Panasonic TX-P50VT20E Testbericht

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 2.599 € bewegt sich der TX-P50VT20E in der oberen Mittelklasse der 50"-Fernseher. Für diesen Preis erhält man allerdings gleich zwei 3D-Shutter-Brillen mitgeliefert, die einzeln für 130 € angeboten werden. Die Plasma-Panels der VT20-Reihe wurden gegenüber der V20-Reihe komplett neu konstruiert und sind auf sehr gute 2D-Darstellung ausgelegt. Hinzu kommt die Elektronik zur Verarbeitung und Darstellung von 3D-Material. Das ist auch zugleich das grundsätzliche Credo des Herstellers, der die 3D-Fähigkeit der VT20-Reihe als Zusatzfunktion zu einem sehr guten 2D-Panel betrachtet wissen will (ähnlich wie z.B. Videotext oder VieraCast). So wird in den nächsten Jahren die 3D-Fähigkeit in die meisten Panasonic-Plasma-Modelle Einzug halten. Bereits jetzt macht der Aufpreis für die 3D-Elektronik nur einen sehr geringen Anteil am Preis der VT20-Reihe aus. Die Kosten für die Plasma-Panels, die mit einer neuen Generation extrem schnell reagierender Farbstoffe versehen sind und über eine verbesserte Filtertechnologie für noch besseren Schwarzwert verfügen, machen demnach den Löwenanteil des Preisunterschieds zur V20-Reihe aus, der in der 50"-Größe bei effektiv 340€ liegt, wenn man die Shutter-Brillen heraus rechnet.
Nach Aussagen eines Panasonic-Insiders wird der TX-P50VT20E deutlich günstiger angeboten, als es die höheren Kosten im Vergleich zum TX-P50V20E eigentlich erfordern würden. Man will die frische 3D-Kundschaft nicht mit allzu hohen Preisaufschlägen abschrecken und sieht das Einführungsmodell als Investition in einen möglichst großen Marktanteil im 3D-Segment, wo es bisher ausschließlich mit LCD-Lösungen konkurriert. Zugleich möchte man nicht den Fehler von Pioneer wiederholen und die Herstellungskosten in einem gesunden Verhältnis zum Verkaufspreis halten. So wird die Weiterentwicklung der Plasma-Panels zwar weiterhin vom Pioneer-Know-How profitieren, aber es wird nur so weit zum Einsatz kommen, wie der erforderliche Aufwand über den zu erzielenden Preis auch gedeckt werden kann. Die technischen Grenzen wurden von den Pioneer-Ingenieuren aufgezeigt und ausgereizt, jetzt geht es darum, den Kompromiss zwischen technischer Perfektion und Wirtschaftlichkeit zu finden.
Als glückliche Fügung erweist sich dabei, dass sich die Technik von Pioneer einerseits und der Vorsprung bei den Phosphor-Farbstoffen seitens Panasonic andererseits, sich ideal ergänzen. Denn nicht nur die Geschwindigkeit der Panasonic-Farbstoffe konnte stark gesteigert werden, sondern auch ihre Lebensdauer, was dem TX-P50VT20E eine Lebensdauer von 100.000 Betriebsstunden ermöglicht.
Auf einen weiteren Zielkonflikt wies ein Panasonic-Techniker hin: Die Absenkung des Schwarzwertes auf das absolute Minimum wird ab einer bestimmten Grenze unweigerlich durch eine verminderte Lebensdauer des Panels bezahlt. Ein Problem, dass bereits den Pioneer-Ingenieuren Kopfzerbrechen bereitete. Hier könnte vor allem die Absenkung der sogenannten Pre-Charge eine Ursache sein. Bevor eine Plasma-Zelle gezündet wird, muss sie bereits ein wenig elektrisch aufgeladen werden. Je geringer diese Vorladung ist, desto besser ist der Schwarzwert, weil ein höheres Pre-Charge bereits zum leichten Leuchten der Zelle führt. Eine geringere Vorladung erfordert aber in der Folge eine höhere Zündspannung und damit eine größere Belastung der Zelle, einen höheren Stromverbrauch und eine stärkere Belastung des Farbstoffs. So ließen sich perfekt schwarze Panels zwar herstellen, aber der Markt würde eine Lebensdauer von nur wenigen tausend Stunden nicht akzeptieren und der Preis wäre unverhältnismäßig hoch. Es wird zukünftig zwar noch weitere Verbesserungen beim Schwarzwert der Panasonic-Panels geben, aber sie werden wohl nicht bis zum Äußersten getrieben werden.
Der erste Bildeindruck, den sich man schon auf der High End 2010 Anfang Mai in München machen konnte, bestätigte bereits eindrucksvoll die Umsetzung dieser Ziele. Im direkten Vergleich zwischen dem VT20 und dem V20 war auf der Messepräsentation ein deutlicher Fortschritt bei Schwarzwert und Kontrast auf den ersten Blick zu erkennen. Bereits im ausgeschalteten Zustand wirkt das VT20-Panel dunkler und im Betrieb verstärkte sich dieser Eindruck noch.
Uns wurde ein komplettes Testsystem, bestehend aus einem TX-P50VT20 und dem passenden 3D-Blu-ray-Player DMP-BDT300 zur Verfügung gestellt und über eine Woche lang auf Herz und Nieren kritisch geprüft. Der Schwerpunkt der Tests liegt dabei eindeutig im 2D-Bereich, aber auch die 3D-Funktionalität haben wir genau unter die Lupe genommen. Schließlich spricht Panasonic beim VT20 von der besten 3D-Wiedergabe, die momentan am Markt verfügbar ist.
Inhalt:
- Ausstattung
- Bedienung
- Aufstellung und Einrichtung
- Bildeindruck, Farbdarstellung, Kontrast
- Bildqualität DVD u.a.
- Bildqualität Blu-ray
- Bildqualität 3D
- Tonqualität der eingebauten Lautsprecher
- Fazit
Informationen zum Panasonic TX-P50VT20E:
Kommentare
Einzig eine gringfügige Schwarzwertanpassung an Raumhelligkeit und Bildinhalt ist manchmal zu sehen. Aber das macht sich meistens nur in den ersten Minuten bemerkbar. Im weiteren laufenden Betrieb sehe ich es nicht mehr.
Vielleicht handelt es sich beim hiermonierten Flächenflimmern um ein defektes Gerät? In Ausstellungsräumen von Elektromärkten kann man so etwas natürlich nicht beurteilen. Dazu ist die Beleuchtungssituation dort meistens viel zu grell. Nicht umsonst präsemtiert Panasonic seine neuen Modelle auf den eienen Ausstellungen lieber in etwas "schummriger" Umgebung. Ganz so, wie sie auch im heimischen Wohnzimmer vorherrscht.
lol ..
ps: hab mir andere Panas im Handel angeschaut -> das Problem ist bei jedem gleich
ich werde mich denke ich nun doch in richtung plasma entscheiden. nach diesem test sind dann alle meine bedenken ob ein plasma für mich das richtige ist weg. dem kauf steht nichts mehr im wege .. danke für den tollen test.








