras gibt es ein 85 minütiges Making Of und Trailer.
Surreal war Lynch schon immer,aber die psychedelischen Züge seines Werkes ähneln einem depressivem Albtraum,aus dem es kein Erwachen gibt!
Lynchs abendfüllender Erstling,mit mit nur unglaublichen 20000 $ realisiert wurde und im Bereich des Midnight Movie absoluten Kultstatus genießt!
Das Bild ist am Budget gemessen sehr positiv ausgefallen.Recht klares S/W- Bild mit durchweg ordentlicher Schärfe,eine grobe Körnung und gelegentliche Rauschmuster sind zu verzeihen.
Der Ton ist recht kräftig mit guter Substanz,verständlicher Weise nicht sehr differenziert oder dynamisch.
Als Extras gibt es ein 85 minütiges Making Of und Trailer.
Player:
LGDarstellung:
Grundig Cinemo 46 LXW 117-8735 (LCD 46")bewertet am 17.05.12 um 13:11
Der Versuch der Rezension eines echten Klassiker und dann noch eines solchen des Midnight Kinos, der zudem noch derart anspruchsvoll daherkommt wie Eraserhead kann nur mißlingen.
Weshalb habe ich mir dann geradde diesen Film für die 1. hier von mir vorgenommene Bewertung ausgesucht - gerade weil es sich um eben diesen Film handelt!
Dies klingt paradox - und bei Gott, dass ist es auch. Aber gerade dieses Paradoxe ist es, was uns bei Betrachten dieses filmischen Kleinodes immer wieder begegnen wird.
Dies hat jedoch einen plausiblen Hintergrund:
Wie vielfach bei Lynch anzutreffen, jedoch hier auf die Spitze getrieben, geht es schließlich weniger um den tatsächlichen Inhalt des Filmes sondern dessen Wirkung auf den Betrachter.
Diese Wirkung, die ebenfalls nur schwerlich in Worte transportiert werden kann, ist dass, was den Film eigentlich ausmacht.
Das Grauen lauert hier in den Bildern selbst und der grandiosen Geräuschkulisse. Beides umfängt den Betrachter, verstört, beunruhigt - man will aus- und den Film abbrechen - allerdings gelingt dies nicht, da man gleichzeitig in diese eigene kleine Welt hineingezogen wird und sich fasziniert und gleichzeitig angeekelt einfach nicht abwenden kann.
Ein filmisches Meisterwerk. Kompromisslos, einzigartig, maßstabsetzend - man ist geneigt zu sagen: Eben ein typischer Lynch ! und selbst dies wird dem Werk nicht völlig gerecht, da es sogar über das sonst für Lynch Typische hinausgeht.
Gleichwohl hat es Georg Seeßlen auf den Punkt gebracht, indem er ausführte:
„David-Lynch-Fans erkennen in diesem Film, der ein Bindeglied zwischen seinen noch als sehr ‚experimentell‘ empfundenen Kurzfilmen und seinen großen Produktionen ist, so etwas wie einen Katalog aller jener Motive, Bilder und Obsessionen, die in seinen späteren Arbeiten immer wieder auftauchen werden.“
Lynch ist, und das wird in diesem Film besonders deutlich, kein Filmschaffender im eigentlichen Sinne. Er ist vielmehr bildender Künstler, der sein Werk auf Zelluloid bannt.
Insoweit tun sich Schnittmengen mit den Surrealisten und deren bildhaften und filmischen Schaffen - aber auch mit den verstörenden Werken eines Hieronimus Bosch auf.
Schaut diesen Film - und er wird Euch verstören - er wir Euch anwidern - Ihr werdet ihn nicht mögen ---- und gerade deshalb fanatisch von ihm angezeugen werden, Ihn immer wieder sehen wollen - dem Lynch-Mythos verfallen, so wie ich :-).
Letztlich gilt - man muss sich einfach auf das Dargebotene einlassen ! Aber das sollte wohl für Filme jedes Genres gelten :-)
Der Film selbst kann deshalb - und das ohne hier jedwede Ausführungen zu seinem Inhalt getätigt zu haben - von mir lediglich mit der Höchstnote dotiert werden. Dies mag man komplett gegenteilig sehen - aber auch das würde dem Werk gerecht - es will schockieren, es fordert - ja, es überfordert in jeglicher Hinsicht.
Die Beurteilungen von Bild und Ton sowie Zubehör der vorliegenden Blu-Ray-VÖ in dem wirklich guten, hier vorliegenden Hauptreview wird diesseits vollumfänglich geteilt, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen hierauf Bezug genommen wird. Sehr empfehlenswert finde jedenfalls auch ich das Making auf - obgleich auch hierdurch (und das ist auch gut so) keine Klärung begründet wird.
Was Bild und Ton angeht ist im Übrigen auch noch daran zu erinnern, dass bei Filmen wie dem Vorliegenden die Qualität der HD-Erscheinung letztlich vollkommen sekundär sein sollte - die Wirkung sollte vielmehr im Fordergrund stehen, denn genau das ist es, was uns bei diesem Film anspricht oder aber anwidert - uns aber nie kalt läßt!
Weshalb habe ich mir dann geradde diesen Film für die 1. hier von mir vorgenommene Bewertung ausgesucht - gerade weil es sich um eben diesen Film handelt!
Dies klingt paradox - und bei Gott, dass ist es auch. Aber gerade dieses Paradoxe ist es, was uns bei Betrachten dieses filmischen Kleinodes immer wieder begegnen wird.
Dies hat jedoch einen plausiblen Hintergrund:
Wie vielfach bei Lynch anzutreffen, jedoch hier auf die Spitze getrieben, geht es schließlich weniger um den tatsächlichen Inhalt des Filmes sondern dessen Wirkung auf den Betrachter.
Diese Wirkung, die ebenfalls nur schwerlich in Worte transportiert werden kann, ist dass, was den Film eigentlich ausmacht.
Das Grauen lauert hier in den Bildern selbst und der grandiosen Geräuschkulisse. Beides umfängt den Betrachter, verstört, beunruhigt - man will aus- und den Film abbrechen - allerdings gelingt dies nicht, da man gleichzeitig in diese eigene kleine Welt hineingezogen wird und sich fasziniert und gleichzeitig angeekelt einfach nicht abwenden kann.
Ein filmisches Meisterwerk. Kompromisslos, einzigartig, maßstabsetzend - man ist geneigt zu sagen: Eben ein typischer Lynch ! und selbst dies wird dem Werk nicht völlig gerecht, da es sogar über das sonst für Lynch Typische hinausgeht.
Gleichwohl hat es Georg Seeßlen auf den Punkt gebracht, indem er ausführte:
„David-Lynch-Fans erkennen in diesem Film, der ein Bindeglied zwischen seinen noch als sehr ‚experimentell‘ empfundenen Kurzfilmen und seinen großen Produktionen ist, so etwas wie einen Katalog aller jener Motive, Bilder und Obsessionen, die in seinen späteren Arbeiten immer wieder auftauchen werden.“
Lynch ist, und das wird in diesem Film besonders deutlich, kein Filmschaffender im eigentlichen Sinne. Er ist vielmehr bildender Künstler, der sein Werk auf Zelluloid bannt.
Insoweit tun sich Schnittmengen mit den Surrealisten und deren bildhaften und filmischen Schaffen - aber auch mit den verstörenden Werken eines Hieronimus Bosch auf.
Schaut diesen Film - und er wird Euch verstören - er wir Euch anwidern - Ihr werdet ihn nicht mögen ---- und gerade deshalb fanatisch von ihm angezeugen werden, Ihn immer wieder sehen wollen - dem Lynch-Mythos verfallen, so wie ich :-).
Letztlich gilt - man muss sich einfach auf das Dargebotene einlassen ! Aber das sollte wohl für Filme jedes Genres gelten :-)
Der Film selbst kann deshalb - und das ohne hier jedwede Ausführungen zu seinem Inhalt getätigt zu haben - von mir lediglich mit der Höchstnote dotiert werden. Dies mag man komplett gegenteilig sehen - aber auch das würde dem Werk gerecht - es will schockieren, es fordert - ja, es überfordert in jeglicher Hinsicht.
Die Beurteilungen von Bild und Ton sowie Zubehör der vorliegenden Blu-Ray-VÖ in dem wirklich guten, hier vorliegenden Hauptreview wird diesseits vollumfänglich geteilt, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen hierauf Bezug genommen wird. Sehr empfehlenswert finde jedenfalls auch ich das Making auf - obgleich auch hierdurch (und das ist auch gut so) keine Klärung begründet wird.
Was Bild und Ton angeht ist im Übrigen auch noch daran zu erinnern, dass bei Filmen wie dem Vorliegenden die Qualität der HD-Erscheinung letztlich vollkommen sekundär sein sollte - die Wirkung sollte vielmehr im Fordergrund stehen, denn genau das ist es, was uns bei diesem Film anspricht oder aber anwidert - uns aber nie kalt läßt!
Player:
Philips HTS9140Darstellung:
Philips 46PFL9705K (LCD 46")bewertet am 30.03.12 um 13:29
Surreales Meisterwerk in Schwarzweiss und in englischer Originalsprache mit deutschen Untertiteln. Da aber kaum längere Dialoge vorkommen ist die fehlende Sychronisation absolut verschmerzbar.
Symbolik und Bildsprache vermitteln einen bizarr, düsteren Alptraum, der die menschliche Psyche mit schockierenden Perversionen und erschreckenden Visionen darlegt. Die Geschichte von einem Mann, dessen uneheliches Kind stark verunstaltet ist - es gleicht einem Tierfötus - ist fast nebensächlich.
6 Jahre lang hat Lynch an seinem ersten Langfilm gearbeitet und nahezu komplett aus eigener Tasche finanziert. Mit einem heutzutage lächerlichen Produktionsbudget von rund 20.000 Dollar, entstand ein Horrorfilm / Psychothriller / Drama, das bis heute seines gleichen sucht.
Die Bildqualität ist wirklich sehr gut - der Film ist immerhin 35 Jahre alt. Der Ton zwar "nur" in Stereo, aber gut abgemischt und klar.
Das Making of ist eine Offenbarung für Lynch-Fans.
Symbolik und Bildsprache vermitteln einen bizarr, düsteren Alptraum, der die menschliche Psyche mit schockierenden Perversionen und erschreckenden Visionen darlegt. Die Geschichte von einem Mann, dessen uneheliches Kind stark verunstaltet ist - es gleicht einem Tierfötus - ist fast nebensächlich.
6 Jahre lang hat Lynch an seinem ersten Langfilm gearbeitet und nahezu komplett aus eigener Tasche finanziert. Mit einem heutzutage lächerlichen Produktionsbudget von rund 20.000 Dollar, entstand ein Horrorfilm / Psychothriller / Drama, das bis heute seines gleichen sucht.
Die Bildqualität ist wirklich sehr gut - der Film ist immerhin 35 Jahre alt. Der Ton zwar "nur" in Stereo, aber gut abgemischt und klar.
Das Making of ist eine Offenbarung für Lynch-Fans.
Player:
Sony BDP-S370Darstellung:
LG 42LE8500 (LCD 42")bewertet am 21.03.12 um 09:05
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Sehr schräger streifen. Der erste von D. Lynch. Definitiv nicht für jeden geeignet.
Der depressivste/melancholischste/finst erste Streifen ever.
Ich hab den Film noch nicht gesehen und ich brenn auch gar nicht darauf mir den Film anzusehen. Aber allen anderen, darunter "danmarino" und "darkymarino" schon mal viel spass.
http://www.youtube.com/w...re=related
Ich kann mich damit nicht anfreunden. Ist vielleicht nur was für Fans.